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Altstadt

Fontänen sollen am Stadtplatz sprudeln

Innenstadtsanierung: Am Stadtplatz wurden die Platanen für den Biergarten gepflanzt, am Montag wurde der Brunnen aufgebaut.
Von Jochen Dannenberg

Die Bodenplatte des neuen Brunnens am Stadtplatz in Neustadt wurde am Montagvormittag eingehoben. Der Anschluss der Rohre des Brunnens soll in den nächsten Tagen erfolgen.
Die Bodenplatte des neuen Brunnens am Stadtplatz in Neustadt wurde am Montagvormittag eingehoben. Der Anschluss der Rohre des Brunnens soll in den nächsten Tagen erfolgen. Foto: Dannenberg

Neustadt.„Alles neu macht der Mai“, heißt es im Lied des Lehrers, Heimatkundlers und Schriftstellers Hermann Adam von Kamp, das vor allem den älteren Bürgern der Stadt noch bekannt sein dürfte. In Neustadt bedeutet es, dass pünktlich zum ersten Arbeitstag des Wonnemonats der Brunnen am Stadtplatz aufgebaut wurde.

Zahlreiche Neustädter schauten zu, als Männer der Granitwerke Kusser in Aicha vorm Wald mit einem Kranwagen die tonnenschwere Bodenplatte des neuen Brunnens von einem Lkw hoben und auf den Fundamenten, die in den vorigen Wochen montiert wurden, hoben. „Das ist ein besonderer Tag“, freute sich Architektin Petra Schober. Neustadts dritter Bürgermeister Bernhard Rieger meinte: „Ich bin hocherfreut.“

Einstimmiger Beschluss

Der Bau des Brunnens war vom Stadtrat im August vorigen Jahres einstimmig beschlossen worden. Bei dem Brunnen handelt es sich um ein bodenbündiges Fontänenfeld mit zehn ungefähr 1,4 Meter hohen Wasserfontänen handeln. „Die Fontänen sind über eine Zeitschaltuhr auf die von der Stadt vorgegebenen Betriebszeiten zu schalten“, erklärte Neustadts erster Bürgermeister Thomas Reimer. Neben dem Brunnen wurden am Montag zwei Bänke aufgestellt, unter den Bänken werden Lichtleisten montiert. „Die Bänke“, erläuterte Architektin Schober, „sind leicht gewellt und stellen Donauwellen dar.“

Wann der Brunnen das erste Mal in Betrieb geht, steht noch nicht fest. Bis Mittwoch sollen die Rohre des Brunnens ans öffentliche Netz angeschlossen werden. Zumindest in einem Probelauf, betont Petra Schober, habe alles funktioniert.

Mit dem Bau des Brunnens werden sich Autofahrer umstellen müssen, denn die Parkplätze vor dem früheren Rentamt am Stadtplatz sind jetzt verschwunden. Das freut insbesondere die Geschäftstreibenden am Stadtplatz nicht, sie fürchten um ihre Kundschaft.

Im Winter befahrbar

Wer jetzt hofft, dass der flache Brunnen, wenn er im Winter abgeschaltet ist, als Parkplatz dienen könnte, irrt. Zwar ist der Brunnen grundsätzlich im Winter befahrbar, doch das ist nicht vorgesehen. So ist im übrigen auch nicht vorgesehen, dass ein Weihnachtsbaum auf der Brunnenfläche aufgestellt wird.

Bereits am Freitag wurde ein weiterer Bereich des Stadtplatzes fertiggestellt. Gleich neben dem Brunnen wurden Platanen gepflanzt, die im Sommer im neuen Biergarten vor dem Restaurant Phoenix Schatten spenden sollen. Bernhard Rieger verriet dazu: „Die Idee für die Bepflanzung stammt aus dem Kloster Metten.“ Dort habe man einen Biergarten entsprechend angelegt.

Biergarten am Stadtplatz

„Alles neu macht der Mai“, heiß es in dem bekannten Volkslied. Was die Zeile bedeutet, weiß, wer das Lied kennt. „Macht die Seele frisch und frei. Lasst das Haus, kommt hinaus! Windet einen Strauß.“ So gesehen könnte auch ein Besuch der Innenstadt mit dem neuen Brunnen und dem Biergarten am Stadtplatz die Seele erfrischen und befreien.

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Brunnen am Stadtplatz

  • Ausschreibung:

    Drei Firmen waren im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung um ein Angebot für den Brunnen gefragt worden.

  • Günstiger:

    Das günstigere Angebot kam von den Granitwerken Kusser aus Aicha vorm Wald. Sie verlangen 292 470 Euro für den Brunnen, der nächste Bieter hatte 312 608 Euro verlangt. Inklusive Mehrwertsteuer wird die Anlage 348 000 Euro kosten.

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