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Festlich

Söder sparte nicht mit klaren Aussagen

Beim Sommerempfang des CSU-Kreisverbandes trafen Mittelalter und Science Fiction aufeinander. Mitten drin der Finanzminister.
Von Petra Kolbinger

  • Das Geschenk an den bekennenden „Star wars“-Fan Markus Söder bestand unter anderem aus einer Darth Vader-Tasse.Foto: Kolbinger
  • Für den Minister wurde auch ein mittelalterlicher Tanz vorgeführt. .Foto: Kolbinger

Riedenburg.Dienstagabend, kurz vor Acht – auf der Rosenburg warten rund 300 Besucher des diesjährigen Sommerempfangs des CSU-Kreisverbandes auf Festredner Markus Söder. Der Bayerische Staatsminister der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, verspätet sich wegen einer kurzfristig anberaumten Kabinettssitzung nur geringfügig und durchschreitet dann das Tor zum malerischen Wahrzeichen der Dreiburgenstadt in Begleitung von Kreisverbandschef und Landrat Martin Neumeyer sowie Bürgermeister Siegfried Lösch. Standesgemäß begrüßt von der Stadtwache des Vereins „Historisches Riedenburg“ durchschreitet er die gekreuzten Schwerter von Burgvogt Gunther dem Gebarteten und Ritter Leodegar. Auch mit Landgraf Otto II. und dessen Gemahlin, Adelheid von Wittelsbach, wird er später Bekanntschaft machen und sogar ein Tänzchen wagen mit der historischen Tanzgruppe „Saltatio nobilis“.

Jazz und kühle Getränke

Im Innenhof der Burg erwarten die Gäste, darunter zahlreiche CSU-Politgrößen, Söder bei luftig-leichten Jazzklängen und kühlen Getränken. Während der Nachmittag immer wieder von Schauern durchzogen worden war, blieb der Himmel an diesem lauen Sommerabend klar und die Abendsonne tauchte die frisch renovierte Rosenburg in malerisches Licht – das perfekte Ambiente für die Feier der Christsozialen.

Nach einer historischen Tanzvorführung der Gruppe „Saltatio nobilis“ und einigen Worten des Falkners Gunther Hafner zu den Greifvögeln auf der Rosenburg, griff Söder im Trausaal des Schlosses zum Stift und trug sich ein ins Goldene Buch der Stadt. „Ich bin schon öfters im Agathasee geschwommen“, schwelgte der Heimatminister beim Blick aus dem Erkerfenster über das Altmühltal in Erinnerungen. Riedenburg sei definitiv einer der schönsten Orte Bayerns – nach seiner Heimatstadt Nürnberg, selbstredend. Auch Kloster Weltenburg sei ihm von Ausflügen aus Kindertagen bekannt.

In seiner Rede thematisierte Söder die Ausschreitungen beim G20-Gipfel, die er scharf verurteilte. Für seine Forderung nach „mehr Polizei in Deutschland und bessere Bezahlung der Sicherheitskräfte, so wie in Bayern“, erhielt er eben so zustimmenden Applaus wie für die Feststellung, es sei aber vor allem wichtig, „dass wir als Gesellschaft hinter den Sicherheitskräften stehen, die für unsere Sicherheit sorgen“.

Auch mit Äußerungen wie „Ich habe das Schengen-Abkommen immer so verstanden, dass die Binnengrenzen abgeschafft, aber an den Außengrenzen angemessen kontrolliert wird“, traf er den Nerv seiner Zuhörer. Er sei überzeugter EU-Bürger, betonte Söder und die EU „ist so stark, weil es Deutschland gibt und Deutschland ist so stark, weil es Bayern gibt!“ Ihm als Heimatminister sei besonders wichtig, „dass Großstädte und ländlicher Raum gleiche Entwicklungschancen haben“.

Zuschuss für Breitbandausbau

Und, um den Worten Taten folgen zu lassen, hatte er auch gleich ein passendes Gastgeschenk im Gepäck: Söder überreichte Lösch einen Förderbescheid über 135356 Euro für den weiteren Breitbandausbau in Riedenburg. Mit dem Riedenburger Rathauschef verbindet Söder eine langjährige Freundschaft, noch aus Zeiten als beide bekennenden „Stoiberianer“ in der Jungen Union erste politische Schritte unternahmen. Und auch Martin Neumeyer zählt Söder zu seinen Freunden. Wenn man sich so gut kennt, sind persönliche und originelle Geschenke kein Problem: Das Geschenk an den bekennenden „Star wars“-Fan Söder bestand unter anderem aus einer Darth Vader-Tasse, was der Beschenkte schlagfertig und sehr frei nach dem Abschiedsgruß der filmischen Jedi-Ritter mit „Möge die Macht mit mir sein!“ kommentierte.

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