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Pfarrer an den Marterpfahl gefesselt

Unerwartete Renaissance des Neustädter Frauenbund-Faschings: Zur Feier im Pfarrheim kamen mehr Frauen als in früheren Jahren.
Von Jochen Dannenberg

Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann kam maskiert zum Frauenbund-Fasching. Die Frauen hatten wohl mit männlichen Besuch gerechnet und einen Marterpfahl aufgestellt. Was der Pfarrer versprechen musste, um wieder losgebunden zu werden, ist nicht überliefert.
Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann kam maskiert zum Frauenbund-Fasching. Die Frauen hatten wohl mit männlichen Besuch gerechnet und einen Marterpfahl aufgestellt. Was der Pfarrer versprechen musste, um wieder losgebunden zu werden, ist nicht überliefert. Fotos: Spitzer

Neustadt. Der Fasching geht dem Ende zu. Heute noch und morgen ist‘s vorbei. Was bleibt in Erinnerung? Natürlich die Eindrücke vom Wochenende – das Jubiläum des Faschingszugs, der Stadtfestball, die Open Air-Party am Volksfestplatz und die Sause der Marchinger Showgirls & Boys im Bürgersaal. Und der Faschingsball des Frauenbunds. Der war in diesem Jahr ein echter Hit.

Der Frauenbund-Fasching erlebte in diesem Jahr einen Ansturm wie seit Jahren nicht mehr. Viele junge Frauen – auch aus Mühlhausen und Irnsing – sollen im Pfarrheim gewesen sein, darunter etliche, die nicht dem katholischen Verein angehören. Und bis morgens um 4 Uhr soll im Pfarrheim gefeiert worden sein.

Woran das gelegen hat, ist unklar. Möglicherweise lag es an den Männern. Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann und seine Mitarbeiter im Team der Pfarrei sollen in diesem Jahr eine besonders gut Figur gemacht haben und der Farbe schwarz in ihrem Outfit eine neue Bedeutung gegeben haben, was denn wohl auch am Motto des Frauenbund-Faschings lag. Das lautete heuer nämlich „Der Wilde Westen fängt gleich hinterm Pfarrheim an“.

Für den Pfarrer und seine Mitarbeiter war klar, dass sie als einzig zugelassene männliche Teilnehmer des Frauenbund-Faschings ein wenig ihre Autorität auch bei diesem Fest unter Beweis stellen mussten. So kamen sie als „Mon Cheris“ und verteilten artig kleine tot verpackte Süßigkeiten an die Damen, die an diesem Abend das Sagen hatten.

Darauf kam es jedoch gar nicht an, denn Spaß war angesagt. Dafür sorgten nicht nur Einlagen und Sketche unter anderem von Rosi Treffer, sondern auch die beiden Ordensschwestern Maria Regis und Annette, die seit kurzem im Mesnerhaus neben der Pfarrkirche wohnen. Sie hatten sich über ihr Ordensgewand eine wilde Mischung aus Kleidungsstücken gezogen, mit der sie sicher in jedem Wildwest-Film den Hauptdarstellern die Show gestohlen hätten. Aber auch so gehörten die beiden Ordensschwestern ganz gewiss zu den Stars des Abends.

Monsignore Hofmann fand sich vorübergehend sogar gefesselt am Marterpfahl wieder. Er soll auf wundersame Weise wieder freigekommen sein. Was der Pfarrer versprechen musste, um wieder losgebunden zu werden, ist nicht überliefert. Eine weitere Attraktion der Nacht war schließlich der Auftritt der Garde der Faschingsgesellschaft Cool Dancers aus Pförring.

Leider kann nicht jeden Tag Fasching sein. Beim Katholischen Frauenbund in Neustadt geht es in Kürze mit diesen Veranstaltungen weiter: Der diesjährige ökumenische Weltgebetstag der Frauen findet am ersten Freitag im März, 6. März, statt. Um 18 Uhr feiern die Frauen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, anschließend treffen sich die Frauen im Pfarrheim. Am Mittwoch, 18. März, fahren die Frauen zum Einkehrtag in das Kloster Weltenburg. Die Provinzoberin der Schwestern vom Heiligen Kreuz, Schwester Chiara, wird die Frauen geistlich durch diesen Tag begleiten. Anmelden können sich die Frauen im Pfarrbüro der Pfarrei St. Laurentius, Tel. (0 94 45) 95600. Der Bus fährt übrigens bis zum Kloster.

Frauenbund-Fasching Neustadt

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