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Starkregen

Reimer ruft die Bürger zur Vorsorge auf

Starkregen sind seit Jahren ein Problem in Neustadt. Bernhard Rieger sieht erste Erfolge im Kampf gegen die Unwetter.
Von Jochen Dannenberg

So schoss das Wasser Ende Mai durch Mühlhausen.
So schoss das Wasser Ende Mai durch Mühlhausen. Foto: Neitzert

Neustadt.Erst waren es die Donauhochwasser, die den Neustädtern jahrhundertelang das Leben schwer machten. Inzwischen sind neue Deiche und Polder gebaut, doch Ruhe kehrt deshalb im Kampf gegen das Wasser im Stadtgebiet nicht ein. Im Gegenteil. Jetzt kommt das Wasser nicht mehr vom Fluss sondern über die Felder.

Der Starkregen vor fast drei Wochen hat es gezeigt: Auch in höheren Lagen des Neustädter Stadtgebiets, deren Bewohner sich bisher sicher wähnten vor Hochwassern, können Keller volllaufen. „Durch das Unwetter waren Teile der Stadt Neustadt betroffen“, erinnerte Erster Bürgermeister Thomas Reimer unlängst im Stadtrat. „In Hienheim, Mühlhausen und in Neustadt Süd wurden Keller und stellenweise auch Wohnungen – im Keller und im Erdgeschoss – überschwemmt.“

Reimer geht davon aus, dass 30 bis 40 Geschädigte im Stadtbereich Anspruch auf Ersatzleistungen haben. In der Sitzung des Neustädter Stadtrats betonte der Bürgermeister: „Unsere Maßnahmen, die wir bisher zum Schutz der Bürger getroffen haben, greifen. Aber die Kapazitäten sind begrenzt. Es kann und muss deshalb auch im privaten Bereich Vorsorge getroffen werden.“

Vorsorge seitens der Kommune scheint nur begrenzt möglich sein. Zwar waren zum Beispiel in Hienheim auf Drängen der Stadt Regenrückhaltebecken gebaut worden, doch waren die bei dem Starkregen Ende Mai sofort gefüllt gewesen, weshalb sich das Wasser einen anderen Weg suchte. Dennoch fragte Thomas Memmel (CSU), ob denn in Neustadt Süd größere Kanäle eine Lösung sein könnten.

Thomas Reimer antwortete, dass Planungen bestünden, um hier den Stauraum zu erweitern. Außerdem solle verhindert werden, dass Regenwasser in die Kanäle fließt.

Markus Kronauer (Tiefbauamt) ergänzte, dass er auf Verbesserungsvorschläge der Firma Umwelt Tiefbau Energie (UTE) aus Regensburg warte. Sie wurde von der Stadt damit beauftragt, das Kanalsystem in Neustadt zu untersuchen, um eine Sanierung vorzubereiten. verschickt werden.

Anlass für den Einsatz von UTE waren die Starkregen im Jahr 2011. Damals waren Dutzende Keller in der Großgemeinde vollgelaufen. Bei den Regenfällen hatte sich das Wasser auf die Straßen zurückgestaut. Bis zu 40 Liter Regenwasser pro Quadratmeter waren 2011 in kurzer Zeit niedergegangen.

Eine der Ursachen für die Schäden war seinerzeit ein schadhafter Kanal gewesen. Der Schaden war inzwischen behoben worden. Im Anschluss an die Überschwemmungen waren die Fachleute auch zu privaten Hausbesitzern geschickt worden, um vor Ort Schutzmöglichkeiten zu prüfen.

Dritter Bürgermeister Bernhard Rieger (SPD) stellte fest: „Wir hatten dieses Mal wesentlich weiniger Schäden.“ FW-Stadtrat Karl Zettl regte deshalb an, dass man eine Liste der Schäden und Schwachstellen erstellen und diese zügig abarbeiten solle.

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