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Blutkrebs

UWG initiiert eine Typisierungsaktion

Mögliche Spender können sich am Samstag in Kirchdorf im Gemeinschaftshaus in die Datei aufnehmen lassen.
von Hannah Prantl

Eine Hand greift in einem Kühlraum der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Life Science Lab GmbH in Dresden nach Blutproben. Foto: Oliver Killig/dpa
Eine Hand greift in einem Kühlraum der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Life Science Lab GmbH in Dresden nach Blutproben. Foto: Oliver Killig/dpa

Kirchdorf. „Ich hatte mir vorgenommen im neuen Jahr etwas Gutes zu tun“, so begann die Reise von Albert Stieglhofer als Stammzellenspender. Er folgte vor zwei Jahren dem Aufruf „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein!“ der DKMS und bestellte sich selbst das Typisierungspaket nach Hause. So konnte der 24-Jährige als passender Spender für eine zweifache Mutter identifiziert werden.

Kein großer Aufwand

Seit der Stammzellenspende gehe es ihr wieder sehr gut und sogar das Bier schmecke ihr seitdem, erzählte der Elsendorfer mit einem Augenzwinkern während der Infoveranstaltung zur Typisierungsaktion der UWG Kirchdorf, die diesen Samstag ab 17 Uhr im Gemeinschaftshaus stattfindet. „Ich sah die Werbung der DKMS und dachte mir, dies sei eine einfache Methode um anderen zu helfen, die für den Einzelnen mit keinem großen Aufwand verbunden ist“, erklärte Franz Huber, Vorsitzender der UWG. So kam es zu der Idee, eine Typisierungsaktion zu organisieren. Laut der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, erkrankt alle 15 Minuten ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs. Mithilfe der Stammzellenspende erhalten die Patienten eine echte Heilungschance. Wichtig ist dabei aber, dass die Gewebemerkmale des Patienten und des Spenders nahezu hundertprozentig übereinstimmen müssen, damit eine erfolgreiche Transplantation möglich ist. Deshalb gilt: Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein passender Spender gefunden wird. Die Typisierung an sich ist ein einfacher Vorgang. Man bekommt ein Registrierungsformular und drei Wattestäbchen, die man jeweils ein paar Minuten an die Innenseite der Wange reibt. Dies ist weder schmerzhaft, noch nimmt es viel Zeit in Anspruch. Diese Stäbchen werden verpackt und an die DKMS geschickt, welche überprüft, ob man als potenzieller Stammzellenspender für einen Patienten in Frage kommt. Die Kosten, die bei jeder Registrierung entstehen, betragen 40 Euro, die Hälfte übernimmt davon die DKMS.

UWG trägt einen Teil der Kosten

Bei der Typisierungsaktion in Kirchdorf zahlt die UWG die restlichen 20 Euro, die für die einzelnen Teilnehmer anfallen. Dafür werden die Spendengelder für den UWG-Jahreskalender verwendet. Außerdem wird zusätzlich eine Spendenbox aufgestellt. Das Geld wird an die DKMS gespendet. „Wir wollen jetzt handeln und nicht erst, wenn einer von uns selbst von Blutkrebs betroffen ist und Hilfe braucht“, so Huber. Mitmachen kann jeder im Alter von 17 bis 55 Jahren. Auch Auswärtige sind willkommen. 35 Personen haben schon angekündigt, dass sie kommen wollen. Insgesamt stehen am Samstag 80 Typisierungspakete bereit.

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