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Applaus

Mit Volldampf in die Faschingssaison

Die MDA Youngsters haben ihre Generalprobe in Meihern mit Bravour hinter sich gebracht. Dafür war viel Arbeit nötig.
Von Petra Kolbinger

  • Trainerin Elisabeth legt letzte Hand an: ungefähr eine Stunde Vorlauf braucht es, bis die MDA Youngstars fertig gestylt auf der Bühne stehen können. Foto: Kolbinger
  • Die MDA Youngstars um das Kinderprinzenpaar Luisa I. und Lukas III. sind startklar für die Faschingssaison. Foto: Kolbinger

Meihern.Christbaum, Plätzchenteller und Punsch sind passé! Im Besenbinderreich Meihern, Deising, Altmühlmünster ist der Fasching los. Am Samstagnachmittag hissten die MDA Youngstars mit ihrer Generalprobe im Gasthof Zur Post die Segel und nahmen Fahrt auf in Richtung fünfte Jahreszeit.

Der Saal war proppenvoll und das Publikum geizte nicht mit dem wohlverdienten Applaus. Da hatten die Leichtmatrosen, Piraten und sonstigen Seefahrer allerdings schon eine gute Stunde „O’Ziagn und Schminken“ hinter sich, wie „Orden-Träger“ Tobias das aufwendige Prozedere mäßig begeistert nennt. Der „fast Achtjährige“ gibt dem diesjährigen Faschingsprinzen der Kindergarde, Lukas III., Schützenhilfe. Der ist seither nicht mehr alleiniger Hahn im Korb, meint aber generös: „des passt scho“. Wenn man in Deising geboren und aufgewachsen ist und auch noch zur Faschingszeit Geburtstag feiert, ist man halt ein echter Fan der fünften Jahreszeit und entsprechend cool unterwegs. Da passt auch das Kostüm des Piratenkapitäns perfekt zum Image – findet auch Tobias, dem Birgit Ferstl noch schnell eine Narbe ins Gesicht schminkt.

Ein bisschen Puder fürs Outfit

Prinzessin Luisa I. ist nicht nur die erste Regentin dieses schönen Vornamens, sondern auch die allererste, die aus Hattenhausen kommt, um das Besenbinderreich einige Wochen lang zu regieren. Bei ihr fehlt nur noch ein bisschen Glitzerpuder, dann ist das Outfit perfekt. Ihre kleine Namensvetterin Luisa ist erst vier und schon ein bisschen neidisch. Sie ist die Schwester des Prinzen und fest entschlossen, im nächsten Jahr auch mit zu tanzen. Heuer hat das noch nicht geklappt, aber immerhin verpasst Tanja Schlagbauer ihr das gleiche Make-up, wie den Großen, woraufhin die kleine Luisa sich zufrieden und bei bester Laune in die ersten Reihe setzt und den Auftritt bewundert.

Tanja Schlagbauer verpasst der kleinen Luisa (4 Jahre) das gleiche Make-up wie den Großen. Im nächsten Jahr will die Vierjährige auf jeden Fall bei den MDA Youngstars mit tanzen.
Tanja Schlagbauer verpasst der kleinen Luisa (4 Jahre) das gleiche Make-up wie den Großen. Im nächsten Jahr will die Vierjährige auf jeden Fall bei den MDA Youngstars mit tanzen. Foto: Kolbinger

Erste, wichtige Erkenntnis bei der Generalprobe: „Wir brauchen ungefähr eine Stunde Vorlauf vor dem Auftritt“, stellt Birgit fest. Dann sitzen Kostüme und Frisuren, die Requisiten sind vor Ort und das Make up perfekt. Die Eltern, Geschwister, Freunde und Verwandten im Publikum rutschen derweil schon leicht nervös auf den Sitzen. Doch dann geht’s los! Das Kinderprinzenpaar, die zehnköpfige Kindergarde und die sieben Marschgarde-Mädels wirbeln zu mitreißender Musik über die fiktive Bühne. Es ist ein bisschen eng im Saal, aber jeder Schritt sitzt.

Aufgeregt seien sie nicht gewesen, versichern sie hinterher glaubhaft. Wieso auch? Seit August haben sie unter den gestrengen Augen der Trainerinnen Natalie und Elisabeth geprobt, getüftelt und gefeilt an ihrem Auftritt; die Presse und etliche Zaungäste haben ihnen dabei auch schon zugesehen und sich gewundert, mit wie viel Begeisterung und Durchhaltevermögen sie immer und immer wieder Schrittfolgen und Hebefiguren trainiert haben. „Wir sind mit leichten Autoritätsproblemen an den Start gegangen, aber dann hat sich’s eingespielt“, sagt Natalie am Samstag lachend und schob das auf die Tatsache, dass „die Kinder uns halt schon ewig kennen“.

Eine zeitraubende Aufgabe

Auch Natalie und Elisabeth haben schon in der MDA-Garde die Beine geschwungen und sich mit viel Erfolg heuer als Trainerinnen die Anerkennung des Publikums und der Mitwirkenden erworben. Momentan sind beide in der Ausbildung – Natalie zur technischen Modellbauerin und Elisabeth zur Bankkauffrau und nahmen sich deswegen „nur“ der zeitraubenden Aufgabe an, gemeinsam die Garde und das Kinderprinzenpaar mit einer ausgefeilten Choreographie fit für den Fasching zu machen. Ob sie den am Samstag von ihren Schützlingen geäußerten Wunsch, sich auch in der nächsten Saison wieder als Trainerinnen zur Verfügung zu stellen, erfüllen können, liegt ein bisschen daran, wieviel Freizeit sie so kurz vor Ausbildungsende haben werden, „aber mia hätten scho richtig Lust dazu“, sagt Natalie.

Zu unterschätzen ist der Aufwand nicht: seit August 2015 trainierten die MDA Youngstars jeden Montag und Samstag je zwei Stunden lang. Die Feiertage waren frei, aber auch an den Tagen dazwischen wurde eifrig geprobt. Für soviel Engagement gab’s einen Faschingsorden und ein kleines Präsent für die Trainerinnen und auch bei den fleißigen Kostümschneiderinnen, den Maskenbildnerinnen und dem einen oder anderen „Mädchen für alles“, bedankten die Youngstars sich herzlich. Ganz viele haben mitgeholfen, das kunterbunte, mitreißende und sehenswerte Programm 2016 der MDA Youngstars auf die Beine zu stellen und die hoffen jetzt auf möglichst viele Einladungen und Auftritte auch außerhalb des heimischen Besenbinderreiches.

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