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Christen gedenken des Kriegsendes

Gemeinsamer Gottesdienst der beiden großen Kirchengemeinden ist in Neustadt in der Pfarrkirche St. Laurentius am 26. April
Von Jochen Dannenberg

70 Prozent der Neustädter Altstadt wurden wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört.
70 Prozent der Neustädter Altstadt wurden wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Foto: Archiv Metzger

Neustadt. Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Neustadts wollen das Jubiläum des Kriegsendes mit einem ökumenischen Gottesdienst begehen. Das ist das Ergebnis von Überlegungen der Geistlichen beider Pfarrgemeinden, Dr. Michael Murrmann-Kahl und Monsignore Johannes Hofmann, sowie Bürgermeisters Thomas Reimer. Wie der Bürgermeister mitteilte, gehe man davon aus, dass sich mit der gemeinsamen Veranstaltung die Bedeutung des Ereignisses 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges besser würdigen lasse.

Wie Reimer weiter sagte, gehe es bei dem Gottesdienst, der am Sonntag, 26. April, um 17.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius, stattfinden soll, nicht nur darum, an die Ereignisse in Neustadt zu erinnern. Vielmehr sollen das Geschehen auch in Zusammenhang mit aktuellen Fällen von Flucht, Krieg und Vertreibung verknüpft werden. Der Bürgermeister betonte, es könne nicht am 70. Jahrestag des Kriegsendes nicht mehr nur darum gehen, die damaligen Ereignisse zu beleuchten. „Flucht, Vertreibung und Krieg gibt es auch heute an vielen Stellen unserer Welt, ohne dass man dies am eigenen Leib verspürt“, sagte er. „An dem, was vor 70 Jahren in Neustadt und den Ortsteilen passiert ist, kann man nichts ändern“, erläuterte der Bürgermeister im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. Aber man kann versuchen, dieses Geschehen der Jugend unter dem Eindruck der heutigen Ereignisse nahe zu bringen.“ Musikalisch wird der Gottesdienst vom Irnsinger Chor „KaKraMa“ unter Leitung von Johanna Anthofer gestaltet.

Der Gottesdienst in Neustadt findet am 26. April statt. Genau 70 Jahre zuvor war Neustadt zwischen die Fronten geraten. Vom 26. bis 28. April 1945 versuchten deutsche SS-Einheiten, den Donauübergang der Amerikaner zu verhindern. Im im Vorfeld der eigentlichen Kampfhandlungen hatten SS-Einheiten die Donaubrücke gesprengt. Zahlreiche Bürger waren seinerzeit nach Bad Gögging und Ulrain geflüchtet. 28 Zivilisten verloren während der Kämpfe um Neustadt und den Donauübergang ihr Leben. Schließlich gelang den US-Streitkräften der Donauübergang bei Eining.

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