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Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Die Staatsanwaltschaft Regensburg nimmt nach der Obduktion des Opfers (40), das in Kelheim gefunden wurde, eine Gewalttat an.
Von Elfi Bachmeier-Fausten, Manfred Forster und Maximilian Wachter

  • Mit einer Hundertschaft suchte die Polizei vor Ort nach Spuren. Das Medienecho in dem Fall ist bundesweit groß. Foto: Pieknik
  • Unweit der Schleuse Gronsdorf wurde die Tote am Sonntagabend gefunden. Foto: Ratisbona Media
  • Zahlreiche Einsatzkräfte ermitteln am Montagvormittag am und rund um den Fundort der Leiche an der Gronsdorfer Schleuse. Foto: Pieknik
  • Hier wurde die tote Frau gefunden. Foto: Bachmeier-Fausten
  • Einer der Taucher geht zur Absuche in den Main-Donau-Kanal. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und doch herrscht an diesem frühlingshaften Montag in der Kreisstadt Kelheim betrübte Stimmung: Am Tag davor war eine 40-Jährige einige hundert Meter von der Schleuse Gronsdorf von einem Spaziergänger beim Sonntagsspaziergang mit dem Hund auf einer Grünfläche an einem Areal, in dem Bäume und hohes Strauchwerk gen Himmel ragen, entdeckt worden.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg geht nach der Obduktion der Leiche an der Rechtsmedizinin Erlangen von einem Gewaltverbrechen durch Dritte aus. Aber: „Es liegt kein Tatverdacht gegen eine Person vor“, so Kriminalhauptkommissar Jürgen Rauch vom Presseteam beim Polizeipräsidium Niederbayern.

Es ist eine Ermittlungsgruppe bei der Kripo Landshut eingerichtet worden. Diese nimmt unter Telefon (0871) 9252 2112 Hinweise aus der Bevölkerung entgegen.

Opfer wohnte in Riedenburg

Der Fundort
Der Fundort Foto: Ratisbona Media

Ein Notarzt stellte am frühen Sonntagnachmittag den Tod der Frau fest, die – nach Informationen unserer Zeitung – aus Riedenburg stammt. „Über den Vorfall in Kelheim bin ich tief betroffen“, sagt Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann.

Bei einem Pressetermin mit Mitarbeitern des Presseteams des Polizeipräsidiums Niederbayern an der Schleuse Gronsdorf heißt es am Montagvormittag zunächst: „Wir haben eine ungeklärte Todesursache.“ Die Medienvertreter werden zur Stelle geführt, an der die Tote am Sonntag gegen 14 Uhr aufgefunden wurde – „Einsatzkräfte waren gleichzeitig mit dem Notarzt“ an den Auffindeort geeilt.

Mitarbeiter des Kriminaldauerdienstes und der Dienststellenleiter der Kripo Landshut sind am Sonntag wegen des Leichenfundes in Kelheim. Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Gebiet zwischen der Schleuse Gronsdorf und dem Michelsberg für eine Übersichtsaufnahme aus der Luft. Abends wird dann die Feuerwehr Kelheim-Stadt verständigt, die das Gebiet um den Fundort ausleuchtet und den Betriebsweg an der Südseite des Main-Donau-Kanals bei der Schleuse Gronsdorf absperren soll. An die 25 Feuerwehrler sind zur Stelle – den ganzen Abend lang bis nach Mitternacht. Gegen 23 Uhr fährt ein Leichenwagen Richtung Schleuse, um die Tote abzuholen.

Blutspuren zu sehen

Dunkler Humus – Gras ist am Auffindeort von der Kripo entfernt worden – ist zu sehen, als die Stelle am Montag die Polizeisprecher Michael Emmer und Jürgen Rauch zeigen. Auch Blutspuren sind zu erkennen.

Die 40-Jährige war bereits seit Freitagnachmittag bei der Polizeiinspektion Kelheim vermisst gemeldet worden durch ihren Lebensgefährten. Die Tochter habe die Mutter seit „ein paar Tagen“ nicht erreichen können. Nach der Obduktion am Montag gab Polizeisprecher Jürgen Rauch am Nachmittag unweit des Auffindeorts der Frau bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Regensburg von einem Gewaltdelikt ausgehe. Das letzte Lebenszeichen der Frau ist vom Mittwoch, 6. April, bekannt.

Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich bei der Toten um eine Frau aus Riedenburg. Am Wohnort der Frau, in der Uferzeile in der Dreiburgenstadt, war die Polizei am Montag mit der Sicherung von Spuren beschäftigt. Die tot aufgefundene Frau wog 84 Kilo, war 1,75 Meter groß. Ihre dunklen Haare waren nach hinten zusammengebunden. Sie trug einen schwarzen Kapuzenpulli, einen schwarzen Rock bis oberhalb Knie, eine rot-violette Strumpfhose und schwarze Lederpantoffel. Sie hatte eine hellbeige Lederumhängetasche bei sich.

120 Einsatzkräfte waren vor Ort

Neben Polizeitauchern aus Nürnberg waren auch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Würzburg und die Kripo im Einsatz – insgesamt rund 120 Kräfte. „Wir suchen praktisch nach allen Gegenständen, die uns Auskunft gegen können“, so der Polizei. Vor der großangelegten Suchaktion mit einer Hundertschaft war bereits eine Absuche mit einem Mantrailer-Hund erfolgt.

Es wurden Spuren entdeckt, die noch ausgewertet werden

Weitere Polizeimeldungen aus dem Landkreis Kelheim finden Sie hier.

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Riedenburgerin ist Opfer von Gewalttat

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