MyMz
Anzeige

Gemeinderat

Macht Rohr Geld mit Strom und Gas?

Der Markt braucht noch Bedenkzeit für den Beitritt zur ADE. Wegen großer Nachfrage wird zweite Gruppe in der Krippe eröffnet.
Von Edith Vetter

Die Neuanmeldungen in Kinderkrippe und Kindergarten boomen. Mehr Personal ist erforderlich. Foto: Edith Vetter
Die Neuanmeldungen in Kinderkrippe und Kindergarten boomen. Mehr Personal ist erforderlich. Foto: Edith Vetter

Rohr.Aufgrund der angespannten Haushaltslage wollten die Marktgemeinderäte eine Bedenkzeit bezüglich der Beteiligung des Marktes am Abens-Donau-Netz (ADE), obwohl eine relativ hohe Rendite von 3,3 Prozent für die ADE-Mitglieder gesichert sei.

18 Kommunen bereits beteiligt

„Mit Strom und Gas macht man Geld!“, waren die Einstiegsworte von Sabine Melbig, Geschäftsführerin der Abens-Donau-Energie, die kurz und bündig den Räten in der Marktgemeinderatssitzung erklärte, was es mit dem Abens-Donau-Netz auf sich habe. Mittlerweile seien 18 Kommunen und drei kommunal verankerte Energieversorger aus dem Landkreis daran beteiligt. Ziel der Gesellschaft sei es, für die Bürger bezahlbaren Ökostrom zu liefern und die Wertschöpfung in der Region zu lassen. „Wenn wir keine Höhenflüge veranstalten, dann gibt es auch kein Risiko“, erläuterte Melbig die Frage von Gemeinderat Michael Wittmann, was für Risiken man habe. Investitionskosten fielen ohnehin dem Stromverbraucher zur Last.

Ratsbeschlüsse

  • Baugebiet:

    Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Alzhausen-Mitterfeld werden vom KMR-Kommunalunternehmen des Marktes Rohr ausgeführt. Die Tiefbauarbeiten samt Verlegung der Wasserleitung wurden an Tiefbau Geltl, Untermantelkirchen, in Höhe von 950 092 Euro vergeben. Der Straßenname wird „Am Mitterfeld“. (13:3).

  • Leichenhaus:

    Die Kosten für die Leichenhaussanierung seien auf 35 369 Euro gestiegen, informierte Bürgermeister Andreas Rumpel. Da der eingeplante Zuschuss in Höhe von 7000 Euro von der Bischöflichen Finanzkammer nicht gezahlt wurde, müssten die Kosten hälftig (Gemeinde und Pfarrkirchenstiftung) geteilt werden, erklärte Gemeinderat Helmut Sedlmayer.

Die integrierten Kommunen der ADE haben nun die Möglichkeit, sich an dem 50-Prozent-Anteil der Netzgesellschaft zu beteiligen, der mit circa 1,65 Millionen Euro beziffert wurde. Für Rohr betrüge der Anteil rund 22 000 Euro. Deadline für den Beitritt ist Ende des Jahres. Gemeinderat Hans Huber war grundsätzlich für einen Beitritt, wollte aber noch das Ergebnis des Haushalts abwarten.

„Jeden Euro dreimal umdrehen“

„Wir müssen jeden Euro dreimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben können“, bekräftigte Dr. Walter Fuchs den Aufschub. In zwei Wochen tagt der Finanzausschuss, dann würde man klarer sehen, meinte er. Einstimmig wurde der Beitritt vertagt.

Nachdem die misslungene Schotter-Sanierung des Hinteren Ortsweges in Obereulenbach immer wieder für Ärger gesorgt hatte, machte Gemeinderat Sebastian Brummer den Vorschlag, dass die Jagdgenossen ein spezielles Gemisch aufbringen könnten, wodurch der Schotter eine zementähnliche Festigkeit erhalte. Dieses Verfahren wurde bei Feld- und Waldwegen bereits erfolgreich erprobt. Der Vorschlag solle durch das Straßenplanungsbüro noch geprüft werden. Alle Bürger, die im Winter einen Gehweg räumen müssen, sollten kostenlos vom Bauhof Streugut abholen dürfen, so ein weiteres Anliegen von Brummer. Die Kinderkrippe „Rohrspatzen“ werde gut angenommen. Deshalb müsse der zweite Betreuungsbereich eingerichtet werden. Die Einrichtungsgegenstände Tischgruppen, Wickelauflage und Spielküche wurden an den Billigstbieter Wehrfritz in Höhe von 6765 Euro vergeben.

Transportwagen ist „Luxusgut“

Allerdings lehnten die Räte den motorischen E-Turtle-Kleinkindertransportwagen für sechs Kinder in Höhe von 4140 Euro als Luxusgut ab, den die Krippenleitung aufgrund des unwegsamen Geländes beantragt hatte.

Nachdem die Jahresrechnung 2018 vom Kindergarten St. Elisabeth mit einem Überschuss in Höhe von 71 712 Euro abgeschlossen hatte, fragte Siegfried Steinberger, ob man die Kindergartengebühren nicht reduzieren könnte. Geschäftsstellenleiter Bernhard Loibl erinnerte, dass die Elternbeiträge durch den staatlichen Zuschuss von monatlich 100 Euro pro Kind ab 1. April niedriger würden bis ganz wegfielen. Der Überschuss sei ein Polster für Investitionen und Personalkosten. Das Kindergartenpersonal befinde sich am Limit. Die vielen Neuanmeldungen erfordern zusätzliches Personal.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Kelheim finden Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht