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Volksfest

Bierzeltvolk regelt Natalies Nachfolge

Am Freitagabend entscheidet sich , wer die nächste Dreiburgenkönigin in Riedenburg wird. Was sie erwartet, wissen die Kandidatinnen schon.
Von Petra Kolbinger

  • Die amtierende Dreiburgenkönigin Natalie Breitmoser (mit Jeans-Jacke) stellte ihre potenziellen Nachfolgerinnen vor: von links Jennifer Wolz, Jasmin Girtner,und Marina Brunner. Foto: Kolbinger
  • Jasmin Girtner aus Frauenberghausen Foto: Kolbinger
  • Jennifer Wolz aus Harlanden Foto: Kolbinger
  • Marina Brunner aus Harlanden Foto: Kolbinger

Riedenburg.Nach bisher 42 Auftritten und über 5300 gefahrenen Kilometern, neigt sich für die amtierende Dreiburgenkönigin Natalie Breitmoser, ein ereignisreiches Jahr unaufhaltsam seinem Ende zu. „Ich freue mich einerseits darauf, wieder mehr mit meinen Freunden unternehmen zu können und mehr Freizeit zu haben, aber andererseits habe ich viele neue Freundschaften geschlossen und Bekannte gewonnen, die ich dann vielleicht nicht mehr so regelmäßig sehen werde. Ihre Majestät lächelt und schiebt nach, dass zum Glück in Meihern, ihrem Heimatort, in Deising und Altmühlmünster -–kurz: im Besenbinderreich – die Faschingsvorbereitungen beginnen und sie selbst wie jedes Jahr in der Garde tanzen wird.

„Auf jeden Fall war das aber ein tolles Jahr, das ich nicht missen möchte!“ stellte sie am Mittwochabend im romantischen Hexenturm der Fasslwirtschaft vor versammelter Runde fest und gab ihren potenziellen Nachfolgerinnen den dringenden Rat, alles mit zu machen und möglichst viele Termine wahr zu nehmen.

Rekordverdächtiger Abschied

Noch vieles zu organisieren. Einen standesgemäßen Abschied mit umfangreichem Ausflugsprogramm, der den ganzen Freitag andauert, zum Beispiel. Mit 30 Fest- und Produktköniginnen, steht Nicole I. ein rekordverdächtiges Abschiedskomitte ins Haus.

Mit Nicole I. saßen am Mittwoch Christian Kunz, seines Zeichens Volksfestbeauftragter der Stadt Riedenburg, Volksfestmoderator Florian Schöberl und die aktuellen Bewerberinnen um das Amt der Dreiburgenkönigin am Tisch. Rund 120 junge Frauen aus der Großgemeinde im Alter von 16 bis 20 Jahren seien von der Stadt angeschrieben und eingeladen worden, zu kandidieren, berichtete Kunz. Drei von ihnen haben schließlich all’ ihren Mut zusammen genommen – und sich beworben. Alle drei kandidieren heuer zum ersten Mal; zwei sind in festen Händen. Nur eine ist derzeit noch Single. Welche das ist, wird natürlich nicht verraten. Charmant sind alle drei und waschechte Riedenburgerinnen obendrein. Die Volksfestbesucher haben heute Abend die Qual der Wahl.

Für die Glückliche, die bei der Wahl die meisten Stimmen auf sich vereinigt und die Nachfolge antreten wird, hatte Natalie ein paar gute Tipps parat. „Man kommt am Freitag spät, wahrscheinlich aber eher am Samstagfrüh ins Bett. Um 9 Uhr machen die Geschäfte auf und dann geht’s ziemlich übermüdet und unter Zeitdruck zum Dirndlkauf, weil am Nachmittag gleich der Anstoß des Fußballspiels und die Begrüßung der Schafkopfer anstehen!“, warnt die erfahrene Regentin.

Die Sache mit dem Dirndl

„Macht euch vorher schon Gedanken, wie das ausschauen soll. Mir war wichtig, dass es eher sportlich ist, man alles damit machen kann und dass das Dirndl farblich mit der in den Stadtfarben rot und gelb gehaltenen Schärpe passt. Ein kurzes Dirndl fand ich zu wenig repräsentativ; ein langes zu unpraktisch und zu warm. Blieb also ein dreiviertellanges. Ein Zweitdirndl wäre auch praktisch. Wobei: Nach dem Jahr könnt ihr kein Dirndl mehr sehen!“ – sagt’s mit einem schelmischen Grinsen und gesteht dann mit ernster Miene, dass sie mittlerweile sogar damit liebäugelt, sich demnächst gemeinsam mit ihrer Mama ein Dirndl maßzuschneidern. „Und zwei paar Schuhe sind gut!“ rät Nicole I. zu flachen Ballerinas den Tag über und einem Paar mit moderatem Absatz für Abendtermine. „Bequem müssen die aber auf jeden Fall sein! Man muss oft lange darin stehen.“ Ihr Rat für den bevorstehenden Bühnenauftritt der Kandidatinnen: „Nicht verstellen! Man muss offen auf die Leute zugehen und ganz natürlich drauf los reden.“

