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Kelheimer landet mit Kochbuch Erfolg

Der gebürtige Chemnitzer Frieder Ziebs, der in der Klosterschenke Weltenburg kellnert, tischt „Einfach gut“ auf.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Der Autor zeigt sein Werk.
Der Autor zeigt sein Werk. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.„Einfach gut“ – so lautet der Titel des Kochbuches von Frieder Ziebs. Der gebürtige Chemnitzer, der seit 1992 in Kelheim lebt, ist gelernter Koch und seit 1997 in der Klosterschenke Weltenburg als Kellner beschäftigt. Die Leidenschaft zum Kochen rührt seinen Angaben nach vom Elternhaus her. „Eigentlich der Spaß an der Sache“, habe ihn zum Kochbuchautor werden lassen, sagt der 51-jährige. Sein Werk ist im November im Eigenverlag erschienen. Ein Jahr habe er daran gearbeitet. „Es sind alles eigene Rezepte, ganz einfache.“

„Mut zum Ausprobieren haben“

Frieder Ziebs beim Kochen
Frieder Ziebs beim KochenFoto: Ziebs

Frieder Ziebs: „Es liegt mir am Herzen, mit einfachen Nahrungsmitteln, die man immer im Haushalt hat, was Gutes zuzubereiten.“ Man sollte auch einmal den Mut haben, etwas auszuprobieren, das nicht alltäglich sei. In seinem Kochbuch, das über 70 Seiten hat, sind Rezepte für Suppen, Salate, Hauptgerichte und Desserts zu finden. Beispielsweise Kartoffelsuppe mit gebratener Blutwurst (oder Würstchen), Spinatsuppe mit Hackfleisch, Kichererbsensuppe mit geräucherter Forelle, Chicoréesalat mit Rindfleisch, Kassler Strudel mit Zwiebelsauce oder für diejenigen, die keine Lust haben, Kohlrouladen zu wickeln, Schichtkraut mit Salzkartoffeln. Und dann gibt es da den Friedel-Burger, „Friedels falsche Pizza“ („ein Ossi-Gericht“) oder Blutwurst-Nudel mit Krautsalat. Also wer beispielsweise gerade keinen Schinken zu Hause hat, aber Blutwurst, der kann diese einfach für das Nudelgericht verwenden. Er habe das einmal ausprobiert und es sei gut bei den Gästen angekommen, so Frieder Ziebs.

Der Kochbuchautor hat auch Vorschläge für Naschkatzen: süße Spaghetti mit Kirschgrütze, Plinsen (Eierkuchen) mit Marmelade und Quarktaler mit Kompott.

Frieder Ziebs ist in Ostdeutschland aufgewachsen. Seine berufliche Tätigkeit begann nicht in der Gastronomie. Bevor er eine Kochlehre antrat, „war ich auf dem Bau“. 1985 schult er zum Koch um, „weil’s mir Spaß gemacht hat“ die Tätigkeit in der Gastronomie und der Umgang mit Menschen. Seiner Ansicht nach „ist es immer auch eine Herausforderung, dass man aus guten Lebensmitteln aus der Region etwas Leckeres zaubern kann“. Vor seiner Tätigkeit als Kellner arbeitete Ziebs in einem Café-Bistro in Kelheim einige Jahre als Koch. Nebenbei habe er noch einen Catering-Betrieb. In der hiesigen Region gefällt es ihm. Er spricht von „meiner zweiten Heimat, weil’s eine super Region ist von der Landschaft her“.

Wie der 51-Jährige sagt, ist er „im Winter ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Kelheimer Tafel freitags im Fahrdienst, bestimmt schon zehn Jahre.“ Er engagiert sich bei dieser Einrichtung, „weil ich selber schon ganz unten war. Damals war ich froh, als ich Hilfe erfahren habe. Es ist mir ein Bedürfnis, anderen Leuten helfen zu können.“

Frieder Ziebs freut sich über den Erfolg, den er mit seinem Kochbuch verzeichnet. Nachdem die 150 Bücher der ersten Auflage verkauft gewesen seien, habe es eine zweite Auflage gegeben, von der mittlerweile auch fast alle Exemplare Abnehmer gefunden hätten. Wie Ziebs am Freitag im Gespräch mit der MZ ankündigt, werde er eine dritte Auflage bestellen. Er habe ursprünglich nicht mit solch einem Interesse an seinem Kochbuch „Einfach gut“ gerechnet. Dieses könne nur über ihn (fridelio@alice.de oder über Facebook Frieder Ziebs) für 14,99 Euro (ohne Versandkosten) bezogen werden. In dem Buch sind laut Autor Fotos, die er selbst aufgenommen habe, und von Fotografin Sadet Ibis. Er erwähnt als Unterstützer seine Eltern, Geschwister und Kollegen Sepp. Wie Ziebs sagt, zählten auch Sterneköche zu seinen Bekannten.

Frieder Ziebs hat bereits wieder Pläne. Am 8. August „habe ich einen Stand beim Kulinarik-Festival in Neukirchen beim Heiligen Blut“. Er koche da auch. Und sein nächste Ziel als Kochbuch-Herausgeber? „Wenn es weiterhin so gut läuft, bin ich nicht abgeneigt, noch ein Kochbuch zu schreiben.“ Diesbezüglich hat der Kelheimer auch schon Vorstellungen. Er denkt dafür an drei Personengruppen, für die er Rezepte auftischen könnte – entweder für Kinder, Singles oder Senioren, sagt Frieder Ziebs im Gespräch mit der Mittelbayerischen.

Er verrät, was er am liebsten isst

Was isst er selbst am liebsten? „Hausmannskost und viel Pasta, was auch schnell geht. Aber man isst auch gerne mal ein schönes Menü.“ Und auf die Frage, ob er für eine spezielle Person oder einen bestimmten Personenkreis gerne einmal ein Gericht zubereiten würde, antwortet er: „Ich koche für jeden gern, egal ob der einen besonderen Namen hat oder nicht.“

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