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Am Anfang war die Euphorie groß

Ausstellung über Neustadt und den Ersten Weltkrieg ist noch bis Sonntag im Kunstforum an der Herzog-Ludwig-Straße zu sehen.

Am Anfang des Ersten Weltkrieges war die Stimmung unter den Bürgern und Soldaten noch gut. Gerne ließ man Erinnerungsfotos anfertigen.
Am Anfang des Ersten Weltkrieges war die Stimmung unter den Bürgern und Soldaten noch gut. Gerne ließ man Erinnerungsfotos anfertigen. Foto: Sammlung Metzger

Neustadt.ie zurzeit laufende Doppelausstellung „Neustadt a.d. Donau im Ersten Weltkrieg – Von der Mobilmachung bis zur Heimkehrerfeier“ und „Reise in den Krieg – Der Neustädter Soldat Franz Gutneder im Schatten Lawrence von Arabien“ kann noch bis zum Wochenende im Kunstforum an der Herzog-Ludwig-Straße besichtigt werden. Im ersten Teil der Ausstellung hat Stadtarchivar Anton Metzger einen kleinen Überblick über die Ereignisse in Neustadt zwischen 1914 und 1918 zusammengestellt.

Mit dem Telegramm „Mobilmachung befohlen!“ das am 31. Juli 1914 im Rathaus eintraf, herrschte die ganze Nacht reges Leben auf den Straßen um den eingreifenden Befehl zu diskutieren. Am 3. August wurden dann die ersten Neustädter Soldaten im Gasthaus Schauß feierlich verabschiedet und mit Musik zum Zug begleitet. Der allgemeinen Euphorie über eine baldige Heimkehr folgte bald Ernüchterung und Einschränkungen im alltäglichen Leben.

Neben Materialsammlungen von Edelmetallen, Kupfer usw. folgten auch drastische Engpässe in der Lebensmittelversorgung. Feldpostkarten zu Erinnerung an die Heimat wurden den Soldaten geschickt. Soldaten ließen sich Kriegspostkarten drucken für ihre Angehörigen. Über die in Neustadt zur Arbeit eingesetzten Kriegsgefangenen wurde genauestens Buch geführt, wie Originaldokumente aus dem Stadtarchiv beweisen. „53 Bürgersöhne aus Neustadt und Mauern ließen zur Ehre des Vaterlandes ihr Leben an der Front“, sagt Metzger. Für die Heimkehrer gab es im Februar 1919 eine große Heimkehrerfeier. Einzelne Soldaten ließen sich sogenannte Kriegschroniken drucken, auf denen ihre persönlichen Einheiten und Schlachten aufgeführt wurden. Zur Erinnerung an die Gefallenen wurde 1923 das Kriegerdenkmal errichtet.

Im zweiten Teil der Ausstellung zeigt Sigrid Eberl-Keller die Reise ihres Großvaters von Frankreich bis Bagdad, wo er für das Osmanische Reich gegen die Engländer kämpfte, wie schon mehrmals in unserer Zeitung berichtet wurde.

Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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