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Tote Frau: Bisher gibt es wenig Hinweise

Weitere Plakate sind im Stadtgebiet Kelheim ausgehängt worden. Ein Messer soll bei der Gewalttat im Spiel gewesen sein.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Das Fahndungsplakat
Das Fahndungsplakat Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim. Zwei Wochen nach dem letzten Lebenszeichen der Riedenburgerin (40), die am Sonntag, 10. April, auf einer Grünfläche an einem Gehölz unweit der Schleuse Kelheim-Gronsdorf von einem jungen Paar tot aufgefunden wurde, soll noch nicht geklärt sein, ob die Frau an diesem Ort auch Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

„Es ist derzeit keine heiße Spur ersichtlich.“

Jürgen Rauch, Mitglied des Presseteams des Polizeipräsidiums Niederbayern

Die Hinweise aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung, die seit vergangenem Freitag läuft, sind laut Jürgen Rauch vom Presseteam des Polizeipräsidiums (PP) Niederbayern, „aus unserer Sicht sehr gering“. Die Hinweise insgesamt „sind im niedrigen zweistelligen Bereich“. Rauch: „Es ist derzeit keine heiße Spur ersichtlich.“

In Dietfurt beigesetzt

Am Dienstagvormittag ist die Tote, der wohl Stichverletzungen mit einem Messer zugefügt worden waren, in Dietfurt beigesetzt worden. Nach der Eucharistiefeier in der voll besetzten Sebaldkirche fand die Beerdigung statt, an der auch Polizeibeamte teilnahmen. In der Todesanzeige stand unter anderem: „Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt. Unfassbar für uns alle müssen wir plötzlich und unerwartet Abschied nehmen ...“

In Parsberg geboren

Ganz unbekannt war die Frau, die alleine gelebt haben soll, in der Dreiburgenstadt nicht. Man kannte sie vom Einkaufen her oder früher der Kinder wegen.

Die Riedenburgerin, deren Leben nicht ganz leicht gewesen sein soll, wurde in Parsberg geboren und hat in Dietfurt nur kurz gelebt. Sie soll gelernte Hotelfachfrau gewesen sein. Vermutlich durch Fremdeinwirkung ist sie ums Leben gekommen. In der Todesanzeige ist als Todestag der 10. April 2016 angegeben.

An diesem Frühlingssonntag war ihre Leiche nahe der Schleuse Gronsdorf aufgefunden worden. Seitdem laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei Landshut. Mit dem Fall ist die Ermittlungsgruppe (EG) „Schleuse“ befasst. Als die Polizei am Tag nach der Entdeckung der Leiche die Auffindestelle zeigte, war dort von der Kripo bereits die obere Erdschicht teilweise abgetragen worden, um Spuren zu sichern.

„Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund für die Bevölkerung, verunsichert zu sein.“

Erich Banczyk, Chef der Polizeiinspektion Kelheim

„Die Frau starb an hohem Blutverlust“, hatte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Regenburg in der vergangenen Woche gesagt. Nach Infos unserer Zeitung lag die Leiche auf dem Bauch. Mit ausführlichen Informationen über das Obduktionsergebnis haben sich Staatsanwaltschaft und Polizei bisher zurückgehalten. Auf den Fahndungsplakaten der Kripo ist auch ein Foto der tot aufgefundenen Frau samt Beschreibung abgedruckt. Darauf steht auch: „Wurden Begleiter oder Fahrzeuge im Zusammenhang mit der Frau beobachtet?“ Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10 000 Euro ausgesetzt. Das Hinweistelefon: (08 71) 925 21 12.

Am Mittwoch nun hat die Polizei weitere Plakate in Kelheim ausgehängt. Angesichts des Gewaltverbrechens sind Frauen hier in Sorge. Laut Erich Banczyk, Leiter der Polizeiinspektion Kelheim, ist die Streifentätigkeit im Bereich Kelheim intensiviert worden. Er betonte aber: „Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund für die Bevölkerung, verunsichert zu sein.“

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