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ÖPNV

RVV: Lösung für Schwaiger dauert

Ausweitung des RVV-Tarifs bis Münchmünster ist komplex.
Von Beate Weigert

Um vom RVV-Tarif zu profitieren, müssen die Schwaiger bislang zum Neustädter Bahnhof fahren. Obwohl die Station Münchsmünster um die Ecke liegt. Foto: Dannenberg/Archiv
Um vom RVV-Tarif zu profitieren, müssen die Schwaiger bislang zum Neustädter Bahnhof fahren. Obwohl die Station Münchsmünster um die Ecke liegt. Foto: Dannenberg/Archiv

Neustadt.Eine schnelle Lösung für ein schon lange schwelendes Thema des Öffentlichen Nahverkehrs, die Tarifausweitung des RVV bis Münchsmünster, ist noch nicht in Sicht, informierten am Donnerstagnachmittag Landrat Martin Neumeyer und Kreis-ÖPNV-Sachgebietsleiter Stefan Grüttner die Ausschussmitglieder im Kelheimer Landratsamt.

Hintergrund ist, dass Bürger des Neustädter Ortsteils Schwaig bislang nicht vom RVV-Tarif profitieren. Sie leben nur 500 Meter vom Bahnhof in Münchsmünster im Nachbarlandkreis Pfaffenhofen entfernt, müssten jedoch an die sechs Kilometer bis zum Neustädter Bahnhof fahren, um mit einem RVV-Ticket fahren zu können.

Im Landratsamt wurden mit zuständigen Stellen zahlreiche Gespräche geführt, damit sich das ändert. Allerdings gebe es einige am Thema Beteiligte und nicht alle seien für eine schnelle Lösung zu haben, so fasste es Grüttner zusammen. Grundsätzlich fahren wohl viermal so viele Menschen von Neustadt in Richtung Münchsmünster, als aus dem Kreis Pfaffenhofen nach Regensburg. Der benachbarte Verkehrsverbund INVG erklärte, er habe gerade erst seinen Tarif auf den aktuellen Stand gebracht, der Landkreis Pfaffenhofen, dass er sich finanziell nicht an einer Lösung beteiligen werde.

Auf Basis von Agilis-Zahlen will der RVV nun durchrechnen, was es den Kreis Kelheim kosten würde, wenn man mit dem RVV-Ticket bis Münchsmünster fahren könnte. Denn nicht nur die Schwaiger würden profitieren, sondern auch Studierende der OTH, die aus dem Kreis Pfaffenhofen nach Regensburg fahren. Und der Personenkreis wäre wohl größer, als die betroffenen Schwaiger Bürger.

Landrat Neumeyer und Grüttner hoffen, dass bis Oktober belastbare Zahlen vorliegen. Dann muss die Kreispolitik entscheiden, ob sie die Kosten tragen möchte. (re)

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