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Speedway

Spannend bis zum Schluss

Das deutsche Team musste sich beim 4-Nationen-Vergleich in Neustadt den Gegnern aus England und Polen geschlagen geben.
Von Jochen Dannenberg

Bein Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erlebten die Zuschauer am Sonntag im Anton-Treffer-Stadion in Neustadt spannende Speedway-Rennen beim 4-Nationen-Vergleich. Foto: Dannenberg

Neustadt.Selten war ein Speedway-Rennen im Anton-Treffer-Stadion so spannend wie am Sonntag. Nach zwölf von 20 Rennen lagen drei von vier Mannschaften des 4-Nationen-Vergleichs eng beieinander in der Punktewertung. England führte mit 22 Punkten vor Deutschland (19) und Polen (18). Bereits etwas abgeschlagen war das Team aus Dänemark (13 Punkte). Wie eng die Mannschaften beieinander lagen, zeigte aber nicht nur die Punktewertung. Gerade hatte nämlich Deutschlands Superstar Martin Smolinski seinen Lauf gewinnen müssen, um seine Mannschaft wieder nach vorne zu bringen. Vor dem Beginn des vierten Renndurchgangs war damit klar: Wer den Gesamtsieg beim 4-Nationen-Vergleich einfahren wollte, konnte sich keine taktischen Spielereien erlauben. Das versprach ein spannendes Finish.

Dicht besetzt waren die Tribünen im Anton-Treffer-Stadion beim Speedway in Neustadt. Foto: Dannenberg

Gleich der nächste Lauf, in dem Mark Riss für das deutsche Team an den Start ging, zeigte, dass auch Glück dazugehört. Noch in der ersten Runde von Rennen 13 schied Riss aus! Er ließ seine Maschine auf dem Rasen neben der Bahn ausrollen. Das bedeutete: null Punkte für das Team um Martin Smolinski. Auch im folgenden Rennen konnte das deutsche Team nicht punkten. Danny Maßen, in der Mannschaft als Nummer 4 geführt, wurde vierter. Immerhin einen Punkt brachte im Anschluss Sandro Wassermann ins Ziel. Er kämpfte, lag kurzzeitig sogar auf Platz zwei, musste sich aber in der letzten Runde seines Rennens vom englischen Fahrer überholen lassen.

Schließlich Lauf 16, das vierte Rennen im vierten Durchgang. Wieder musste Smolinski ran. Doch deri hatte an diesem Tag schwere Gegner. Er lag zunächst „nur“ auf dem zweiten Platz, musste kämpfen und volles Risiko fahren. Mit Erfolg. In der letzten Runde des Rennens gelang es Smolinski an Josh Auty aus England vorbeizuziehen. Mit einem Schnitt von 82,5 km/h fuhr er an diesem Tag die schnellste Zeit.

Dicht gedrängt saßen die Zuschauer im Stadion. Foto: Dannenberg

Ein unglaublicher Kampf tobte auf der Bahn. Polen führte mit 28 Punkten vor England (27) und Deutschland (23). Dänemark lag weiter auf dem vierten Platz mit jetzt 18 Punkten. Noch war nichts entscheiden. Weitere vier Rennen standen an. Die Karten wurden noch einmal neu gemischt. In Rennen 17 traten die Fahrer mit den wenigsten Punkten gegeneinander an, in Lauf 18 die mit den zweitwenigsten Zählern, in Lauf 19 jene mit den zweitbesten Zählerständen und in Lauf 20 die Top-Fahrer.

Nach Rennen 17 lagen die drei Top-Mannschaften noch enger zusammen. England und Polen hatten jeweils 30 Zähler, Deutschland 28. In Rennen 18 setzte sich Sandro Wassermann (Deutschland) sofort an die Spitze und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen, baute seinen Vorsprung noch aus und fuhr jubelnd als Sieger über die Ziellinie. Ein Rennen später holt Mark Riss einen Punkt für das Team von Martin Smoliniski, dann musste der „Boss“ selber ran. Der lieferte eine tolle Leistung, überholte eingangs der zweiten Runde den englischen Fahrer und holte sich den Sieg. Der Tagessieg in der Mannschaftswertung ging jedoch an das englische Team (36 Punkte). Polen landete auf dem zweiten Platz (35), Deutschland wurde dritter (31) und Dänemark vierter (18).

Packende Kämpfe gab es oft in den Kurven. Foto: Dannenberg

MSC-Präsident Karl Zettl hatte nicht zu viel versprochen, als er bei der Begrüßung des Publikums sagte, dass an diesem Tag ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld an den Start gehen würde. Und Sascha Dörner, Rennleiter, attestierte dem Team des MSC Neustadt, das den 4-Nationen-Vergleich organisiert hatte: „Die tun hier alles dafür, dass es eine tolle Veranstaltung wird.“ Darauf wurde auch ganz zum Schluss des Tages noch hingewiesen. Da fand das „Max Saliger Memorial“-Rennen in Erinnerung an den früheren Rennleiter statt. Es gewann Sebastian Niedzwiedz (Polen) vor Martin Smolinski (Deutschland) Alexander Zgardzinski (Polen) und Adam Ellis (England).

Das ging ab beim Speedway in Neustadt.

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