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Neubau

Neues Feuerwehrhaus für Sandsbach

Dreh- und Angelpunkt in der Gemeinderatssitzung war das Feuerwehrwesen in der Gemeinde und hohe Energiekosten.
Von Edith Vetter

Das neue Sandsbacher Feuerwehrhaus soll am Ortsrand neben der Tankstelle errichtet werden. Foto: Vetter
Das neue Sandsbacher Feuerwehrhaus soll am Ortsrand neben der Tankstelle errichtet werden. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Dem Neubau des Feuerwehrhauses in Sandsbach steht nun nichts mehr im Wege. Dies ergaben die Ergebnisse der Boden- und Lärmschutzgutachten vom BGI Baugrundinstitut Stephan in Bad Abbach, die bei der letzten Gemeinderatssitzung im Gasthaus Haslbeck von Bürgermeister Josef Barth vorgetragen wurden.

Das 1970 erbaute und 1994 erweiterte alte Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Das neue Haus soll auf einem Areal von 6480 Quadratmetern neben der Tankstelle errichtet werden. Die Gutachter empfehlen, den Wiesengrund um einen Meter abzutragen und mit einer Bodenplatte oder Bohrpfählen zu festigen, so Barth. Gemeinderätin Ida Hirthammer fragte nach den Ergebnissen des Lärmschutzgutachtens. Laut Bürgermeister sei das Lärmschutzgutachten positiv ausgefallen und man würde keinen Schallschutz benötigen.

Auf der Tagesordnung stand auch der Kauf einer neuen Feuerwehr-Sirene. Der Sirenenmast (Höhe 25 Meter) soll Richtung Grundstück Schindlbeck errichtet werden. Die Kosten der Sirene bei Funktechnik Ludwig Rupp bezifferte der Rathauschef mit 11 500 Euro. Allerdings kämen noch die Kosten für den Betonsockel dazu, der separat ausgeschrieben werden müsse. Weiter ging es im Feuerwehrwesen mit der Bestätigung des kürzlich gewählten ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Herrngiersdorf, Josef Ottl, der für die nächsten sechs Jahre im Amt einstimmig bestätigt wurde. Die Wahl seines Stellvertreters stehe noch aus, ergänzte Barth.

Heizkosten bereiten Sorgen

Große Sorgen bereiteten der Verwaltung die hohen Heizkosten, speziell die Warmwasseraufbereitung im ehemaligen Lehrerwohnhaus in Sandsbach. Das Haus werde mit Holz-Pellets vom Heizhaus der Grundschule mitversorgt. Die Kosten alleine für das Warmwasser (3000 Liter Tank) seien exorbitant, bestätigte Kämmerer Ludwig Wagner.

Deshalb wurde vorgeschlagen, auf dem Dach des Lehrerwohnhauses eine Solaranlage zu errichten. „Was machen wir, wenn die Sonne nicht ausreicht?“, gab Gemeinderätin Ida Hirthammer zu bedenken. Dann muss zugeheizt werden, war man sich einig. Wie das allerdings in der Realität umgesetzt werden solle, konnte das Gremium ad hoc nicht entscheiden. Kämmerer Wagner schlug vor, einen Energieberater hinzuzuziehen. Bei der jährlichen Untersuchung durch den „Sportstättenservice“ wurde in der Turnhalle in Herrngiersdorf ein fehlender Prallschutz an der Sprossenwand bemängelt. Die Kosten hierfür würden sich auf 1779 Euro belaufen, informierte Barth.

Jahresrechnung 2017

  • Liquide Mittel:

    4,09 Mio. Euro.

  • Überschuss:

    2,05 Millionen Euro.

  • Mehreinnahmen:

    Grundsteuer A: 40 317 Euro

  • Grundsteuer B:

    102 146 Euro

  • Gewerbesteuer:

    3,28 Millionen Euro

  • Einkommenssteuer:

    572 597 Euro

Der Zahn der Zeit nagte auch am 15 Jahre alten Mulchgerät. Nachdem laufend hohe Reparaturarbeiten auftreten würden, wurde einstimmig beschlossen, ein neues Gerät mit einer Mulchbreite von zwei Metern anzuschaffen. Das Gerät in Höhe von 9 980 Euro wird bei der Firma Landtechnik Lang in Rottenburg gekauft. Lang würde auch das alte Mulchgerät in Zahlung nehmen, und so käme das neue Gerät nur noch auf 9680 Euro, erklärte Barth.

Aufgrund der neuen Gesetzeslage im Wasserrecht müsse beim Überlaufbecken in der Langstraße in Herrngiersdorf eine Messstation errichtet werden, mit Kosten in Höhe von 27998 Euro.

Konzept „Mitfahrbank“

Bürgermeister Barth stellte das Konzept der „Mitfahrbank“ des Landkreises Kelheim vor, die umweltfreundliche Mitfahrgelegenheiten biete. Die Mitfahrbänke sollen an verschiedenen Stellen im Ort mit Hinweisschildern angebracht werden, die einem vorbeifahrenden Autofahrer signalisieren, wohin die wartende Person mitgenommen werden möchte. Diese Initiative des anderen „Trampens“ wurde vom Gremium zur Kenntnis genommen.

Bürgermeister Barth regte an, bei den Bushaltestellen, beim Kindergarten Herrngiersdorf und bei der Grundschule Sandsbach Fahrradständer anzubringen. Der Vorschlag wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Der 2. Bürgermeister Josef Ebenslander monierte den schlechten Zustand des Bürgersteigs in der Erlenstraße. Es sei dringend Handlungsbedarf vonnöten, meinte er.

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