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Kunst

Mit Farbe das Tor zur Seele öffnen

„Urkraft mit Schwung“ – Michaela Heimels Bilder dienen der Therapie. Jetzt zeigt sie ihre Arbeiten im Saaler Rathaus.
Von Evi Schmidl

Michaela Heimel zeigt ihre Bilder.
Michaela Heimel zeigt ihre Bilder.Foto: Schmidl

Saal.Es ist eine lange Geschichte, wie Michaela Heimel zu ihrer ganze speziellen Art der Malerei gefunden hat. Im Gespräch mit der MZ beginnt sie, die 1968 in Maxhütte-Rappenbügl (Kreis Schwandorf) geboren ist, mit den Erzählungen aus ihren Kindertagen. Viel zu früh sei die Mutter verstorben, sie und die Geschwister in eine Pflegefamilie aufgewachsen. Als Jugendliche habe sie dann eine Lehre zum Bekleidungsfertiger gemacht und hernach bei verschiedenen Firmen gearbeitet.

„Erst nach der Geburt meiner Tochter 1994 erwachte meine Kreativität wieder“, sagt sie. Eine Krankheit habe sie später gezwungen, ihren Lebensstil zu überdenken, alternative Wege der Heilung zu suchen und zu finden. So habe sich eben das Eine zum Anderen gefügt und die „eigentliche Berufung“ für ihr Leben sei ans Licht gekommen.

Geistheilungen und Handaufleben habe sie während der Krankheit erfahren dürfen. Über dieses besondere Erleben sei sie zum therapeutischen Malen gekommen. Dies habe ihr sehr geholfen, die Erlebnisse ihrer Kindheit gut zu verarbeiten.

So sei der Entschluss gereift, anderen Menschen diese Möglichkeit der seelischen Heilung zu erschließen. Ein eigenes Ladengeschäft in Bad Abbach folgte, dann der Umzug in ein Haus mit Praxis in Hofkirchen und wegen beruflicher Veränderungen ihres Gatten „sind wir vor einem halben Jahr nach Saal gezogen“. Da ihr Arbeitsgebiet und ihre Ausstellungen sie oft im Regensburger Raum führten, empfand auch sie den Umzug als ideal.

„Als ich in Saal mein Gewerbe – ich arbeite als selbstständige, spirituelle Künstlerin, angemeldet habe, ist im Gespräch schnell die Idee zur Ausstellung im Rathaus entstanden“, sagt Michaela Heimel.

Freilich gebe sie auch Malkurse. Dabei könne sich jeder so einbringen, wie er oder sie es möchte. Manche wünschten sich einfach ihre Techniken zu verbessern, andere strebten ein Heilendes Malen an.

Von Selbstheilungskräften spricht sie, die durch bewusstes Tun aktiviert würden. Die Harmonie von Körper, Geist und Seele, fließende Energien die Gewesenes in anderem Licht erscheinen ließen und so für mehr Wohlbefinden bei den Menschen sorgten. Aurasprays und Heilschwingungen, Globuli, Gesundheitszahlen, Chakrakarten, Heilkräuterkunde, Salben und immer wieder das Malen, vieles vereinige sich in ihren Energien.

Besonders gut ließen sich durch das Malen von Bildern Kinderseelen öffnen. „Den Kleinen fehlen ja meist die passenden Worte, um sich aus zu drücken“. Firmen und Praxen hätten mittlerweile die positive Wirkung ihrer Bilder erkannt und würden vermehrt Aufträge an sie vergeben. Erst im Sommer hatte sie eine Ausstellung in der Klinik für Neurologische Rehabilitation am Bezirksklinikum Regensburg beim Verein Zweites Leben.

Maria Dotzler vom Verein Zweites Leben betonte, wie wertvoll solche Bilder gerade in der Neurologischen Rehabilitation sind.

Schauen, was ankommt und das dann auf die Leinwand bringen, ist Heimels Prinzip. Egal ob über den Namen, das Geburtsdatum, energetische Heilarbeit oder ein Gespräch – das „Einspüren“ in den Menschen, der ein Bild möchte, steht am Anfang. Dieses Prinzip funktioniert auch anders herum: Der Betrachter kann schauen, was bei ihm ankommt, kann sein Seelenbild finden. Das Bild, in dem er das Thema seines Lebens spürt, das bei ihm eventuell Blockaden lösen oder seinen Raum harmonisieren kann

Ihre Arbeiten bestehen aus Acryl und Paint-Spray. Auch Holz und/oder Stein, also die Kräften der Natur finden ihren Platz. Ab und zu kommt Blattgold hinzu. Ganz neu wären Arbeiten mit Nachtleuchtfarben. „Diese Wirkungsweisen sind noch einmal anders als das, was ich bisher machte und besonders gut geeignet, für Menschen die im Dunklen schlecht schlafen können“.

Im Rathaus Saal wird sie vom 26. November bis Ende Dezember ihre Bilder zeigen. Im Sitzungssaal und in den Gängen wird sie ihre Werke platzieren. „Wenn Angestellte im Rathaus das mögen, bin ich auch gerne bereit, Werke in den Büros auf hängen“.

Die öffentliche Vernissage zu der jeder eingeladen ist, wird am Donnerstag, 26. November, 17 Uhr im Sitzungssaal statt finden.

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