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Marktgemeinderat

Möbel nach Maß genehmigt

Der Neubau des Feuerwehrhauses in Rohr geht in die letzte Runde. Der Kiosk im Freibad bekommt Starkstrom.
Von Edith Vetter

Das neue Feuerwehrhaus bekommt Mitte Mai den kirchlichen Segen. Foto: Edith Vetter
Das neue Feuerwehrhaus bekommt Mitte Mai den kirchlichen Segen. Foto: Edith Vetter

Rohr.Bauanträge, Freibad und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Rohr waren Themen der Marktgemeinderatssitzung. Gerade bei dem Drei-Millionen-Projekt, das kurz vor Vollendung steht, haderten die Marktgemeinderäte zunehmend über die Ausstattungswünsche der Wehr. Denn die Möblierung des Archivs soll mit „maßgeschneiderten“ Möbeln von der Schreinerei Kammermeier aus Langquaid rund 9000 Euro plus 500 Euro für Schlösser, Anstellwangen, Sockel- und Deckenblenden kosten. Zudem müssen für die Bau-Endreinigung Kosten in Höhe von 7285 Euro berappt werden. Der Zuschlag ging an den Billigstbieter Firma IMROBA RS aus Burglengenfeld.

Marktgemeinderat Karl Obermeier stießen die hohen Möblierungskosten sauer auf. Er wollte wissen, was das für ein Archiv sei. „Beim Büromöbelkauf des Geschäftsführers haben wir die Angelegenheit aus Kostengründen vertagt, und der Bauhof bekommt Ikea-Möbel. Da kann ich nicht mitstimmen“, betonte er. Das sei die Kleiderkammer von Rohr, erklärte daraufhin Marktgemeinderat Matthias Hermann. In den Maßschränken würden Schutzanzüge, Jacken, Handschuhe sowie die Kleidung der Kinderfeuerwehr verstaut. Marktgemeinderat Fred Kammermeier war bei der Ortsbegehung dabei und konnte sich mit den Möbeln „anfreunden“, da sie platzsparend angebracht seien und jeden Zentimeter ausnutzen würden. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Auftrag vergeben.

Keine Ersatzteile mehr

Das im Freibad vorhandene Vollvakuumdosiergerät und die Mess- und Regeltechnik sind verantwortlich für die richtige Dosierung der Chlorgaszugabe zur Aufbereitung des Beckenwassers. Diese Anlagentechnik sei über 20 Jahre alt und müsse erneuert werden, da mittlerweile keine Ersatzteile mehr bezogen werden könnten, informierte Geschäftsstellenleiter Bernhard Loibl. Unter mehreren Angeboten war die Firma AquaTec Jünger der Billigstbieter für ein Vollvakuumdosiergerät mit Mess- und Regeltechnik inklusive Montage in Höhe von 9992 Euro. Einstimmig ging der Auftrag an AquaTec.

Bauvorhaben

  • Antrag:

    Erneuerung des Garagendaches, Maria Hauser, Sonnenstraße, Rohr; Errichtung eines Carports , Isabella und Michael Wimmer, Birkenstraße, Rohr; Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage, Maria Anna und Gottfried Rieger, Högldorfer Straße, Laaberberg.

  • Beteiligung:

    Der Markt beteiligt sich durch einen Anteilskauf in Höhe von 21956 Euro an der Abens-Donau-Netz GmbH. (eav)

Im Freibadkiosk soll ein Starkstromanschluss installiert werden, um die notwendigen Geräte wie Fritteuse, Kühltruhen, Pizzaofen parallel betreiben zu können, war der Wunsch des neuen Pächterehepaares. Nach telefonischer Auskunft bei der Elektro-Firma Wimmer würden die Kosten für den Einbau eines Starkstromanschlusses circa 3000 bis 4000 Euro betragen, erklärte Loibl. Marktgemeinderat Georg Riedl schlug vor, die Pächter an den Kosten zu beteiligen. „Wir haben Glück mit dem Pächterehepaar, das sehr engagiert ist und selber viel im Kiosk renoviert“, unterstrich Vize-Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer den Antrag der Pächter, die den Vorsitz hatte. „Wenn wir schon kein Kinderbecken mehr haben, dann sollen sich die Kinder wenigstens ein Eis kaufen können“, bekräftige Matthias Hermann das Vorhaben. Der Bauhof werde die Grabearbeiten für die Starkstrom-Leitung erledigen.

Weitere bauliche Entwicklung

Das von der Gemeinde erworbene und leerstehende Röllbauer-Anwesen mit dem historischem Klosterstadl im Zentrum lag Georg Riedl schwer im Magen. Deshalb stellte er den Antrag, das Gebäude zu vermieten. Der Rat will darüber beraten.

Obwohl Ortssprecher Siegfried Steinberger den Antrag auf Erlass einer Außenbereichssatzung gemäß Baugesetzbuch durch Gabriele Braun, Abensberg, in Laaberberg befürwortete, wurde der Antrag einstimmig abgelehnt. Grund ist die Lage des nichtprivilegierten Bauvorhabens im Außenbereich, was auch vom Landratsamt empfohlen wurde. In dem Bereich liegt eine überwiegende Wohnbebauung statt landwirtschaftlicher Prägung vor, jedoch werde hier keine Splittersiedlung nach innen verdichtet, sondern nach außen erweitert. Die Satzung müsste mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar sein. Bezüglich Erschließungskosten, die die Gemeinde tragen müsse, gebe es keine Kostenschätzung. „Die Gemeinde hat außer einer Sandstraße keinen Quadratmeter Grund“, erinnerte Loibl.

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