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Sommerferien

So viel Ferien-Programm wie noch nie

Nur noch drei Wochen, dann beginnen die „großen Ferien“: In Neustadt hat man sich dafür was einfallen lassen.
Von Jochen Dannenberg

Die Aktionen beim Ferienprogramm sind vielfältig. Bei der Spielwoche gehörte voriges Jahr auch eine Rutschbahn dazu. Foto: Dannenberg
Die Aktionen beim Ferienprogramm sind vielfältig. Bei der Spielwoche gehörte voriges Jahr auch eine Rutschbahn dazu. Foto: Dannenberg

Neustadt.Bald ist es geschafft, die Sommerferien beginnen und damit die schönsten Wochen des Jahres – zumindest für Kinder und Jugendliche, die noch zur Schule gehen. Damit die unterrichtsfreie Zeit nicht womöglich doch nach einigen Tagen in Langeweile mündet, gibt es in diesem Jahr wieder ein Programm der Stadt Neustadt für die Sommerferien. Es ist so umfangreich wie seit Jahren nicht.

42 Angebote enthält das Heft, das bedeutet, dass bei sechs Wochen Sommerferien – rein statistisch gesehen – in Neustadt was geboten ist. Erstellt wurde das Programm auch in diesem Jahr von Annita Eisenschenk, Sekretärin von Bürgermeister Thomas Reimer. Sie kümmert sich schon seit 17 Jahren um die Feriengestaltung in der Großgemeinde. Der Bürgermeister lobt deshalb: „Annita Eisenschenk hat mit viel Liebe das Ferienprogramm für die Kinder dieser Stadt erstellt.“

Erstmals 2002 durchgeführt

Ein Klassiker der Spielwoche, die der Auftakt der Ferienaktion ist, ist der Bau der Bretterbudenstadt. Foto: Dannenberg
Ein Klassiker der Spielwoche, die der Auftakt der Ferienaktion ist, ist der Bau der Bretterbudenstadt. Foto: Dannenberg

Das Ferienprogramm gehört in Neustadt zum Sommer wie Schulzeugnisse und Baden im Baggersee. Dabei gibt es das Ferienprogramm noch gar nicht so lange. 2002 wurde es zum ersten Mal durchgeführt. „Ganze acht Veranstaltungen hatten wir damals“, sagt Annita Eisenschenk. Einige Veranstaltungen wurden zu Klassikern – beispielsweise die Spielwoche im Anton-Treffer-Stadion und die Fossiliensuche im Hienheimer Steinbruch. „Die Leute waren dankbar und begeistert“, erinnert sich die Sekretärin des Bürgermeisters an den Anfang.

Ein Selbstläufer ist die Einrichtung trotzdem bis heute nicht. Jedes Jahr muss Annita Eisenschenk aufs Neue nach Unterstützern suchen, die sich freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen, um Kindern ein paar unterhaltsame Stunden zu bereiten.

Neue Angebote

Meist sendet die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung deshalb schon mehrere Monate vor den Ferien Briefe an die bisherigen Mitstreiter in der Hoffnung, dass sie auch in diesem Jahr wieder mitmachen. Wer bei dieser „Erinnerungsaktion“ nicht antwortet, wird von der Sekretärin des Bürgermeisters noch einmal persönlich angerufen. Meist steht anschließend das Ferienprogramm zumindest in den Grundzügen fest. Umso erfreuter ist Annita Eisenschenk, wenn es neben den bekannten auch neue Angebote gibt. So wurde das Programm u.a. durch „Spiel und Spaß im Freibad“, „Auf der grünen Wiese“, „Fahrradtour rund um Bad Gögging“, „Video Clip Dancing“ und einen Basketballvormittag bereichert. Ein Teil der Angebote stammt übrigens von der Volkshochschule Neustadt.

Bei der Spielwoche wird auch gebastelt. Foto: Dannenberg
Bei der Spielwoche wird auch gebastelt. Foto: Dannenberg

„Wir haben etliche neue Angebote“, stellt Annita Eisenschenk fest. „Es ist ein Programm entstanden, das für jeden etwas bietet.“ Dass nicht jedes Jahr ein komplett neues Programm entsteht, sieht die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung nicht als Problem. Daneben, sagt Annita Eisenschenk, gebe es einen Wandel im Programm, weil nicht alle Aktionen in jedem Jahr angeboten werden.

Spielwoche

  • Start

    Zu Beginn der Ferien findet vom 29. Juli bis 2. August wieder die Spielwoche im Anton-Treffer-Stadion statt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr.

  • Eintritt:

    Teilnehmen können Kinder ab sechs Jahren. Der Eintritt kostet 3,50 Euro pro Tag. Im Preis enthalten sind das Mittagessen und die Getränke.

Dazu kommt, dass es zwar Familien gebe, die seit Jahren Angebote des Ferienprogramms buchen würden, aber es gebe zugleich einen Wechsel bei der Kundschaft. „Es kommen immer wieder neue Kinder nach“, weiß Annita Eisenschenk. „Deshalb ist es nicht so tragisch, wenn man Aktionen beibehält.“ Neue Aktionen seien vor allem für die „Stammkunden“ wichtig.

Auch Abmelden ist wichtig

Das Ferienprogramm wendet sich übrigens auch in diesem Jahr wieder vor allem an Kinder, die die Grundschule besuchen, wie ein Blick ins aktuelle Programmheft zeigt, das im Rathausfoyer zur Mitnahme ausliegt.

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In die Steinzeit

Für die Angebote, sagt die Sekretärin des Bürgermeisters, gibt es eine Liste. Auf der sind nicht nur die angemeldeten Kinder notiert, sondern auch die Namen der Kinder, die nachrücken können, wenn ein Platz frei wird. Darum hat Neustadts oberste Ferienorganisatorin eine Bitte an die Eltern der Kinder: „Wenn ein Kind – aus welchen Gründen auch immer – nicht kommt, bitte anrufen und das mitteilen. Wir können dann an Hand der Wartelisten einem anderen Kind den Platz geben.“ Das, sagt Annita Eisenschenk, sei ihr das „Allerallerwichtigste“. Niemand soll benachteiligt werden.

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