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Helau

Mainburger Gaudiwurm ist wieder am Start

Faschingssamstag gibt es wieder einen großen Umzug. Der mausert sich zu einem der Höhepunkte der närrischen Zeit.
Von Wolfgang Abeltshauser

Auch Gallier haben beim Mainburger Faschingszug ihre Visitenkarte schon einmal abgegeben. Foto: ABeltshauser
Auch Gallier haben beim Mainburger Faschingszug ihre Visitenkarte schon einmal abgegeben. Foto: ABeltshauser

Mainburg.Der Faschingszug in der Hopfenstadt gehört mittlerweile zu den Höhepunkten der närrischen Zeit in der Hallertau. Einst erst einmal nur als Einmalauflage zum 50-jährigen Jubiläum der Narrhalla nach Jahren der Pause auf die Beine gestellt, hat er sich längst etabliert. Mit rund 60 teilnehmenden Gruppen musste er sich in den vergangenen Jahren vor Größen der Zunft wie den Umzügen in Neustadt oder Rohr nicht verstecken.

Start ist wie immer um 14 Uhr

Wie immer schlängelt sich der Gaudiwurm am Faschingssamstag ab 14 Uhr durch die Mainburger Innenstadt. Organisiert wird er gemeinsam von Stadt und der Mainburger Narrhalla. Den Termin haben sich die Mainburger übrigens ganz bewusst herausgesucht. An dem Tag gab es in der Region keine andere größere Faschingsveranstaltung. Und mittlerweile wird wohl keiner der Mainburger Nachbarn gegen den Zug eine andere Veranstaltung setzen.

Die harten Fakten sind unverändert: Die Gruppen und Wägen dürfen sich ab 12.30 Uhr auf der Schöllwiese aufstellen. Um 14 Uhr startet dann der Zug. Er bewegt sich über die Walther-Schwarz-Straße, die Bahnhofstraße, über den Gabis und die Abensberger Straße Richtung Marktplatz. Ein gemeinsames Motto gibt es keines. Der Fantasie soll freier Lauf gelassen werden. Das hat sich seit dem Wiederbeginn nicht geändert.

Eingentlicher Ursprung in Mainburg ist älter

Die Erfahrung zeigt, dass es auch vor allem Fantasiethemen sind, von denen sich die Teilnehmer inspirieren lassen. Lokale und die große Politik waren bisher zwar auch präsent, spielten aber von der Quantität her eher die zweite Geige.

Die eigentliche Geschichte der Mainburger Faschingszüge reicht aber weit länger als ins Jahr 2008 zurück. In den 60er und 70er Jahren gab es erstmals Faschingszüge in Mainburg. Sie fanden zu unterschiedlichen Terminen statt. Damit war aber 1976 Schluss. Einige Jahre später etablierte sich dafür ein Faschingstreiben am Faschingsdienstag. Stadt und Narrhalla haben mittlerweile beide Veranstaltungen zusammengeführt. Denn nach dem Umzug am Faschingssamstag wird auf die Partymeile auf dem Marktplatz geladen. Was die Umzüge betrifft, gab es im Ortsteil Sandelzhausen zweimal ein Zwischenspiel. Sowohl in den 70er als auch in den 90er Jahren gab es dort einige Umzüge, sogar ein Faschingskommitee hatte sich gegründet.

Nicht nur in Mainburg ist viel geboten

  • Neustadt:

    Er hat einen ähnlich guten Ruf wie der aus Mainburg: der Faschingszug in Neustadt. Er steigt wieder am Faschingssonntag ab 13.30 Uhr.

  • Abensberg:

    Die Babonenstadt gilt ja als Feierhochburg. Zum Fasching sind gleich zwei Hochkaräter am Start. Am Unsinnigen gibt es eine große Party in der Innenstadt. Fünf Tage später wartet der Faschingsgillamoos auf Besucher. (wo)

Sicherheit ist ein großes Thema rund um alle Faschingszüge der Region. In Mainburg steht sie ganz oben. Schon vor einigen Jahren haben sich die Mainburger gemeinsam mit den Organisatoren der Umzüge in den Nachbarorten Pfeffenhausen, Nandlstadt, Mauern, Mainburg, Gammelsdorf, Rohr, Au, Neustadt auf die Fahnen geschrieben, dagegen anzukämpfen: Missachtung des Jugendschutzes, Verunreinigung der Straßen und allzu viel Lärm aus den Lautsprechern. Vor allem bei Letzterem gab es in der Vergangenheit laut Organisationschef Martin Mayer immer wieder Verstöße. Der sich überdies ein Alkoholverbot für Teilnehmer durchaus vorstellen kann. Nicht zuletzt Betrunkene – vor allem aber am Wegesrand und nach dem Umzug – haben im Vorjahr die Polizei ganz schön auf Trapp gehalten.

In Mainburg werden Fahrzeuge kontrolliert

Außerdem geht es um die Sicherheit der Wägen und Zugmaschinen. Im Vorjahr hat die Narrhalla eine Höhen- und Breitenkontrolle eingeführt. Alle Faschingswägen müssen unter einer Traverse durchfahren. Nur wenn die Wägen durchpassen, dürfen sich auch starten. Heuer müssen auch TÜV-Gutachten der Fahrzeuge vorgelegt werden.

Wer noch mitmachen will: Die Anmeldefrist läuft weiter. Sie endet erst am 22. Februar. Und eine Höchstgrenze, was die Gruppen und Wägen betrifft, haben die Veranstalter keine ausgegeben. Alles Wichtige dazu findet sich auf der Internetseite der Mainburger Narrhalla.

Die Gebühr für eine Fußgruppe beträgt zehn Euro, für eine Wagengruppe deren 30. Das Geld ist bei Anmeldung zu entrichten. Für die Wagen gilt: Sie haben sich vor dem Umzug auf der Schöllwiese aufzustellen.

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