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Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Neujahrsempfang

Digitalisierung ist ein „Muss“

„Den Anforderungen stellen“: Professor Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer plädierte in Rohr für die digitale Revolution.
Von Edith Vetter

Viel Prominenz sah man beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde Rohr. Foto: Vetter
Viel Prominenz sah man beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde Rohr. Foto: Vetter

Rohr.Ein großes gesellschaftliches Ereignis war der zweite Neujahrsempfang der Marktgemeinde Rohr in der Schulturnhalle. Bürgermeister Andreas Rumpel und Gattin begrüßten persönlich die Gäste, darunter Professor Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, die als Festrednerin fungierte, MdB Nicole Bauer, Landrat Martin Neumeyer, Landrat a. D. Dr. Hubert Faltermeier, seine Bürgermeisterkollegen Christian Nerb (Saal) und Alfred Holzner (Rottenburg), Vertreter von Vereinen, Verbänden, Institutionen, Kirche, Wirtschaft, Politik sowie ehrenamtlich Engagierte – um gemeinsam zurück, aber besonders nach vorn zu schauen und natürlich auch, um einige gesellige Stunden zu verbringen.

Rund 200 Personen nahmen an dem Neujahrsempfang teil. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Trio „Jazz Elba“.

„Wer meint, in Rohr sei nix los und in Rohr rühre sich nichts, der ist nicht richtig informiert. Wir haben Fahrt aufgenommen und wir setzen diese Fahrt unaufhörlich fort. Manches passiert unter großer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, vieles aber im Verborgenen, das später erst sichtbar wird. Die entscheidenden Weichen sind gestellt“, sagte Bürgermeister Andreas Rumpel. Er bedankte sich bei den Selbstständigen, Unternehmen und den ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern für ihr unermüdliches Engagement, das einen Ort lebendig erhalte und das ländliche Leben und die Brauchtumskultur auszeichne. Sie alle seien ein wichtiger Baustein in der Entwicklung und in der Gestaltung der gemeindlichen Zukunft.#

Bürgermeister Andreas Rumpel überreichte der Festrednerin Professor Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer ein kleines Dankeschön. Foto: Vetter
Bürgermeister Andreas Rumpel überreichte der Festrednerin Professor Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer ein kleines Dankeschön. Foto: Vetter

Das Kernthema des Abends war die Digitalisierung sowie die Umsetzung in der Marktgemeinde, untermauert vom Festvortrag von Professor Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin für Produktion und Technik beim Bayerischen Rundfunk. „Ob wir wollen oder nicht: Wir müssen uns den Anforderungen in der Zukunft stellen und uns fit für das digitale Zeitalter machen“, betonte Rumpel. Virtuelle Dienstleistungen in der Gemeindekanzlei, bei Liegenschaften, Betriebsansiedlungen, Straßensanierungen oder Ausweisung von Neubaugebieten – kein Weg führe mehr an der Digitalisierung vorbei. Glasfaser sei ein absolutes „Muss“ für eine aufstrebende Gemeinde geworden.

Sie stürze Politiker, bilde Protestgemeinschaften oder bringe Konzerne in Bedrängnis. Längst sei mit der digital vernetzten Öffentlichkeit eine neue Macht- und Einflusssphäre entstanden. Die digitale Revolution lasse keine Branche und kein Unternehmen unberührt – von alteingesessenen Firmen bis zu digitalen Start-ups. Autos, die alleine fahren, Roboterkameras im Fernsehen, Telemedizin, Pflegeroboter in Altenheimen, digitale Bildung in Schulen, automatische Textgenerierung (Roboter-Journalismus) usw. usw.Das war kein Abspann eines Science-Fiction-Films, sondern die Schilderung des Machbaren und der Zukunft im Festvortrag von Birgit Spanner-Ulmer. In den letzten zehn Jahren habe die Digitalisierung rasant Fahrt aufgenommen. Man solle vor der Veränderung keine Angst haben – aber Respekt. Sie streifte auch die Schattenseiten der digitalen Welt wie die Cyberkriminalität. Die digitale Bildung beginne in den Schulen, die hier eine große Verantwortung hätten. Ihr Schlusscredo: „Die Technik soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt“.

Weitere Berichte aus Rohr

Stimmen beim Neujahrsempfang

  • Karin Mayerhofer,

    Büchereileiterin: In der Bücherei sei die Digitalisierung mit der Onleihe längst eingezogen. Sie wünsche sich allerdings, dass die Grundschüler trotz PC, Tablet, Smartphone weiterhin schreiben lernen, um das Denken nicht zu verlernen.

  • Herbert Pischulti,

    Verdienstmedaillen-Träger und Leiter der Herzsportgruppe, wünscht sich ein stärkeres Miteinander zum Wohle der Gemeinde. Wichtig sei die Kommunikation auf Augenhöhe. So habe er in Rohr an einen Ideenbaum gedacht.

  • Birgit Steinsdorfer,

    Frauenbundvorsitzende und Vize-Bürgermeisterin, wünscht sich neben neuen Mitgliedern beim Ortsverein in der Zukunft eine harmonische Zusammenarbeit unter den Vereinen und auch mit der Gemeindeverwaltung. (eav)

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