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Glaube

Pilger lassen sich über Donau bringen

Saaler setzen die Wallfahrtstradition fort. Die ersten Wallfahrer hatten sich um 6 Uhr auf den Weg nach Bettbrunn gemacht.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Die Saaler Fußwallfahrer lassen sich mit der Fähre übersetzen.
Die Saaler Fußwallfahrer lassen sich mit der Fähre übersetzen. Foto: Pilgergruppe

Saal. Die Gelöbniswallfahrt von Saal nach Bettbrunn hat eine über 500-jährige Tradition. Nachdem diese nicht mehr durchgeführt worden war, ist die Wallfahrt anlässlich der 1000-Jahr-Feier im Jahr 2002 wiederbelebt worden von Ursula Wagner. Seitdem hat die Gelöbniswallfahrt nun wieder jährlich stattgefunden – am vergangenen Samstag die 14.. Über 100 Pilger nahmen am Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Salvator in Bettbrunn teil.

„Wegzeichen“ als Motto

Das Motto der Gelöbniswallfahrt 2015, die Ursula Wagner in Zusammenarbeit mit dem Pfarrbüro organisierte, lautete „Wegzeichen“. Ursula Wagner zeigte der MZ einige Bilder davon. Dabei handelt es sich um Marterl und Kreuze. Die Fußwallfahrer marschierten um 6 Uhr bei der Christkönigskirche in Saal los. Dieser Gruppe gehörten insgesamt 36 Personen an. Eine Strecke von 35 Kilometern galt es zu bewältigen. Die Fußwallfahrer wurden von zwei Fahrzeugen begleitet.

Die 13 Radwallfahrer starteten dann viereinhalb Stunden später beim Gotteshaus in Saal. Die übrigen Pilger, die die Messe besuchten, legten mit dem Bus oder im Auto den Großteil des Weges zurück.

Die Pilger, die zu Fuß unterwegs waren, hatten dreieinhalb Stunden nach dem Abmarsch in Eining die erste Rast. Mit der Fähre ist anschließend über die Donau übergesetzt worden. Als schließlich Lobsing erreicht war, gab es bei einer kleinen Kapelle für die Saaler Gläubigen eine Wegzehrung bei der Familie Werner. Das nächste Etappenziel der Pilger war Mindelstetten, der Geburtsort von Anna Schäffer, die Papst Johannes Paul II. am 7. März 1999 seliggesprochen und Papst Benedikt XVI. am 21. Oktober 2012 auf dem Petersplatz in Rom heiligsprach.

Die Pilgersuppe wurde im „Finkennest“ bei der Familie Schlagbauer eingenommen. Ab der Mittagsrast waren auch die Radwallfahrer dabei. Die Wallfahrergruppe wurde noch größer, denn die Katholiken aus Saal, die mit dem Bus gefahren waren, gingen dann auch die letzten fünf Kilometer bis zum Zielort mit.

Opfer auf sich genommen

Als dieser erreicht war, wurde in der dortigen Wallfahrtskirche der Gottesdienst gefeiert, den der Bettbrunner Pfarrer Johann Kauschinger am späten Nachmittag zelebrierte. In seiner Predigt ging er unter anderem auf das Wallfahren der Saaler ein. Er erwähnte das Opfer, das dafür auf sich genommen worden sei. Der Priester sprach auch die Verbindung von Saalern zu den Bettbrunnern an, die an der Passionsprozession in Saal teilgenommen hätten. Umrahmt wurde der Gottesdienst von der „Saaler Blechblosn“.

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