MyMz
Anzeige

Gesellschaft

Wegweiser für den Alltag

Die Achtklässler der Mittelschule Langquaid lernen „gewaltfreie Kommunikation“. Diese soll sich nun verfestigen.

Bedürfniskarten: Was brauche ich? Wann fühle ich mich wohl? Wo erlange ich Halt?
Bedürfniskarten: Was brauche ich? Wann fühle ich mich wohl? Wo erlange ich Halt? Foto: Petra Wickert, Caritas

Langquaid.Wie Unstimmigkeiten in Beziehungen gewaltfrei zu lösen sind, lernten die Achtklässler der Mittelschule Langquaid von Petra Wickert vom Caritas Team Schule des Caritasverbandes für den Landkreis Kelheim und zwei Trainerinnen.

Können Kinder einen höflichen Umgangston erlernen? In einem Alter, in dem die wichtigsten Bezugspersonen, wie Freunde, eine oft rüde Alltagssprache als normal empfinden? Kann man Schülern, die häufig aggressiv reagieren, beibringen, ihre Gefühle besser unter Kontrolle zu bringen? Viele alltägliche Fragen, nicht nur an der Schule.

Mit einem Workshop in Gewaltfreier Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg, trugen die beiden Coaches Dunja Müller und Julia Grassinger aus Regensburg zu einem fairen Miteinander in der 8. Klasse der MS Langquaid bei. Konflikte und unangenehme Gespräche gehören zum Schulalltag, so aber auch, mit schwierigen Situationen kreativ und souverän umzugehen. Dies ist jedoch oft eine große Herausforderung. Die Idee der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg bietet einen Ansatz, der Beziehungen stärkt und somit auf Dauer bestehen lässt. Beziehung im Sinne von partnerschaftlichem Miteinander, dies meint nicht nur Beziehungen unter Liebenden, sondern vielmehr Partnerschaften unter Freunden, Familienmitgliedern oder auch Kollegen.

Das Seminar behandelte bisher vorwiegend die Beziehungen „Lehrer/ Schüler“ sowie „Schüler/Schüler“. Die Inhalte reichten über die Verbesserung der Eigenverantwortlichkeit und Kooperationsbereitschaft der Kinder bis hin zur souveränen, empathischen Gesprächsführung auf Augenhöhe unter den Kindern. Dabei standen im Mittelpunkt, die Schüler dabei zu unterstützen, wie sie untereinander einen besseren Umgangston pflegen und Konflikte ohne Gewalt klären können.

Die zwei Dozentinnen hielten bisher an drei Schultagen an der MS Langquaid Workshops ab, wobei sehr praxisnah anhand von Beispielen der Jugendlichen geübt wurde. In kleinen Rollenspielen können Konflikte und deren Lösungen oft gut sichtbar gemacht werden, die Betroffenen erfahren dabei direkt, wie sich eine bestimmte Situation anfühlt. „Dies erweist sich als sehr hilfreich und fördert die Fähigkeit zur Empathie. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Sozialkompetenz der Schüler“, so das Trainerteam Dunja Müller und Julia Grassinger.

Ziel des Trainings ist es, den Jugendlichen ein Handwerkszeug mitzugeben, das sie in ihrem privaten Alltag, in der Klasse, mit Freunden und im späteren Berufsleben, gut nutzen können.

In weiteren Trainingseinheiten an der MS Langquaid wird die Frage „Wer möchte in einer Gruppe bei künftigen Konflikten vermittelnd als Ansprechpartner dienen und wie?“ behandelt. Petra Wickert sieht das Seminar schon jetzt als einschneidend für die weitere Kommunikation in der Klasse: „Das Training macht sich positiv bemerkbar und ist Wegweiser für den zukünftigen Schulalltag.“

Weitere Berichte aus Langquaid finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht