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Bildung

150 Millionen Jahre Geschichte erlebt

Besuch beim Paintner Riesenkrokodil. Eine Kelheimer FOS-Klasse machte sich auf einen Kurztrip in die hiesige Vergangenheit.

Die gesamte Klasse FS 13 hat Platz vor dem Paintner Riesenkrokodil.
Die gesamte Klasse FS 13 hat Platz vor dem Paintner Riesenkrokodil. Foto: Schule

Painten.Wenn das Thema Evolution und Entwicklung des Lebens auf dem Lehrplan steht, muss man als Kelheimer FOS-Klasse nicht weit fahren, um einen eindrucksvollen Einblick in vergangene Zeiten zu erhalten.

Der Biologie-Unterricht der FOS S13 vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Kelheim unter der Leitung von Christine Linhard fand aus diesem Grund vergangenen Freitag im Paintner Kalkwerk statt, teilt die Schule mit. Nach der Begrüßung durch die Chefsekretärin Brigitte Weininger im Eingangsfoyer konnte der Kurztrip in die Vergangenheit auch schon beginnen: Sie stellte den wissbegierigen Schülerinnen und Schülern zunächst die Hintergründe zu den Fossilfunden im Bereich der Firma Rygol vor. Größte Attraktion war natürlich das im Original dort ausgestellte Skelett eines Dakosaurus („beißende Echse“), des bisher größten fossilen Meereskrokodils, das jemals im oberen Jura gefunden wurde.

Das „Riesenkrokodil von Painten“ stellt einen der bedeutendsten Fossilfunde Deutschlands dar. Es lebte vor ca. 150 Millionen Jahren, zur Zeit des Jura. Painten war damals eine Meereslagune, auf dessen Grund sich Schlick und Sediment ablagerte, der zu dem Kalkstein wurde, der nun im Steinbruch des Kalkwerkes Rygol abgebaut wird. Das beeindruckende Fossil wurde 2011 von dem Paläontologen Wolfgang Häckel gefunden und war zu sensationellen 90 Prozent erhalten. Lediglich die Zähne und der Schwanz mussten ergänzt werden.

Aufgrund seiner unglaublichen Größe wurde der Dakosaurus in mehreren Stücken aufwendig geborgen und in über 1000 Arbeitsstunden durch Spezialisten vom auflagernden, harten Gestein befreit und präpariert. Nach erfolgreicher Präparation wurde er mit einem speziellen Kran in den Vorraum der Firma Rygol gehoben. „So konnte unsere Klasse heute diesen beeindruckenden Fund am Originalfundplatz besuchen. Wir waren beeindruckt und freuten uns über diese Gelegenheit und darüber, dass sich Brigitte Weininger für uns und unsere Fragen viel Zeit nahm“, so das Fazit der Schülerin Lisa Huber.

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