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Kultur

Premiere trotz Texthängern geglückt

Der Theaterspielkreis Saal beeindruckt Publikum und Profis mit dem Dreiakter „s’Elädrische“ im neugestalteten Theatersaal.

  • Auf dem Vorreitnerhof hält die Moderne Einzug. Die Premiere des Stücks „’s Elädrische“ im neugestalteten „theaterSAAL“ war ein Erfolg. Foto: Theaterspielkreis
  • Langjährige Mitglieder wurden bei der Premiere geehrt. Foto: Theaterspielkreis

Saal.„Endlich hamma’n, den Fortschritt!“ – nach einem Vierteljahr der intensiven Vorbereitung freute sich das Ensemble des Theaterspielkreises Saal a. d. Donau e. V., dass die Premiere der Komödie „’s Elädrische“ am Freitagabend gut über die Bühne gegangen war. Zwar gab es laut Insidern zwei-, dreimal kleine Texthänger, die habe das Publikum aber wohl kaum mitbekommen: Die Schauspieler hatten sie auf der Bühne gekonnt überspielt.

Die Moderne hält Einzug

Gekonnt stellten sie auch die widerstrebenden Emotionen der Bewohner des Vorreitnerhofs dar, die dem neuen, „irrvarigen“ Elädrischen zum Teil enthusiastisch, zum Teil skeptisch gegenüberstehen. Denn Jungbauer Sixt Vorreitner (Emanuel Lange) will gegen den Willen der Altbäuerin (Jutta Götz) den Fortschritt auf seinem Hof einführen, am liebsten „ohne Umweg“, aber damals, in den 1920er Jahren, war das noch nicht so einfach. Erstaunen macht sich breit bei den Knechten (Tobias Eckart, Bernhard Schöfer) und Mägden (Annika Trüb, Sandra Götz), als sie neue technische Errungenschaften wie Kabel und Schalter zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Ob das funktioniert…?

Perfekte Sicht von allen Plätzen

Der „theaterSAAL“ an der Hafenstrße 2, mit seinen in Zweierschritten ansteigenden Zuschauerreihen – mit jeder ungeraden Reihe geht es eine kleine Stufe nach oben – hat seine Bewährungsprobe jedenfalls bestanden. So sagte eine Frau aus Ihrlerstein, die einen Platz in der siebten Reihe hatte, sie habe „perfekte Sicht auf die Bühne“ gehabt. Das erleichtert die Mitglieder des Theaterspielkreises, die im letzten Jahr große Anstrengungen unternommen hatten, um die Bühne erhöhen zu können. Zu diesem Zweck war in Eigenarbeit der Dachstuhl ausgebaut und mit einer offenen Tragkonstruktion versehen worden.

Diese Leistung bewunderten auch die Abgeordneten des Verbands Bayerischer Amateurtheater (VBAT), die extra aus Markt Indersorf und Ergolding angereist waren. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Manfred Hoffmann hob allerdings besonders die spielerische Qualität hervor, die „nahe am Profibereich“ sei. Man spüre, dass viele der Schauspieler schon Erfahrung hätten, und das mache wiederum Neulingen den Einstieg leichter. Der Figur des Viehhandlers merkte man es überhaupt nicht an, dass Hans Stark dem Theaterspielkreis neu beigetreten war.

Vereinsmitglieder geehrt

Zur Premiere waren auch viele Vereinsmitglieder gekommen, die schon in der allerersten Produktion des Theaterspielkreises, dem Freilichtspiel „Lumpazivagabundus“ im Jahr 1990 aktiv gewesen waren. Der VBAT-Bezirksvorsitzende Werner Helbig zeichnete sie für ihre 25-jährige Vereinstätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel des Bundes Deutscher Amateurtheater aus. Unter den Geehrten waren Peter Buberger, Fred Busch, Jutta Götz, Karin Huhn, Wolfgang Kugler, Sabine Reichl, Bernhard Schöfer, Maria Stark und Margit Wiedmann. Einige Mitglieder, die bei der Verleihung nicht anwesend sein konnten, werden die Auszeichnungen im Nachhinein erhalten.

Für das Ensemble geht es ohne Umweg weiter, denn nach den drei Aufführungen am ersten Wochenende sind noch sieben weitere Aufführungen geplant. Sie finden am 17., 18., 25. und 26. April statt sowie am 1., 2. und 3. Mai. Der Beginn ist an den Freitagen und Samstagen jeweils um 20 Uhr, an den Sonntagen um 19 Uhr. Karten können bei der Sparkasse Saal unter der Telefonnummer 09441-299 288 reserviert werden. Eine Platzreservierung ist zu empfehlen, denn beispielsweise für Samstag, den 18. April gibt es nur noch wenige Restkarten.

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