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Integration

Gelbes Band als Signal für den Frieden

Der Obst- und Gartenbauverein in Saal organisierte ein Fest für alle rund um den Friedensbaum. Bürgermeister Nerb ist dabei.

Christian Nerb und Dagmar Köbler (v.r.) schmücken den Friedensbaum mit Einbheimischen und Asylbewerbern.
Christian Nerb und Dagmar Köbler (v.r.) schmücken den Friedensbaum mit Einbheimischen und Asylbewerbern. Foto: Schmidl

Saal.Auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereines war alles bestens vorbereitet. Die „Saaler Blechblosn“ spielte a boarische Musi, der vor einiger Zeit unter Mithilfe von Asylbewerbern gepflanzte Friedensbaum gedeiht prächtig. OGV-Vorsitzende Dagmar Köbler hätte sich zwar ein wenig mehr einheimische Besucher erhofft, „aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, meinte sie auf den Platz blickend.

Bürgermeister Christian Nerb wusste: „Dieses Friedensfest wird in die Saaler Geschichte als erstes seiner Art ein gehen“. Der Alltag, die Pflanzung des Friedensbaumes und dieses Fest bewiesen das gute Miteinander im Ort. Nerbs Dank galt Köbler fürs Engagement, sowie allen Flüchtlingshelfern. Sie seien Garanten dafür, „dass weiterhin alles klappt“.

Harald Hillebrand, OGV-Vorsitzender auf Landkreisebene und Bezirksvorstandsmitglied, lobte Köbler für ihr „Vorzeigeprojekt der Gemeinsamkeit. Gartler leben Kultur und Heimat. Da passt ein Friedenfest gut dazu“.

Ausländische Mitbürger aus Ringweg und der Donaustraße bedankten sich für alles Positive, was sie in Saal erleben dürfen. Ein Miteinander sei ihnen sehr wichtig, versicherten sie. Mit Speisen aus den jeweiligen Heimatländern leisteten sie ihren Beitrag zum Friedensfestes.

Dagmar Köbler, die lange Zeit in Amerika gelebt hat, wusste wie es ist, in ein fremdes Land zu kommen. Ihr hätten damals Vereine geholfen. Diese Erfahrung wolle sie weiter geben. „Wenn ihr es verpassen würdet, euch über Vereine zu integrieren, das wäre schade“, wandte sie sich an die Asylbewerber.

Als Akt des Miteinanders banden Neusaaler und Einheimische eine gelbe Schleife und die Fahnen ihrer Heimatländer um den Baum. Nach dem offiziellen Teil fanden sich nette Gesprächsgruppen. Das Buffet mit orientalischen Leckereien mundete ausgezeichnet.

Die Abteilung Schach im SV Saal steuerte Backschinken und Kartoffelsalat als bayerische Spezialität bei. Bis am Abend die ersten Regentropfen fielen, genossen alle die gute Stimmung. (xes)

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