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Tourismus

Nachbarn: Wohnmobilie und Tennisplätze

Stadt Kelheim schafft Wohnmobilstellplatz auf dem Gelände des TC Grün-Rot und plant diesen im Frühjahr 2016 zu eröffnen.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Ein neuer Wohnmobilstellplatz wird am Pflegerspitz in Kelheim im kommenden Jahr angelegt, das Tennisgelände wird nicht mehr so groß sein wie bislang. (MZ-Infografik)
Ein neuer Wohnmobilstellplatz wird am Pflegerspitz in Kelheim im kommenden Jahr angelegt, das Tennisgelände wird nicht mehr so groß sein wie bislang. (MZ-Infografik)

Kelheim. Die Kreisstadt Kelheim bekommt einen neuen Wohnmobilstellplatz. Diesen plant die Stadt Kelheim auf einem Teilbereich des Tennisgeländes des TC Grün-Rot. Der Verein hat das Areal in Erbpacht von der Stadt. Der Stadtrat hat, wie von Bürgermeister Horst Hartmann auf MZ-Nachfrage zu erfahren war, die Rahmenbedingungen für das Wohnmobilstellplatz-Vorhaben geschaffen. Mit großer Mehrheit sei die Entscheidung getroffen worden. Dem Stadtoberhaupt zufolge ist es ein Wunsch aus dem Gremium, mit Beginn des Fischerfestes 2016 die neue Anlage für Wohnmobile „in Betrieb nehmen zu können“. Manfred Theunert, erster Vorsitzender des TC Grün-Rot, sagte auf Anfrage, dass bei einer außerordentlichen Mitglieder-Versammlung zur Umgestaltung „der Vorstand einstimmig das Votum erhielt, die Änderung umzusetzen“.

Verschiedene Standorte diskutiert

Der bisherige Wohnmobilstellplatz östlich des Volksfestplatzes steht bei größeren Festen aber nicht zum Abstellen dieser Fahrzeuge zur Verfügung. Als Ausweichmöglichkeit wurden der Donaupark oder das Donauvorland genutzt. Ein neuer Standort ist seit einiger Zeit ein Thema in Kelheim. In früherer Zeit war eine Fläche unweit des Keldorados im Gespräch. Nach der Kommunalwahl 2014 war von der SPD-Fraktion eine Umgestaltung des Bolzplatzes am Pflegerspitz beantragt worden. Die Freien Wähler traten für einen Wohnmobilstellplatz beim Keldorado ein. Auch eine Ausweichmöglichkeit am Aumühl-Parkplatz war im Gespräch. Der Vorschlag für einen Standort auf dem Tennisgelände kam von der CSU-Fraktion. Bürgermeister Hartmann erwähnte im Gespräch mit der MZ den mehrfachen Kontakt mit der Vorstandschaft des TC, ob es möglich sei, den Wohnmobilstellplatz auf dem Areal unterzubringen, auf dem bislang zehn Tennisplätze bestehen. Vier davon benötige die Stadt für ihr Vorhaben, so dass insgesamt circa 5000 Quadratmeter für die neue Stellplatzanlage zur Verfügung stünden. Laut Bürgermeister enthält der Entwurfsplan 54 Wohnmobilstellplätze (je fünf mal zehn Meter). Auf dem bisherigen Gelände könnten mindestens 40 Wohnmobile untergebracht werden. Die Kapazität reiche teilweise nicht aus und das Areal „ist nur eingeschränkt nutzbar“, unter anderem wegen des Fischerfestes und des Volksfestes.

Wie der Bürgermeister sagte, seien für die Nutzung eines Teilbereiches des Aumühl-Parkplatzes 25 000 Euro im Stadtetat reserviert gewesen. Als Grund, warum aber das nicht umgesetzt wurde, nannte der Bürgermeister Arbeitsbelastung. Für die Dauer des Volksfestes sei eine Fläche im Donauvorland abgesteckt worden für Wohnmobile. Diese Maßnahme ist Horst Hartmann zufolge schnell umsetzbar gewesen und habe fast keine Kosten – „ein paar hundert Euro“ – verursacht. Das Angebot „ist gut angenommen worden“. Für den neuen Platz erstelle das Stadtbauamt in den nächsten Wochen den Eingabeplan. Dass sich nun eine weitere Nutzung des städtischen Areals neben der für den Tennissport ergebe, begründete Hartmann damit, dass der Tennisboom nicht mehr so gegeben sei wie in den 80er und 90er Jahren. Die Stadt erhalte einen „festen Wohnmobilstellplatz in Altstadt-Nähe. Für den Tennisclub ist es sicherlich auch von Vorteil, weil die laufenden Kosten reduziert werden können.“

Eine Summe für die neue Anlage nannte Hartmann nicht, sagte aber: „Unsere Planung geht davon aus, dass sich in circa fünf Jahren die Kosten durch Gebühren eingespielt haben.“ Für die Nutzung des derzeitigen Wohnmobilstellplatzes beläuft sich die Tagesgebühr auf sechs Euro. Beim Vergleich mit anderen Anlagen „sind wir sehr, sehr günstig“, so der Bürgermeister.Hinsichtlich des neuen Platzes hob er die „Top-Lage mit einem Top-Angebot“, was einige Euro mehr Wert sei, hervor.

Als die Stadt wegen des Themas Wohnmobil-Stellplätze auf den TC Grün-Rot zugekommen sei, habe man von Vereinsseite aus mehreren Gründen Gesprächsbereitschaft signalisiert, so Vorsitzender Manfred Theunert: „Wir sehen eine Chance, der Stadt zu helfen, einen attraktiven Wohnmobil-Stellplatz zu schaffen und auf der anderen Seite, unsere Strukturprobleme zu lösen. Die Anlage am Pflegerspitz „wurde Ende der 80er Jahre für 600 Mitglieder konzipiert“. Beim damaligen Tennisboom habe der TC Grün-Rot „gut 600 Mitglieder“ gehabt. Seit Jahren werde ein Stand von 300 Mitgliedern ungefähr gehalten.

Künftige Anlage für 500 Mitglieder

Der Vorsitzenden wies auf das Engagement des Vereins hin, „um auch Familien für den Tennissport zu gewinnen“. Als er vor zwei Jahren das Amt des Vorsitzenden übernommen hat, „haben wir festgestellt, einen ganz hohen Aufwand für die Anlage und wenig Möglichkeiten zu haben, in die Attraktivität des Vereins zu investieren“. Wie der Vereinschef sagte, werde mit der Strukturbereinigung eine Anlage geschaffen, die auf 500 Mitglieder ausgelegt sei. Der TC bekäme auch einen finanziellen Spielraum (es muss weniger Pacht gezahlt, die Kosten zum Herrichten der Plätze werden geringer) um in die Attraktivität des Vereins zu investieren. Die Vielfältigkeit des Tennissports könne deutlich erhöht werde, sagte Manfred Theunert.

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