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Soziales

Schülerinnen bereiteten Leckerbissen zu

Sechs Mädchen haben für die Projektprüfung an der Anton-Balster-Mittelschule gekocht. Köchin will keine von ihnen werden.
Von Margot Kirzinger

Stolz präsentieren die Mädchen einer 10. Klasse einige ihrer selbst gewählten Gerichte fürs Prüfungsessen. Foto: Margot Kirzinger
Stolz präsentieren die Mädchen einer 10. Klasse einige ihrer selbst gewählten Gerichte fürs Prüfungsessen. Foto: Margot Kirzinger

Neustadt.Beim diesjährigen Prüfungsessen im Rahmen der Projektprüfung im Fach „Soziales“ der Anton-Balster-Mittelschule glänzten die Prüflinge wieder mit zahlreichen kulinarischen Leckerbissen. Was sechs Mädchen einer zehnten Klasse (es gibt dieses Jahr zwei 10. Klassen) unter der Aufsicht von Lehrerin Petra Geretshauser kreiert hatten, ließ den geladenen Gästen das Wasser im Munde zusammenlaufen. 150 Minuten hatten die Mädchen Zeit, um am Herd Vorspeisen, Salate, Hauptgerichte und Desserts zu zaubern, die sie schließlich an einem frühlingshaft dekorierten Buffet anrichteten.

Unter dem Motto „Kräuterküche“ standen unter anderem eine „Kräutercremesuppe“ und „Bruschetta mit Kräutern“ als Entrée auf dem Speiseplan, gefolgt von „Spargelpasta in Weißweinsoße“, „vegetarischer Nudelpfanne“, gefüllten „Kräuterpfannkuchen“ und „Fischfrikadellen“. Der „italienische Kartoffelstampf“ und das „Hähnchengeschnetzelte mit Reis“ war für die Gäste ein kulinarischer Hochgenuss. Aber auch den leckeren Desserts konnte keiner widerstehen. „Schoko-Nougat-Muffins“, „Apfelcremeschnitten“, „Erdbeertiramisu“ und „gebackene Kokosäpfel“, einfach köstlich.

Maibowle: Ein wunderbarer Durstlöscher

Das „Wassermelonenkörbchen“ war eine Augenweide und die „Maibowle“ ein wunderbarer Durstlöscher. Rektor Harald Wintersberger ist sehr stolz auf seine Prüflinge. „Es ist wirklich toll, dass die Schüler immer so gut kochen, dass man Freunde der Schule ohne jegliche Bedenken zum Testessen einladen kann“, sagt Wintersberger mit einem Lächeln. Zum Prüfungsessen lade er immer gerne Partner der Schule aus Wirtschaft, Politik und Industrie ein, welche die Schule unterstützen. Da könne man auch ein bisschen etwas zurückgeben.

„Es ist wirklich toll, dass die Schüler immer so gut kochen, dass man Freunde der Schule ohne jegliche Bedenken zum Testessen einladen kann“

Harald Wintersberger, Rektor

Für die Prüflinge galt es aber nicht nur, etwas Leckeres zu kochen, sondern auch die anfallenden Arbeiten zu strukturieren, den zeitlichen Ablauf festzulegen, einen Organisationsplan zu erstellen, die Arbeiten zu verteilen und alles zu dokumentieren. Das Erstellen einer Projektmappe mit lückenlosen Quellenangaben und eine Präsentation von Projektabläufen und Arbeitsergebnissen gehören zur Prüfung dazu. Die benötigten Lebensmittel mussten eigenständig besorgt und eine Kostenrechnung erstellt werden.

Das Thema der diesjährigen Projektprüfung war „Plastic Planet“. Plastik ist überall. 2050 soll es laut einer Studie mehr Plastikmüll im Meer geben als Fische. „Wir haben unsere Prüflinge in Supermärkte geschickt mit dem Gedanken, so viel Plastik wie möglich beim Einkauf zu sparen und gleichzeitig zu sehen, dass unverpackte Ware nicht zwangsläufig teurer ist“, so Geretshauser.

„Wir haben unsere Prüflinge in Supermärkte geschickt mit dem Gedanken, so viel Plastik wie möglich beim Einkauf zu sparen“

Petra Geretshauser, Lehrerin

Plastik sei zwar sehr haltbar und preisgünstig, aber auch mittlerweile verantwortlich für ein globales Umweltproblem. Schon beim Einkaufen Plastik vermeiden, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Mädchen hätten das auch richtig gut hinbekommen. „Überhaupt seien alle immer sehr leistungsbereit, fleißig und engagiert gewesen“, sagt Geretshauser mit nicht zu übersehendem Stolz. Und wenn in der Schulküche etwas nicht vorhanden war, was sie gerade für ein neues Gericht brauchten, haben sie es sogar von zu Hause mitgenommen.

Kochen nicht nur für die Schule

Für die Mädchen ist „Kochen und Essen einfach etwas Tolles“. In der 7. Klasse hatten sie „Soziales“ bereits als Pflichtfach. „Das hat uns so gut gefallen, dass wir das Fach unbedingt weiterbelegen wollten“, sagen alle einstimmig.

Sie kochen aber nicht nur in der Schule, sondern auch leidenschaftlich gerne zu Hause. „Köchin“ möchte aber dennoch keine werden. Steffi Deiner verwöhnt ihre Familie mindestens einmal pro Woche mit einem leckeren Gericht. Sie selbst ist zwar Vegetarierin, aber ein Steak für die anderen zu brutzeln sei kein Problem. Auch in der Schule würde jeder die Essgewohnheiten des anderen respektieren. Alle waren überwältigt und voll des Lobes über die Prüfungskandidaten, die mit Wissen, Können, Freundlichkeit und Charme mit ihren leckeren Gerichten überzeugten.

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