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Marktrat

Kindergarten in Rohr wird erweitert

Der KiGa St. Elisabeth in Rohr soll durch einen Anbau Platz für 100 Kinder bekommen. Das beruhigt auch den Verkehr drumherum.
Von Edith Vetter

Der Kindergarten St. Elisabeth wird durch einen Containeranbau erweitert. Foto: Vetter
Der Kindergarten St. Elisabeth wird durch einen Containeranbau erweitert. Foto: Vetter

Rohr.Der Kindergarten St. Elisabeth platzt aus alle Nähten. Deshalb war die Schaffung einer vierten Gruppe durch Aufstellen von Containern unter anderem ein zentrales Thema in der Marktgemeinderatssitzung. Tief in die Haushaltskasse greifen muss der Markt für die Auftragsvergabe von Detailuntersuchungen in den ehemaligen Hausmülldeponien „Rohr-Kreuzleite“ und „Sallingberg-Michaelifeld“.

Durch die letzten geburtenstarken Jahrgänge liegen die Anmeldezahlen für das Kindergartenjahr 2019/20 bei circa 94 Kindern. Die Betriebserlaubnis lässt derzeit allerdings nur den Besuch von höchsten 90 Kindern über drei Jahre zu, informierte Bürgermeister Andreas Rumpel die Räte.

Der Kindergarten steht unter der Trägerschaft der katholischen Pfarrkirchenstiftung Rohr. Haus- und Grundstückseigentümer ist der Markt Rohr. Deshalb hatten zwei Treffen mit dem Bürgermeister, Vertretern der Kirchenstiftung und der Einrichtungsleitung stattgefunden. Die Schaffung eines zusätzlichen Gruppenbereiches durch das Aufstellen von Containern vor dem Kindergartengebäude wurde favorisiert.

Raser werden ausgebremst

An einem der Termine nahm auch das Landratsamt Kelheim (Bauamt und Kindergartenwesen) teil, das die Containerlösung auch mittragen würde. Aufgrund der Containergröße könnten dort maximal 20 Kinder betreut werden. Die Einrichtungsgenehmigung könnte somit auf 100 Kinder insgesamt erhöht werden. Da der Platz des Containers unmittelbar an der Asamstraße liege, sei die Verkehrsberuhigung eine logistische Herausforderung, erklärte Rumpel. Vor dem Kindergarten sei eine Straßenverengung auf circa 3,60 Meter unvermeidbar, um den Container zu schützen. Mit dem Aufbau von überfahrbaren „Berliner Kissen“ sollen Schnellfahrer ausgebremst werden. Dies wurde bei der jüngsten Verkehrsschau mit der Polizei vor Ort auch so besprochen. Außerdem soll ein geschotterter Parkplatz neben dem Hahn-Anwesen errichtet werden.

Marktgemeinderat Michael Wittmann meinte, dass durch die Verengung ein Verkehrschaos entstehen würde, da landwirtschaftliche Fahrzeuge oder die Schulbusse zum Gymnasium die Asamstraße befahren würden. Zudem befinde sich in der Nähe die Landmaschinenfirma Ostermayr. Marktgemeinderat Gottfried Rieger machte den Vorschlag, ab dem Kindergarten eine Einbahnstraße einzuführen, so dass nur noch aus Richtung Altenheim zum Kloster gefahren werden könne. Der andere Verkehr sollte über die Lorettosiedlung in die Sonnenstraße und dann in die Wildenberger Straße geleitet werden.

Bei einem Brandfall im Altenheim fehle es dann in der Asamstraße an Bereitstellungsraum für die Rettungsfahrzeuge, gab Rumpel zu bedenken. Eine Verkehrsführung über die Lorettosiedlung wurde ebenso kritisch gesehen, da die Anwohner seit Jahren versuchten, den landwirtschaftlichen Verkehr aus dieser Wohnsiedlung herauszubringen. Das mühsam anerzogene Verkehrsverhalten würde jetzt wieder verworfen und der Verkehr in eine „Zone 30“ verlagert. „Ich befürchte sich anbahnende Konflikte mit den vormals leidgeprüften Anwohnern“, so der Rathauschef. Die Umsetzbarkeit sollte deshalb mit den zuständigen Straßenverkehrsbehörden besprochen werden. Einstimmig wurde Rumpel ermächtigt, die hierfür notwendigen Rechtsgeschäfte zu tätigen, damit bis September der Kindergartenbetrieb reibungslos anlaufen könne.

Zuschuss für Deponiesanierung

Nach Kontaktaufnahme mit der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB) und dem Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für Erkundungs- und Sanierungsmaßnahmen bei den beiden stillgelegten, gemeindeeigenen Hausmülldeponien benötige die GAB noch Unterlagen über die Deponie „Sallingberg-Michaelifeld“, erläuterte Rumpel. Für die Deponie „Rohr-Kreuzleite“ seien die Unterlagen vollständig, so dass dem Markt der Zuschuss in Höhe von 30 802 Euro zur Deckung des Fehlbetrages bewilligt wurde. Die Gesamtkosten der Detailuntersuchung betragen 69 000 Euro.

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