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Gewählt

Christsoziale setzen weiter auf Lösch

Spekulationen, er habe „höhere“ Ambitionen, erteilte Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch eine Absage.
Von Petra Kolbinger

Einigkeit herrscht beim CSU-Ortsverband: von links Friedrich Riemhofer, Anna-Maria Kornprobst, Josef Petz, Maximilian Sedlmeier, Wolfgang Langer, Siegfried Lösch (vorne), Adalbert Buchtelik, Sebastian Werner, Tobias Schweiger, Josef Amann, MdB Florian Oßner und Daniel Gehweiler. Foto: Kolbinger
Einigkeit herrscht beim CSU-Ortsverband: von links Friedrich Riemhofer, Anna-Maria Kornprobst, Josef Petz, Maximilian Sedlmeier, Wolfgang Langer, Siegfried Lösch (vorne), Adalbert Buchtelik, Sebastian Werner, Tobias Schweiger, Josef Amann, MdB Florian Oßner und Daniel Gehweiler. Foto: Kolbinger

Riedenburg. Ohne Gegenstimme wurde der amtierende Riedenburger Bürgermeister, Siegfried Lösch, am Samstag Abend bei der Jahresversammlung der Christozialen an der Spitze des CSU-Ortsverbandes Riedenburg bestätigt. Spekulationen, er hege Ambitionen, den Chefsessel im Riedenburger Rathaus gegen einen Abgeordnetensitz im Bayerischen Landtag einzutauschen, erteilte Lösch eine klare Absage: „Ich bin Kommunalpolitiker! Ich will mich weiter für die Bürger Riedenburgs einsetzen. Und ich werde in drei Jahren erneut um euer Vertrauen bitten und mich bei euch für die Aufstellung zum Bürgermeisterkandidaten bewerben!“

Nur achtzehn Stimmberechtigte hatten sich im Gasthof zur Post eingefunden, doch die stimmten jeweils geschlossen für die Wahlvorschläge. Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner leitete damit eine harmonisch verlaufende Wahl. Als Stellvertreter steht Lösch weiterhin der derzeitige dritte Bürgermeister, Wolfgang Langer, zur Seite. Der Stellvertreterposten, den bis dahin Andrea Dietz inne hatte, ging nach dem Wegzug der Nußhausenerin an ihre Nachrückerin im Stadtrat, Anna-Maria Kornprobst. CSU-Fraktionssprecher Friedrich Riemhofer vestärkt künftig die Riege der Beisitzer. Als Stellvertreter des Ortsvorsitzenden folgt ihm Tobias Schweiger nach. Maximilian Sedlmeier wurde als Schatzmeister eben so im Amt bestätigt, wie Matthias Langer, der Schriftführer bleibt.

„Wir bauen junge Leute auf“, resümierte Lösch nach Ende der Wahldurchgänge und stellte mit zufriedenem Blick auf die Mitgliederentwicklung fest, „der Riedenburger CSU-Ortsverband wird jünger und weiblicher!“ Sein erklärtes Ziel: „Demnächst die 100er-Marke knacken!“ Den Christsozialen in der Dreiburgenstadt gehören aktuell 90 Mitglieder an. Das Durchschnittsalter liege bei 51 Jahren und 16 der Mitglieder seien Frauen, zitierte er in seinem Tätigkeitsbericht die Statistik. Unter den 25 Ortsverbänden im Landkreis Kelheim, rangiere man damit auf Platz fünf.

Der Arbeit in der Fraktion und dem Klima im Stadtrat, stellte Lösch ein positives Zeugnis aus. „Wir haben eine sehr gute Fraktion und sind Ideen- und Taktgeber“, befand er. Vor allem gehe es ihm jetzt darum, die Nähe zum Bürger zu intensivieren. Dafür will er mit seinen Ratskollegen im Rahmen des Projektes „CSU vor Ort“ die Ortsteile besuchen. Weitere Aktionen, wie ein Sommerfest im Fuchsbiergarten oder eine Fortsetzung der Unternehmergespräche sollen folgen.

Mit Blick auf die anstehenden Projekte und Investitionen, warb Lösch für die Projekte, Kauf und Umwandlung des Alten Landratsamtes in Sozialwohnungen und Neubau der Kindertagesstätte Maria Schutz, sowie die dringend erforderliche Sanierung der Grund- und Mittelschule. Berichte aus der Stadtratsarbeit von Friedrich Riemhofer und der Tätigkeitsbericht der JU, den stellvertretend für Stefan Fanderl Anna-Maria Kornprobst verlas, schlossen sich an.

Landrat Martin Neumeyer thematisierte in seinem Grußwort den vom Freistaat Bayern anvisierten, dritten Nationalpark, der zum Teil in der Region Riedenburg-Kelheim entstehen könnte. Er kritisierte die Informationspolitik des Freistaats und wehrte sich gegen eine „Notnagelfunktion“. Die Arbeit als Landrat bereite ihm Freude und er freue sich auf den „Tag der offenen Tür“ am 20. Mai, wenn Bürger das Landratsamt in Augenschein nehmen könnten.

Der Bundestagsabgeordnete Oßner forderte ein Ende des Solidaritätszuschlages. Im Osten sei Großes geleistet worden; mittlerweile bestehe vor allem bei der Verkehrsinfrastruktur eher Handlungsbedarf in den westlichen Bundesländern. Auch das Rätselraten um den politischen Redner beim diesjährigen Volksfest-Frühschoppen ist gelüftet: Die CSU-Ortsgruppe erwartet den Bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, wie Lösch verkündete.

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