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Chance auch für weniger Leistungsfähige

Für Menschen, die nicht voll leistungsfähig sind, gibt es zu wenig Jobs, bedauert Kelheims Caritas-Geschäftsführer König.

Kelheim.„Zwischen dem ersten Arbeitsmarkt mit seinen immer mehr verdichteten Anforderungen und den geschützten Werkstätten für Menschen mit Behinderung gibt es leider nur relativ wenige Angebote. Integrationsfirmen wie unsere Carida gGmbH sind eine Chance für Menschen mit abgestufter Leistungsfähigkeit: Solche Firmen nehmen am normalen Marktgeschehen teil, erhalten aber Lohn- und bei Bedarf Investitionszuschüsse für die Minderleistung von schwerbehinderten Mitarbeitern. Aber es gibt leider viel zu wenige solcher Firmen.

Generell müssten wir alle mehr tun, um auch weniger leistungsfähige Arbeitnehmer zu integrieren. Gerade bei psychisch Kranken mit einer oft täglich wechselnden Belastbarkeit ist, zugegeben, die Gestaltung des Arbeitsplatzes zumindest anfangs komplex. Und es braucht einen fachlich kompetenten Anleiter. Aber es ist doch besser, jemanden mit 60 Prozent Leistungsfähigkeit dabei zu unterstützen, eine Arbeit zu finden, als ihn arbeitslos zu Hause sitzen zu lassen! Da hoffe ich ein Stück weit auf das Engagement von Firmen, zu prüfen, welche Möglichkeiten sie haben. Zumal es ja oft Menschen sind, die zuvor vom ersten Arbeitsmarkt mit seinem immer höheren Druck geradezu ,ausgespuckt’ wurden. Vielleicht wird der demografische Wandel dazu beitragen, dass Arbeitgeber hier flexibler werden müssen.

Im Bereich der Pflege ist dieser demografische Wandel hingegen eine echte Herausforderung. Wir haben bereits jetzt einen Fachkräfte-Mangel. Den kann unsere Gesellschaft nur beheben, wenn der monetäre Wert und das Ansehen der Pflegetätigkeiten steigen!

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