Und das sind die drei Kandidatinnen:

Jasmin Girtner (17): Jasmin stammt aus Frauenberghausen, hat die Mädchenrealschule St. Anna abgeschlossen und ist derzeit im zweiten Ausbildungsjahr zur Rechtsanwaltsfachangestellten in Riedenburg. Zur Arbeit fährt sie mit dem Roller und hat den Schein für begleitetes Fahren. Im September wird Jasmin 18. Ihr zukünftiges Auto, sagt sie, muss „klein und knuffig“ sein – ein Fiat vielleicht, oder ein Seat Ibiza. Die sportliche Jasmin war elf Jahre lang sehr erfolgreich aktiv im Rollsport und hat Bühnenerfahrung, denn sie ist bei den Musicals des RSC Riedenburg mit gefahren; war Bayerische Vizemeisterin im Rollsport und hat auch an der Deutschen Meisterschaft in Nattern, Baden-Württemberg, teilgenommen, wie sie erzählt. Berufsbedingt bleibt ihr die Zeit nicht mehr für dieses Hobby. Deshalb hält sie sich mit Laufen und Schwimmen fit. Auf die Frage, warum sie Dreiburgenkönigin werden will: „Ich bin aufgeschlossen und offen für Neues; das Volksfest ist die schönste Jahreszeit für mich und ich mag Dirndl. Und ich möchte auf der Bühne stehen und Riedenburg repräsentieren!“

Jennifer Woltz (18): Jenny kommt aus Harlanden, hat die Johann-Simon-Mayr-Realschule absolviert und hat den Gestaltungszweig der FOS in Straubing belegt mit dem Ziel, das Fachabitur in Gestaltung und Design abzulegen. Ihr Berufswunsch: „Grafikdesignerin oder ähnliches“. Auf jeden Fall schwebt ihr ein Studium vor. Jenny hat den Führerschein gemacht, nur ein eigenes Auto hat sie noch nicht. Porsche oder BMW wären ihre Favoriten. Ganz früher, sagt sie, hat sie Volleyball gespielt. Außerdem ist sie begeisterte Westernreiterin. Ihre besondere Leidenschaft aber, gehört dem Zeichnen. Ihr letztes Werk: ein Reh im Dirndl. Jenny hat schon des öfteren an der Ausstellung Hobby + Kunst beim Riedenburger Christkindlmarkt mitgemacht und möchte auch irgendwann auch noch bei der Kunstnacht ausstellen. Beim neuen Imagefilm der Stadt ist sie auch zu sehen. Sie anwortet auf die Frage, warum sie Dreiburgen-Königin werden möchte: „Einmal muss man einfach mitgemacht haben!“ Für Jenny gilt das olympische Motto „dabei sein ist alles“, aber „gewinnen wäre natürlich toll!“

Marina Brunner (16): Marina kommt aus Harlanden, hat soeben die Mädchenrealschule St. Anna abgeschlossen und beginnt im September eine Ausbildung zur Fertigungsmechanikerin bei BMW in Regensburg im Dualen System. „Nebenher“ will sie das Fachabitur ablegen und dann vielleicht studieren. Aber der Automobilbranche und am liebsten BMW, will sie treu bleiben. Sie darf alleine zur Arbeit fahren, wie sie erzählt. Und ihr Traumauto wäre natürlich ein BMW. Marina hat ebenfalls „Bühnenerfahrung“, denn sie hat in einem früheren Imagefilm der Stadt mitgewirkt und war 2010 das Christkindl beim Riedenburger Weihnachtsmarkt. Sie gehört der Jugendfeuerwehr Riedenburg an und ist Ministrantin in Georgenbuch. In ihrer Freizeit unternimmt sie gerne etwas mit ihren Freundinnen und geht gerne shoppen. Mit der Kandidatur, erfüllt Marina sich einen Kindheitstraum und setzt eine Familientradition fort, denn auch ihre Mama und ihre Tante haben sich schon einmal zur Wahl gestellt. „Ich hab als kleines Mädchen schon an der Bühne gestanden, und mir gedacht, das mach ich auch irgendwann!“

Das Festprogramm am Freitag: 17.30 Uhr: Standkonzert am Riedenburger Marktplatz, anschließend Volksfestauszug mit dem Jugendblasorchester Viel-Harmonie und der Stadtkapelle Riedenburg.

18.30 Uhr: Bieranstich im Festzelt durch Bürgermeister Siegfried Lösch

Ab 20 Uhr : Volksfeststimmung mit der Band H@phones, Wahl der Dreiburgenkönigin. Wahlberechtigt sind alle Festzeltbesucher. Vorstellung der Festköniginnen aus der Umgebung

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