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Nominierung

Der Amtsinhaber hofft auf Verlängerung

Andreas Rumpel will 2020 das Rohrer Rathaus ein zweites Mal erobern. Die Freien Wähler schenken ihm einstimmig Vertrauen.
Von Edith Vetter

Kreisvorsitzender Christian Nerb (re) gratulierte Andreas Rumpel zur Nominierung. Foto: Vetter
Kreisvorsitzender Christian Nerb (re) gratulierte Andreas Rumpel zur Nominierung. Foto: Vetter

Rohr.Bürgermeister Andreas Rumpel wirft wieder seinen „Hut in den Ring“: Rumpel wurde bei der Jahresversammlung von den Freien Wählern erneut als Bürgermeister-Kandidat für die Kommunalwahlen 2020 ins Rennen geschickt.

Bei der Versammlung mit Neuwahlen im Bräustüberl begrüßte der alte und neue Ortsvorsitzender Andreas Rumpel den Kreisvorsitzenden der Freien Wähler, Christian Nerb, der als Wahlleiter fungierte. Als zweiter Ortsvorsitzender wurde bei der Wahl Sebastian Brummer von der Wählergemeinschaft bestätigt.

Kreisvorsitzender Christian Nerb (re) gratulierte Andreas Rumpel zur Nominierung. Foto: Vetter
Kreisvorsitzender Christian Nerb (re) gratulierte Andreas Rumpel zur Nominierung. Foto: Vetter

Der Ortsvorsitzende lobte in seinem Rückblick die überregionalen Stammtische, die sich wachsender Beliebtheit erfreuten. Besonders stolz zeigte sich Rumpel über das starke Ergebnis bei der Landtagswahl. Mit knapp 35 Prozent der Zweitstimmen fuhren die Freien Wähler in Rohr auch das beste Zweitstimmenergebnis im Landkreis ein und lösten damit die Fahrkarte für Dr. Hubert Faltermeier in den Bayerischen Landtag mit. Er wertete die Erfolge als Anerkennung der Bürger für die „authentische und ehrliche Arbeit der Freien Wähler vor Ort“.

Lob für sachlichen Stil

Fraktionssprecher Michael Wittmann berichtete aus dem Gemeinderat Er lobte „den engagierten und sachlichen Stil“ von Bürgermeister Rumpel. Bei wichtigen Themen lade er zu Vorberatungen alle fünf Gruppierungen ins Rathaus ein. Dieser Informationsfluss zahle sich letztendlich in den Sitzungen aus. Vizevorsitzender Sebastian Brummer zollte dem Bürgermeister höchsten Respekt für dessen geleistete Arbeit und seinem Bemühen, den Gemeinderat zu einen. Der Markt habe mit Rumpel an der Spitze eine kompetente Person mit viel Sachverstand.

Ärger, aber auch Spaß

Das Amt des Bürgermeisters ist schon eine spannende Sache – vielseitig, reizvoll. Und doch ist nicht alles angenehm, was ein Bürgermeister zu tun hat, gesteht der Amtsinhaber gerne ein. „Aber wenn ein Projekt zum Erfolg wird, macht die Arbeit richtig Spaß.“ Das nennt Rumpel als Motivation, weitere sechs Jahre Regie im Rohrer Rathaus zu führen. „Schöne Erfolge für den Markt“ seien ausschlaggebend, sich erneut dem Wählervotum zu stellen.

Der Kandidat

  • Person:

    Andreas Rumpel ist 47 Jahre. Der verheiratete Familienvater hat zwei Kinder. Er wohnt seit 2006 in Rohr. Von der Ausbildung her ist Rumpel Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Betriebswirt (VWA-Diplom).

  • Politik: 2014 wurde Andreas Rumpel zum Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde Rohr gewählt. Bereits seit 2012 ist er Ortsvorsitzender der Freien Wähler. Weitere Ämter: Verbandsrat im Wasser-Zweckverband Pattendorf, Vertreter Gesellschafterversammlung Abens-Donau-Energie, Rechnungsprüfer im Regionalem Planungsverband der Region 11. (eav)

Mit Blick auf die jetzige Amtszeit befand Rumpel, dass Rohr „dynamisch in die Zukunft unterwegs“ sei; viele zukunftsweisende Maßnahmen seien angestoßen. Viele Erfolge tragen die Handschrift der Freien Wähler, vieles befinde sich aktuell in der Entwicklung. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Kinderbetreuung mit dem Bau der Kinderkrippe, ferner die anstehenden Erweiterung des Kindergartens und die Aufwertung der Grundschule.

Die anstehenden Arbeiten waren im Februar auch Thema bei der Bürgerversammlung:

Bürgerversammlung

In Rohr ist weiter viel zu tun

Die Marktgemeinde Rohr ist beliebt und wächst. An den Schulen und am Kindergarten stehen erhebliche Bauarbeiten an.

Im Kindergarten müsse man für einige Jahre Container nutzen, bevor der Neubau umsetzbar sei. Denn zuvor müsse die 70-jährige, energetisch stark defizitäre Grundschule teilerneuert werden, so der Bürgermeister. Man habe schon erste positive Fördergespräche mit der Regierung von Niederbayern geführt, die in Richtung zweizügige Grundschule gingen.

Förderdickicht für Breitband

Den Kurs bei der Baulandausweisung sieht Rumpel durch die erfolgten Zuzüge und aktuellen Nachfragen bestätigt. Kritisch äußerte er sich zur Förderung für Kommunen beim schnellen Internet: Trotz Bekenntnis des Ministerpräsidenten zu einem „digitalen Bayern“ und 80 Prozent Zuschuss müsste der Markt für weitere 140 Haushalte im Außenbereich rund 1,8 Millionen Euro aufbringen, während der Hauptort dann hinten nachhänge. „Das ist dem Bürger nicht zu vermitteln und für den Markt nicht finanzierbar“, so der Rathauschef.

Astronomische Kosten drohen

Vom Finanzminister habe er den Rat erhalten, dass Rohr vom bayerischen Höfeprogramm in das Bundes-Förderprogramm wechseln solle. „Das wussten wir schon vorher“, so Rumpel verärgert: Man habe sich aber bewusst für die bayerische Lösung entschieden, um kleinere Siedlungsteile und Gehöfte nicht abzuhängen. Neben weiteren zwei Jahren Zeitverlust berge ein Wechsel die Gefahr, dass der Markt entweder überhaupt kein Angebot zum Ausbau mehr erhalte oder die Kosten von 1,8 Millionen auf bis zu 3,5 Millionen Euro hochzuschießen drohten; das würde Anschlusskosten von rund 30 000 Euro pro Haushalt entsprechen. Nun müsse der Marktgemeinderat in der Maisitzung eine richtungsweisende Entscheidung treffen, kündigte Rumpel an.

Innerort steht auf Agenda

Zum Schluss stellte er die Innerortsentwicklung von Rohr und den Ortsteilen vor. Es gelte, geschlossen ein Entwicklungskonzept zu beschließen, um die sehr hohen Fördersätze zu sichern und dann Zug um Zug an der Entwicklung von Rohr zu arbeiten.

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