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Krankenhäuser

SPD stellt Profitstreben zur Debatte

Bei einer öffentlichen Infoveranstaltung in Kelheim geht es am Mittwoch, 24. Juli, um das System der Fallpauschalen.

„In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung“, warnt die Kelheimer SPD. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
„In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung“, warnt die Kelheimer SPD. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Kelheim. „Marktgerechter Patient? – Müssen Krankenhäuser Profit machen?“ Unter diesem Motto veranstaltet die SPD-Kreistagsfraktion am morgigen Mittwoch, 24. Juli, eine öffentliche Informationsveranstaltung. Dabei geht es auch um die Frage, was durch die Fallpauschalen mit dem Patientenwohl passiert, heißt es in der Mitteilung der Fraktion.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Gasthaus Weißes Lamm in Kelheim. Referent ist Dr. med. Armin Rüger, Landesvorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen“ (ASG).

Anlass der Veranstaltung ist laut SPD der Umstand, dass es Vorgaben von Bund und Land für kommunale Klinikträger immer schwieriger machten, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten. „Dies gilt auch für das Mainburger Krankenhaus und die Goldbergklinik GmbH in Kelheim“, so Fraktionsvorsitzender Willi Dürr.

„In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung“, warnt die Kelheimer SPD. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
„In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung“, warnt die Kelheimer SPD. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Seit über zehn Jahren rechnen Kliniken hierzulande nach Fallpauschalen (englisch abgekürzt DRG) ab. „Schon bei Einführung dieses Systems warnten viele Beteiligte des Gesundheitswesens vor dramatischen Fehlentwicklungen in den Krankenhäusern. Die Warnungen waren berechtigt“, urteilt Dürr: „In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung. Bei den Entscheidungen über Behandlungen und Dauer des Krankenhausaufenthaltes wird nicht allein nach medizinischen Kriterien entschieden, sondern immer deutlicher danach, was sich gewinnbringend abrechnen lässt.“ Die SPD fordere hingegen, dass Krankenhäuser Einrichtungen der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge sein sollten, keine Wirtschaftsunternehmen. Dies sei aber im DRG-System nicht machbar.

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