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Helau

Prinzenpaare gaben sich ein Stelldichein

Das Treffen der gekrönten Häupter in Bad Gögging hat Tradition. Eingeladen hatte auch heuer wieder der Kreisverband der CSU.
Von Evi Schmidl

Luisa I. und Lukas III. vom MDA Faschingsverein Meihern gefällt sichtlich das Bühnenprogramm.
Luisa I. und Lukas III. vom MDA Faschingsverein Meihern gefällt sichtlich das Bühnenprogramm. Foto: Schmidl

Bad Gögging.Vor 13 Jahren kamen die gekrönten Faschingshäupter zum ersten Mal auf Einladung der Kreis-CSU ins Kurörtlein. Nicht abends, sondern am Vormittag, zum Frühstücken. Klar, Moderation, Musik und Auftritte gehören dazu.

Mit „Wolfgang leg no a Scheim auf, mia ham no zwoa Minuten bis 10.10 Uhr“ beginnt MdL Martin Neumeyer die offizielle Moderation. Kurchefin Astrid Rundler macht es sich bequem. Für die „Föderation Europäischer Narren“ und als „Chef“ vom Kurhaus fungiert Karl Fischer. Neben dem Auftrittszettel hat er auch noch das Geschehen ringsum fest in der Hand. Prinzenpaare aus „Regensburg und no weider her“, sagt Neumeyer, warten im Gang auf den großen Einmarsch. Alle werden vorgestellt. Nach dem obligatorischen Foto gibt’s Prinzenrolle, Schaumküsse, Handtücher und Sekt. Natürlich den Alkohol nur für die „Großen“.

Ein vielstimmes Helau!

MdB Florian Oßner schaut sich um, Bad Gögging kriegt ein vielstimmiges „Helau!!!“. Das freut Karl Zettl, die graue Eminenz im Neustädter Vorort. Kinderprinz Lukas III. aus Deising ist sicher „viel hab ich im Fasching noch nicht arbeiten müssen“. Prinzessin Luisa an seiner Seite erzählt begeistert von ihrem Tanz mit „Donikkl“. Viele Bussis habe sie schon bekommen und „ein bissl sind meine Schulkameraden schon neidisch, weil ich Prinzessin bin“, sagt sie noch schnell. Die Frau Mama ist froh, weil sich der Fasching dem Ende entgegen neigt und meint: „In 15 Jahren kann die Luisa no moi Prinzessin sein, dann brauch ich mich nicht mehr so zu kümmern“.

Prinzessin Julia I. aus Altmannsein gibt zu: „Ich wollt immer schon Prinzessin sein“. Heuer habe es grad gepasst, denn ihr guter Bekannter Peter stellte sich als Prinz zur Verfügung. „Am Anfang war die Aufregung groß“, erzählt sie. Viele Stunden Training „und dann ist alles so schnell vorbei“, sagt die „Majestät“ auf Zeit bedauernd. Jenni tanzt seit acht Jahren mit der „Narrhalla Mainburg“. „Ich fühl mich wohl in der Gruppe“, gibt sie Auskunft. Auch an ihre Zeit als Kinderprinzessin erinnert sie sich gerne. „Sicherlich mag ich auch mal ’große‘ Prinzessin sein“.

Auf der Bühne geht das Programm in die nächste Runde. Miraella und Chesario, das Kinderprinzenpaar der Ballettschule Hoffmann, hat sich inzwischen mit anderen kleinen Faschings-Hoheiten angefreundet. Auf dem Boden sitzend warten sie gemeinsam, bis sie dran sind. Derweilen zeigen sie sich gegenseitig die Orden, tauschen manch Erlebnis aus. Daniela I. und Stefan II. aus Abensberg freuen sich, „weil wir noch einen Faschingszug vor uns haben“. Aber „schöner wie beim Inthronisationsball wird das bestimmt nicht“. Hannes fungiert als Hofnarr der Kindergarde Attenhofen. „Sonst tanz ich in der Garde“, gibt er Auskunft. Weil er aber unbedingt beim Prinzenpaar-Frühstück dabei sein wollte, sei er eben in diese Rolle geschlüpft.

Engelchen und Teufelchen

Die drei Tanzmariechen der „Babonia“ bieten im Programm „Engelchen und Teufelchen“ eine wirklich reife Leistung. Funkenmariechen Sophia aus Aiglsbach steht dem in nichts nach. „Stark, dass es Menschen gibt wie euch, die den Fasching bei uns lebendig halten“, lobt Neumeyer die Mitmacher vor und hinter den Kulissen. Applaus gibt es reichlich und, ganz klar, für jede Gesellschaft ureigensten Schlachtruf. „Besenbinder“ tönts grad von der Bühne und die Antwort „Reisigschinder“ kommt aus dem Saal zurück. Mit einem Showteil beendet das „Faschingskomitee Denkendorf“ den gelungenen Vormittag.

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