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Gemeinderat

Bessere Versorgung für 233 Anwesen

Das Rohrer Gremium bewilligte weiteren Breitbandausbau. Vom Höfeprogramm gibt es 920000 Euro an Fördermitteln.

Derzeit werden durch die Telekom Glasfaserleitungen von der Vermittlungsstelle zu den Kabelverzweigern verlegt. Foto: Vetter
Derzeit werden durch die Telekom Glasfaserleitungen von der Vermittlungsstelle zu den Kabelverzweigern verlegt. Foto: Vetter

Rohr.Der zweite Verfahrensschritt für den Breitbandausbau in der Marktgemeinde Rohr wurde auf den Weg gebracht. Einstimmig gab der Marktgemeinderat bei der jüngsten Sitzung „grünes Licht“ für das Ausschreibungsverfahren für die restlichen 233 Gebäude in der Marktgemeinde.

Das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung sei nun ein Stück näher gerückt, sagte Michael Räbiger von der Firma Corwese bei der Sitzung. Der Wermutstropfen: Wer bislang davon ausging, dass jeder Haushalt sofort an eine Glasfaserleitung angebunden wird, muss seine Erwartungen herunterfahren. Eine sofortige Anbindung mit Glasfaser sei aus Kostengründen und vom Arbeitsaufwand her nicht möglich. Auch sprach Räbiger von einer Kostensteigerung von 40 bis 50 Prozent im Breitbandausbau aufgrund der steigenden Auftragslage. „Bayern wird total umgegraben“, erklärte er. Die Entscheidung, bei künftigen Tiefbaumaßnahmen gleich Leerrohre für eine zukünftige Glasfaserinfrastruktur zu legen, sei eine positive Weichenstellung für den zukünftigen Ausbau von Glasfaser in jedes Haus.

Im ersten Ausbauschritt wurde der Kernort mit 30Mbit/s versorgt. Im zweiten Verfahrensschritt stünden die Orte Bachl, Helchenbach, Laaberberg, Obereulenbach und Sallingberg an. Durch das Höfeprogramm könnte man 920000 Euro Fördermittel abschöpfen. Voraussetzung sei, dass mindestens 80 Prozent mit Glasfaser angebunden werden. Als kleines Trostpflaster für die Kostensteigerung im Breitband erwähnte Räbiger die Freigabe und Aufschaltung von Vectoring. Durch die höhere Sendeleistung müssten rund 80 Gebäude deshalb nicht angeschlossen werden, was die Kostensteigerung im Tiefbau etwas ausgleichen könnte. Ab Mai würde Vectoring für den Kernort frei geschaltet. Bisher war dies durch den Vectoring-Eintrag eines Netzbetreibers nicht möglich, was auch zu Verzögerungen führte.

Der Lohn des Ganzen? Wo Vectoring angeboten wird, lässt sich noch in 400 Meter Entfernung vom Verteilerkasten die bisherige VDSL-Geschwindigkeit verdoppeln. Die Upload-Bandbreite steigt aufs Vierfache. (eav)

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