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Theater

Großer Beifall für Brandler Akteure

Mitglieder der Feuerwehr Ihrlerstein strapazierten mit „Herkules der Musterstier“ die Lachmuskeln. Dafür gab es viel Beifall.
Von Evi Schmidl

So ein Schreck in der Morgenstunde beim Auftauchen der „Barfrau“
So ein Schreck in der Morgenstunde beim Auftauchen der „Barfrau“ Foto: Schmidl

Ihrlerstein.Schon eine ganze Weile, bevor sich der Premierenvorhang hob, ging es hinter der Bühne aufregend zu. Erwin Regensburger, der Regieführende, meinte: „Jetzt üb ich auf der Brand schon zum 30. Mal ein Stück ein“. Da ließe die Aufregung vor dem ersten Spiel langsam nach. „Proben sand für mi schlimmer“, gab er zu.

Eine eingeschworene Gemeinschaft

Florian Schmid hatte die Rolle von „Sixtus Hackl“ und „grummeln im Bauch“. Heinz Meny, im Stück Sixtus Nachbar „Alois Siegl“, erinnerte sich an „schöne Proben, weil wir alle so was wie eine eingeschworene Gemeinschaft bilden“. Nervosität gehöre für ihn immer dazu, kurz vor dem Auftritt. Wenn das Stück den Besuchern gefalle, sei das für ihn der beste Lohn. Oft werde er Wochen später noch von Zuschauern positiv angesprochen. „Pudern bitte, sonst sieht das Publikum den Angstschweiß so“, wandte sich Florian Schmid an Sabine Köstler, zuständig für die Maske. „Kein Problem“, kommt die Antwort und schon staubt der feine Puder. Wer geschminkt ist, versucht einen ruhigen Eindruck zu machen. „Aber ganz ohne Nervenflattern wärs auch nix“, bekennen einige Mitspieler.

Feuerwehrvorsitzender Reinhard Wallner freute sich über den ausverkauften Saal. Alle Mitwirkenden hätten gelernt und geprobt, „um ihnen allen einen angenehmen Abend zu bieten“, wandte er sich an die Zuschauer.

Die Bauern Sixtus Hackl (Florian Schmid) und Alois Siegl (Heinz Meny) wollen mit dem Stier von Hackl nach München zur Prämierung. Nein, die Damen sollen auf keinen Fall mit. Schließlich streben die Männer, wenn sie schon mal in der Großstadt sind, nach amourösen Abenteuern. Weil Magd Zenzi (Katrin Schmailzl) aber was von „do lass ma d’Sau rau“, aufgeschnappt hat und das sofort weiter gibt, versuchen die Bäuerinnen Emma Hackl (Brigitte Gaßner) und Rosa Siegl (Monika Küchelbacher) ihre Männer mit dem Auto einzuholen. Schon ist die erste „Katastrophe“ passiert.

Im zweiten Akt dann die Sorge um Sixtus und Alois, die einfach nicht nach Hause kommen. Zenzi sorgt sich ausschließlich um „Herkules“.

Beide waren schwer lädiert

Max (Dominik Wallner) der Sohn von Sixtus und dessen Gattin Emma hat eine heimliche Verlobte, die nebenbei in einem Münchner Nachtcafé arbeitet. Verwicklungen über Verwicklungen, die auch kein Ende finden, als Sixtus und Alois, schwer lädiert, endlich die heimatlichen Höfe erreichen. Jetzt ist ein Schnaps und eine gute Idee gefragt, um sich nicht dem Zorn der Ehefrauen aussetzen zu müssen. Manchmal ist das Beste ein Gedächtnisverlust. Der Sixtus findet diese Idee seines Mitverschworenen jener Münchner Nacht super, „weil ich dann erzählen kann, was ich mag.“

Dass die Bauern Sixtus und Alois nicht mehr auf die Heirat ihrer Kinder bestehen, ist nach dem Auftritt von „Susi“ (Tamara Kafender) aus dem Münchner Nachtcafé fast schon selbstverständlich. Dass nach dem Raubüberfall der prämierte Musterstier wieder den Weg in den heimischen Stall findet, freute vor allem die Zenzi.

Stefan outet sich als eifriger Besucher des Feuerwehr-Theaters. „Mir gefällt es jedes mal und auch heute bin ich nicht enttäuscht“, gab er Auskunft. Sarah ist mit ihrer Familie aus Linz gekommen, „um meine Patentante Tamara Kafender zu besuchen“. Der Termin sei extra auf die Spieltage verlegt worden. Sarah war begeistert.

Personen passten in ihre Rollen

Lilo erzählte „wenn die Feuerwehr spielt, bin ich immer dabei“. Das Stück sei „originell“ und sie freute sich, „weil ich das überhaupt noch nicht gesehen hab“. Außerdem fand sie es klasse, „dass die Personen auf der Bühne so gut in die Rollen passen“.

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