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Musik

Bei Hokey Pokey tanzten alle

Beim Konzert der städtischen Musikschule ging es familiär zu. Von der Flöte bis zum Orchester gab es ein buntes Programm.
Von Roland Kugler

Musikalische Früherziehung geht schon mit dem Vorschulalter los. Die Kinder haben viel Freude dabei. Foto: Roland Kugler
Musikalische Früherziehung geht schon mit dem Vorschulalter los. Die Kinder haben viel Freude dabei. Foto: Roland Kugler

Kelheim.Viele Zuschauer, oder besser gesagt Zuhörer, kamen am Freitagabend in die Dreifachturnhalle zum Jahreskonzert der städtischen Sing- und Musikschule. Von Bach bis Coldplay gab es ein abwechslungsreiches, unterhaltsames und toll dargebotenes Programm. Ein Lied war fast gefährlich, beim nächsten tanzten alle mit.

Seit 51 Jahren gibt es die städtische Sing- und Musikschule in Kelheim. Seit 31 Jahren leitet sie Klaus Neumeier, und es macht ihm immer noch Freude, selbst beim Dirigieren sieht man es ihm an. „Zu uns kommen Kindergartenkinder und Erwachsene, das ist sehr abwechslungsreich“ sagt er vor dem Konzert. Kerstin Deinlein ist eine von den Erwachsenen. Sie hat vor einem Jahr begonnen, Querflöte zu spielen. Weil ihre Tochter damit angefangen hatte, und die Mama Musik auch schon immer liebte. „Das ist unsere besondere gemeinsame Mama-Tochter-Zeit“ sagt sie voller Freude.

Klassische Darbietungen und Modernes

Miriam Kozempelova bezauberte. Foto: Kugler
Miriam Kozempelova bezauberte. Foto: Kugler

Sechs Lehrer unterrichten in der Musikschule 250 Kinder an einer Vielzahl von Instrumenten. Wie gut sie das tun, und wie fleißig die Schüler auch daheim geübt hatten, zeigten sie bei ihrem großen Auftritt. „In unserer Zeit, in der viele nur noch am Handy rumwischen, ist es schön, wenn noch so tolle Musik gemacht wird“, freute sich auch Bürgermeister Horst Hartmann über den gelungenen Abend. Der für das Publikum in der Tat ein sehr abwechslungsreiches Programm bereit hielt. Damit von Anfang an gute Stimmung herrschte, legte das große Orchester gleich richtig los. Sie eröffneten mit den Blues Brothers und einigen anderen flotten Nummern. Nach der 20-köpfigen Big Band bezauberte Miriam Kozempelova mit dem „Singvögelein“ auf der Querflöte. Darauf sorgten die Blechbläser mit einem feurigen ungarischen Marsch und „Viva la Vida“ von Coldplay wieder für ordentlich Schwung. So bunt abwechselnd ging es weiter: Anna Hofinger, Valentina Neumeier, Sebastian Pritschet und Ferdinand Küffner spielten Blockflöte.

Musikschule

  • Angebot:

    Folgende Instrumente werden – unter anderen – unterrichtet: Flöte, Querflöte, Tuba, Posaune, Trompete, Akkordeon, Klavier, Geige, Gitarre, Schlagzeug.

  • Stunden:

    Einzel- und Gruppenstunden zu 30 oder 45 Minuten, einmal pro Woche zur Schulzeit.

  • Kostenlos:

    Wer möchte, kann – wenn das Instrument passt – ohne Gebühr beim Orchester mitspielen

Sie haben erst mit ihrem Instrument begonnen, spielten ihre Stücke aber konzentriert und fehlerfrei. Und freuten sich anschließend mit einem strahlenden Lächeln. Andere sind schon länger bei der Musikschule, wie Denisa Blidaru. Sie ist 16, und spielt seit zehn Jahren Geige. „Ich bin noch immer ziemlich aufgeregt“ sagt sie vor ihrem Auftritt. Spielte dann aber beeindruckend schön, zusammen mit ihrer Schwester Jonela Buriac. Aufgeregt waren sie alle, manchmal die Eltern noch mehr als ihre Kinder. Aber ausnahmslos alle machten ihre Sache gut, ob als Solist, im Duett, oder in der Gruppe. Es gab von einer Vielzahl Musikern klassische Darbietungen am Klavier und an der Violine, und druckvollen Sound vom Percussion Ensemble. Das Publikum bedankte sich mit großem Applaus bei den Künstlern.

Gefährlich afrikanisch

Einmal wurde es sogar „ein klein wenig gefährlich“, wie Klaus Neumeier das Publikum in der ersten Reihe warnte. Denn die Vorschul- und Schulkinder von der musikalischen Früherziehung sangen ein afrikanisches Lied. Begleitet von wilden Tieren, aber da diese aus Stoff waren, passierte glücklicherweise doch nichts. Dafür mussten dann bei der anschließenden Nummer alle mitmachen. Oder besser gesagt durften, denn allen anwesenden Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern machte es Spaß von ihren Stühlen aufzustehen, und beim „Hokey Pokey“ mit zu singen, klatschen, winken, tanzen und drehen.

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