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Eiffizient

Weltrekord bei Audi in Neustadt

Das Team „TUfast Eco“ schafft auf dem Audi-Prüfgelände einen Verbrauch von einem Liter Superbenzin auf 10000 Kilometer.
Von Jochen Dannenberg

Die Helden der Teststrecke: Das „TUfast Eco Team“ hat mit einem selbst konstruierten E-Rennwagen eine neue Effizienz-Bestmarke erreicht. Die jungen Motorsportler verbrauchten auf einer Distanz von 100 Kilometern nur 81,16 Wattstunden Strom. Bei einem Liter Superbenzin würde das einer Distanz von rund 11 000 Kilometern entsprechen.
Die Helden der Teststrecke: Das „TUfast Eco Team“ hat mit einem selbst konstruierten E-Rennwagen eine neue Effizienz-Bestmarke erreicht. Die jungen Motorsportler verbrauchten auf einer Distanz von 100 Kilometern nur 81,16 Wattstunden Strom. Bei einem Liter Superbenzin würde das einer Distanz von rund 11 000 Kilometern entsprechen. Foto: Schnellhardt

Neustadt. Weltrekord bei Audi: Studenten des „TUfast Eco Teams“ der Technischen Universität München haben auf dem Prüfgelände des Automobilherstellers im Ortsteil Schwaig mit einem selbst konstruierten E-Rennwagen eine neue Effizienz-Bestmarke erreicht. Die jungen Motorsportler verbrauchten auf einer Distanz von 100 Kilometern nur 81,16 Wattstunden Strom. „Bei einem Liter Superbenzin würde das einer Distanz von rund 11000 Kilometern entsprechen“, teilt Audi dazu in einer Presseerklärung mit.

Damit übertraf das „TUfast Eco Team“ den bisherigen Effizienz-Weltrekord der Technischen Hochschule Zürich aus dem Jahr 2005. Direkt nach dem Rennen erhielt der Rennwagen der Münchener von Guinness World Records den Titel „Most efficient electric vehicle“.

„Wir sind überglücklich und stolz, diesen Erfolg mit Audi zu teilen“, sagt Lisa Kugler, Projektleiterin des „TUfast Eco Teams“. „Seit einem Jahr bereiten wir den Rekordversuch vor. Auf dem Audi-Prüfgelände haben wir ideale Bedingungen gefunden, um unsere effiziente Technik auf die Straße zu bringen.“ Den Weltrekord erkämpften sich die Studenten mit viel Fachwissen, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Ihr E Rennwagen überzeugte im Härtetest durch seine konsequente Leichtbauweise, eine effiziente Motorregelung und die stromlinienförmige Karosserie.

Audi unterstützt die Nachwuchsingenieure des TUfast e.V. bereits seit vielen Jahren. Neben dem „TUfast Eco Team“ gehen die Münchener mit zwei weiteren Mannschaften bei der Formula Student an den Start - mit jeweils einem Team in der Kategorie Verbrennungsmotor und in der Kategorie Elektromotor. Die Formula Student Germany, die als einer der wichtigsten Events im internationalen Konstrukteurswettbewerb gilt, startet in rund vier Wochen am Hockenheimring. Hier engagiert sich Audi seit 2007 und ist mit Experten des Unternehmens sowie mit einem Stand des Personalmarketings vor Ort. „Pioniergeist und Mut zu Neuem gehören zu unseren Audi-Genen. Wir wollen Türen öffnen und fordern die jungen Tüftler auf, aus ihren Visionen Vorsprung zu machen. Im Fall des ’TUfast Eco Teams‘ hat das zu einem neuen Weltrekord geführt“, sagt Tobias Becker, Talent Relationship Manager bei Audi. „Schön, dass wir den Effizienz-Weltrekord aus der Schweiz nun nach Bayern holen konnten.“

Um Geschwindigkeit ging es übrigens bei dem Rekord nicht. Die war sogar vorher eingestellt worden – 26 km/h. Am Steuer des Fahrzeugs, das mit der Formulierung „rollende Zigarre“ nicht hinreichend bezüglich seiner niedrigen Bauhöhe beschrieben ist, lag – weil sitzen nicht möglich war – die Projektleiterin des „TUfast Eco Teams“. Ihr war das Fahrzeug gewissermaßen auf den Leib geschneidert. Jedes überflüssige Gewicht musste eingespart werden. Das Fahrzeug wiegt kaum mehr als 20 Kilogramm, dazu kamen noch die 50 Kilogramm von Lisa Kugler.

Bei der Rekordfahrt auf dem Prüfgelände in Schwaig lag die 26-jährige Lisa Kugler auf dem Rücken, den Hals nach oben geknickt, damit sie zwischen den Beinen nach vorne sehen kann. Wichtiger als die Geschwindigkeit war bei der Rekordfahrt möglichst ohne Schlenker zu fahren. Um Strom zu sparen wurde außerdem kurz vor dem Ziel der Motor ausgeschaltet, damit das Fahrzeug gänzlich ohne Stromverbrauch ins Ziel rollen konnte.

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1,4 Millionen Kilometer

  • Test:

    Rund 1,4 Millionen Kilometer: Audi hat beim Schaufenster Elektromobilität weitreichende Erfahrungen gesammelt. Im vierjährigen Förderprogramm von Bundesregierung und Automobilindustrie engagierte sich die Marke mit 80 Audi A1 e-tron-Prototypen und 40 serienmäßigen Audi A3 Sportback e-tron*.

  • Bilanz:

    Beim Audi A1 e-tron, einem Prototypen-Elektroauto mit Range Extender, lag der Anteil, den die Versuchsteilnehmer rein elektrisch zurücklegten, bei 87 Prozent. In der zweiten Welle des Förderprogramms waren die Probanden in den 40 Audi A3 Sportback e-tron im Schnitt zu rund 70 Prozent im Elektro-Betrieb unterwegs.

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