MyMz
Anzeige

Farbenfrohes Spektakel im Sonnenschein

Der Gaudiwurm zog zum 50. Mal durch Neustadt. Die Sonne lachte dazu und viele tausend Narren feierten mit dem Geburtstagszug.
Von Jochen Dannenberg

  • Musik gehört dazu: Mehrere Kapellen begleiteten den Umzug.
  • Mit farbenfrohe Kostümen begeisterten die Bären.
  • Showtruppe: von links Gertraud Reng, Karl Zettl und Ludwig Reng
  • Über 60 Wagen und Fußgruppen nahmen in diesem Jahr am Jubiläums-Faschingszug in Neustadt teil.
  • Originell: Diese jungen Damen kamen als Tortenstücke.
  • „Ernas Gruppe“ nimmt seit vielen Jahren am Faschingszug teil. Heuer hatten sie sich als Scheichs und Haremsdamen verkleidet. Fotos: Dannenberg
  • Auch die Venezianerinnen waren wieder dabei.
  • Kritik an der PFT-Belastung im Grundwasser gab es auch.

Neustadt. Es war ein Jubiläum nach Maß. Die Sonne schien und Tausende Zuschauer erlebten in Neustadt einen Faschingszug, der selten so lang gewesen dürfte wie am Sonntag. Mehr als 60 Wagen und Fußgruppen nahmen daran teil. 1300 aktive Maschkerer sorgten für einen farbenfrohen Zug. Vom Kreisel an der Bahnbrücke bis hinunter zum Volksfestplatz säumten die Besucher den Weg des Faschingszuges, der heuer zum 50. Mal stattfand.

Viele bekannte Gruppen waren wieder dabei, aber auch zahlreiche neue hatten in diesem Jahr den Weg in die Donaustadt gefunden. Zu den bekannten Gruppen gehörten natürlich im Jubiläumsjahr beispielsweise wieder der Burschenverein Schwaig, die DLRG Neustadt, der Trachtenverein Neustadt, die Kolpingjugend Neustadt, die Maibaumfreunde Münchsmünster, Ernas Gruppe aus Neustadt und natürlich die Faschingsgesellschaft Spumantia.

Viele auswärtige Gruppen

Erfreulich, und von Wolfgang Godesar, Moderator des Zuges, immer wieder lobend erwähnt, war auch die Teilnahme von Gruppen aus Neustadts Umgebung. So waren u.a. die Faschingsgesellschaft Siegonia, die Faschingsfreunde Wildenberg, die Feuerwehr Bachl, die Droana Jugend, der TSV Siegenburg und der Kanu-Club Kelheim mit von der Partie.

Angeführt wurde der Zug traditionsgemäß vom Neustädter Prinzenpaar. Ihre Lieblichkeit Karin I. und Seine Tollität Thomas II. fuhren im Cabrio vor. Ihnen folgte der Wagen der Faschingsgesellschaft Spumantia und dann all die Gruppen und Wagen. Eineinhalb Stunden benötigte der Zug, um die rund eineinhalb Kilometer Weg vom Bahnhofsplatz durch die Innenstadt bis zum Volksfestplatz zu schaffen. Mehrere Kapellen begleiteten den Zug, leider wurden sie oft von den lautstarken Musikanlagen auf den Faschingswagen übertönt.

Dennoch war es gerade auch für die jüngeren Besucher des Festzuges ein Erlebnis. Zentnerweise regnete es Bonbons, Popcorn- und Chipstüten sowie Lutscher von den Wagen. Für die älteren Besucher gab es reichlich alkoholische Getränke.

Wenig Kritik

Die Auseinandersetzung mit der Lokal- oder Landespolitik blieb in diesem Jahr aus. Kritik gab es an der Belastung des Grundwassers in Schwaig und Münchsmünster aufgrund des Löschschaumeinsatzes bei Basell vor etlichen Jahren. Asterix und Obelix aus Eining wiesen darauf hin, dass in Eining der Platz ausginge, „drum bauen wir Klein-Eining auf“, was sich zweifellos als Kritik an der geringen Zahl von Bauplätzen in diesem Neustädter Ortsteil verstehen ließ. In Mauern beklagten schließlich Einwohner dieses Ortsteils „gibt‘s koa Wirtshaus mehr, drum muss a Dorfhaus her“.

Ein echter Hingucker waren Gertraud und Ludwig Reng. Der Neustädter Unternehmer, ein Urgestein des hiesigen Faschings, hatte sich dieses Mal als mondäne Dame von Welt verkleidet, seine Gattin kam als Harlekin, Klinikbetreiber und Gastronom Karl Zettl gab den Herrn von Welt.

Im Anschluss an den Zug ging es traditionsgemäß mit der Open Air-Party auf dem Volksfestplatz und den Faschingsfeiern in den Gaststätten und privat weiter. Im Bürgersaal schloss sich die Party der Marchinger Showgirls & Boys an. Währenddessen sorgten die Männer des Bauhofs wieder für Sauberkeit auf den Straßen.

Jubiläum: 50. Faschingszug in Neustadt

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht