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Samstag, 26. Mai 2018 28° 2

Wahrzeichen

Freier Blick auf die Rosenburg

Die Gerüste vor der Riedenburger Sehenswürdigkeit sind verschwunden. Die 4,3 Millionen Euro teure Sanierung dauert aber noch bis 2018.

Die Rosenburg. Foto: Dr. Satzl

Riedenburg.Die weithin sichtbaren Baumaßnahmen an der Rosenburg bei Riedenburg sind fertiggestellt, die Gerüste abgebaut.

„Der herrliche Blick auf die Rosenburg bei Riedenburg ist wieder ungetrübt möglich. Die Baumaßnahmen, die das weithin sichtbare Gerüst erforderten, sind abgeschlossen“, das teilte Finanzminister Dr. Markus Söder am Montag in einer Pressemitteilung mit. Die Bauarbeiten an den Burgmauern gehen noch weiter.

Die Kosten der Sanierungsmaßnahmen belaufen sich laut Ministerium auf rund 4,3 Millionen Euro. Die restliche Generalsanierung wird voraussichtlich noch bis 2018 andauern.

„Mit der großen Restaurierung bringen wir das Wahrzeichen Riedenburgs wieder auf Vordermann! Wir stehen zu unseren Kulturstätten und stärken mit der Restaurierung auch den Naturpark Altmühltal sowie die gesamte Tourismusregion. Das ist die erste große Baumaßnahme an der Rosenburg seit mehr als 20 Jahren“, betonte Söder.

Zu Beginn des Jahres 2013 begannen die sichtbaren Sanierungsarbeiten. In exponierter, schwieriger Lage musste ein Gerüst um die Burg herum bis hinauf zu den Dächern errichtet werden. Damit war kein freier Blick auf die Burganlage mehr möglich.

Nicht unterbrochen wurde dabei der Betrieb des Falkenhofs. Die umfangreichen Arbeiten betrafen im Schwerpunkt die Dächer und die angrenzenden Fassadenbereiche sowie die Burgmauern.

„Die Dachtragwerke stammen teilweise noch aus dem Jahr 1613 und wiesen gravierende Schäden auf“, stellte Söder fest. „Hier war es höchste Zeit, die insgesamt fünf Dachstühle fachmännisch instand zu setzen.“

Daneben werde durch die Umgestaltung der Freiflächen die Barrierefreiheit wesentlich verbessert. Im Rahmen des nach dem Denkmalschutzrecht Möglichen sollen zudem Energieeinsparungspotenziale, wie zum Beispiel durch Dämmung der Decken genutzt werden, so Söder.

Die wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaute Rosenburg gelangte 1196 an Herzog Ludwig I. von Bayern und blieb fortan im Besitz des Hauses Wittelsbach.

Die ausgedehnte Anlage ist im Kern romanisch. Nach späteren Umbauten in den Jahren 1556 bis 1560 wird das heutige Erscheinungsbild durch die im Stil der süddeutschen Renaissance errichteten Wohngebäude mit Treppengiebeln geprägt.

Die Burg wird durch einen privat betriebenen Falkenhof mit Jagd- und Falknereimuseum genutzt. Im Burghof finden Freiflugvorführungen mit Greifvögeln statt.

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