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Frau lag „mit dem Kopf im Blut“

Der Mann, der die Tote in Kelheim in Schleusennähe entdeckte, schildert einem Mountainbike-Fahrer die Auffindesituation.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

An dieser Stelle lag die tote Frau.
An dieser Stelle lag die tote Frau. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Eine heiße Spur im Fall der toten Riedenburgerin, die unweit der Schleuse Kelheim-Gronsdorf am Sonntag aufgefunden wurde, hat die Kriminalpolizei Landshut bislang noch nicht. Bei der Kripo sind zwar Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, aber Kriminalhauptkommissar Jürgen Rauch vom Presseteam des Polizeipräsidiums Niederbayern sagt am Mittwochvormittag, dass ihm „keine Erkenntnisse vorliegen, dass ein Volltreffer dabei ist“. Weitere Hinweise waren über das bei der Kripo Landshut eingerichtete Hinweistelefon (08 71) 92 52 21 21 bis Mittwoch in der Früh eingegangen. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Staatsanwaltschaft nach der Obduktion ein Gewaltverbrechen durch Dritte nicht ausgeschlossen.

„Alle möglichen Erkenntnisse“

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg, Oberstaatsanwalt Theo Ziegler, sagt am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung: „Es gibt alle möglichen Erkenntnisse“. Aus ermittlungstaktischen Gründen und wegen des Persönlichkeitsrechts der Beteiligten macht er jedoch keine näheren Angaben.

Weitere Bilder von der Auffindestelle finden Sie hier

Riedenburgerin ist Opfer von Gewalttat

Der 53-jährige Kelheimer Friseurmeister Armin Gil, kam am Sonntag dazu, als der junge Mann, der die Tote gefunden hatte, am Kreuzungsbereich von Mitterfeldstraße, Schleusenstraße und Betriebsweg stand und auf Polizei und Rettungskräfte wartete. Das war gegen 14 Uhr. Der junge Mann „hat uns gebeten, auf die Polizei zu warten, weil er wieder zur Freundin gehen wollte“, die in der Nähe des Auffindeortes gewesen sei.

Schreckliche Mitteilung

Der Bitte kamen Gil und seine Frau, die eine Mountainbike-Tour im unteren Altmühltal geplant hatten, auch nach. Der junge Mann sei dann aber wieder zurückgekommen und habe gesagte, „er wartet selber“. Gil: „Er hat uns erzählt, eine Leiche gefunden zu haben. Es ist eine Frau, die mit dem Kopf im Blut liegt.“ Eine Flasche soll’s in der Hand gehabt haben und eine Handtasche, so Gil. Der Kelheimer Friseurmeister: „Ich hab‘s nicht gesehen“.

An Büsche und Bäume in der Nähe des Auffindeorts der Leiche sind weiße Bänder gebunden.
An Büsche und Bäume in der Nähe des Auffindeorts der Leiche sind weiße Bänder gebunden. Foto: Bachmeier-Fausten

Gil und seine Frau sind dann weitergefahren, da sie von dem jungen Mann die Auskunft hatten, dass die Aufgefundene „tot ist“. Für ihre Tour wählten die Gils den Weg nördlich des Main-Donau-Kanals, von dort aus haben sie dann gesehen, dass „der Sanka und Notarzt kamen“. Im Laufe des Tages „macht man sich dann schon seine Gedanken“, sagt Gil am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung.

Weitere Polizeiberichte aus Kelheim finden Sie hier.

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