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Unterschiede

In Kirchdorf gab es endlich den Segen

Ihre Nachbarn freuen sich über deren Dorfplatz. Dagegen müssen die Siegenburger weiter auf ihr neues Zentrum warten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Der Kirchdorfer Dorfplatz ist endgültig fertig. Foto: Abeltshauser
Der Kirchdorfer Dorfplatz ist endgültig fertig. Foto: Abeltshauser

Siegenburg.Für die Kirchdorfer und Siegenburger ging es auch dieses Jahr um ihre Ortszentren. Erstere weihten ihren Dorfplatz ein. Damit gingen Jahre der Gestaltung des Zentrums der Kommune zu Ende. Die Siegenburger haben die trotz jahrelanger Planung weiter vor sich.

Im Oktober erhielt der Kirchdorfer Platz durch Pfarrer Dr. Kasole Ka-Mungu seinen kirchlichen Segen. Amtierender Bürgermeister Alois Prantl blickt zufrieden auf das Werk. Immerhin galt es, einen Spagat zu bewältigen. Gewünscht war ein Ort der Begegnung, notwendig aber auch ein Buswendeplatz, der alle verkehrsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Das sei doch ganz gut gelungen.

Die Tücke liegt im Detail

Nicht wenige Detailfragen mussten beantwortet werden, bevor der Platz endgültig fertig war. Zum Beispiel ging es da um die Frage nach einer barrierefreien Einstiegsmöglichkeit in die Busse oder ob etwa ein Backofen auf der Fläche realisiert werden solle.

In Siegenburg schien es fast so, als entwickle sich die Sanierung des Marienplatzes zur unendlichen Geschichte. Herbst 2017 war sich Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier sicher, in diesem Jahr die Arbeiten starten lassen zu können. Doch dann kamen Künstler – und machten wie aufgetragen Gestaltungsvorschläge für das Zentrum des Platzes. So war es mit der Förderstelle ausgemacht. Weder den Politikern noch den Bürgern im Ort mochten die eingereichten Vorschläge gefallen. Auf den Tisch kamen da beispielsweise ein Halbmond und stilisierte Hopfenstangen.

Inspiration aus der Fremde

Also begannen die Gemeinderäte wieder von vorne. Sie besuchten Nachbarorte wie Münchsmünster, Pförring und Vohburg, um sich Inspiration zu holen. Der Bürgermeister holte sich von der Förderstelle grünes Licht, den Marienplatz auch ohne einen Vorschlag des Künstlerwettbewerbs gestalten zu dürfen.

Weitere Projekte aus der VG Siegenburg

  • Biburg:

    Eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der vergangenen Jahre brachten die Biburger hinter sich. Anfang des Jahres weihten sie ihren neuen Kindergarten ein. Es entstand ein Anbau an das bisherige Gebäude. Dort sind die Kleinen seit Januar untergebracht. Der Altbau wurde saniert und umgestaltet. Dort residiert sei September die neue Kinderkrippe, die es bisher nicht gab.

  • Train:

    Zu Ende gingen in diesem Jahr in Train die Arbeiten an der Herrnstraße. Sie beschäftigten Bürger und Politik seit 2017. Abschließende Asphaltierungsarbeiten fanden im Herbst statt. Die Fahrbahn wurde von Grund auf neu angelegt. Borsteine wurden abgesenkt, um es Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwägen leichter zu machen. Es gab neue Wasserleitungen. Außerdem verlegte die Kommune auf eigene Kosten Glasfaserkabel. Entlang der Fahrbahn installierten die Arbeiter eine neue Beleuchtung. Im Zuge der Arbeiten entstanden Parkplätze beim Zehentstadl.

  • Siegenburg:

    Seit September gibt es in der Marktgemeinde erstmals einen kommunalen Kindergarten. Nachdem die Liste der Anmeldungen immer länger wurde, wusste sich die Kommune nicht anders zu helfen. Erweiterungen bei der bestehenden kirchlichen Einrichtungen waren nicht möglich. Fürs Erste sind die Kleinen im sogenannten Gollerhaus untergekommen. Dort wurden mit kleineren Umbauarbeiten Räume geschaffen. Das soll aber nur eine Übergangslösung sein. (wo)

Nach vielen Monaten des Planens und der Vorbereitung scheint die Lösung nun gefunden. Das Ingenieurbüro Wöhrmann und die Künstlergruppe Wurmer/Kiendl, die laut Bergermeier auch beim Wettbewerb teilgenommen hatte, haben ein Plan vorgelegt, der den Siegenburgern nun passt. Wichtig war laut Bürgermeister, dass auf einen aufwendigen Brunnen verzichtet wurde. Zu viel Wasser sei nicht gut – so war es auch vor Monaten aus Bürgermund zu erfahren. Geplant sind ein Fontainenfeld sowie ein kleiner Trinkwasserbrunnen. Ansonsten soll die zentrale Fläche frei bleiben, damit sie als Festplatz genutzt werden kann. Montiert werden Sitze in Form von Hopfenblättern. Außerdem werden Pflanztröge in ähnlicher Form aufgestellt. Sie sollen den Innenbereich vom Rest des Platzes abgrenzen. Die beteiligten Planer legen derzeit die Details fest. Bergermeier ist guter Dinge, dass konkrete Arbeiten im kommenden Jahr beginnen. Das sagte er aber bekanntlich schon vor einem Jahr. Beschlossen werden müssten im Rat noch die einzelnen Bauabschnitte, denn der Platz soll immer nur teilweise bearbeitet werden, damit ihn die Siegenburger grundsätzlich weiter benutzen können.

Weitere Rückblicke auf das zu Ende gehende Jahr gibt es hier.

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