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Politik

Schwarzmeier tritt als Bürgermeister an

Der Ingenieur wurde als Bürgermeisterkandidat in Riedenburg nominiert. Gegen den Amtsinhaber erhob er schwere Vorwürfe.
Von Petra Kolbinger

Der Vorsitzende der Bürgerliste der Großgemeinde Riedenburg (BGR), Kurt Schiefer (rechts), gratulierte dem Bürgermeisterkandidaten Dr. Martin Schwarzmeier. Foto: Petra Kolbinger
Der Vorsitzende der Bürgerliste der Großgemeinde Riedenburg (BGR), Kurt Schiefer (rechts), gratulierte dem Bürgermeisterkandidaten Dr. Martin Schwarzmeier. Foto: Petra Kolbinger

Riedenburg.„Wettbewerb der Kandidaten statt Wahlkampf“ – so wünscht Dr. Martin Schwarzmeier als bisher dritter Kandidat ums Bürgermeisteramt sich die Vorbereitungen auf die Kommunalwahl im März. Schließlich müssten alle Protagonisten anschließend konstruktiv zusammenarbeiten.

In seiner Vorstellung bei der Aufstellungsversammlung in der Fasslwirtschaft holt der von den 25 stimmberechtigten Mitgliedern der Bürgerliste Riedenburg (BGR) einstimmig nominierte Schwarzmeier dann aber zu einer scharfen verbalen Attacke gegen den amtierenden Bürgermeister, Siegfried Lösch (CSU) aus.

Massive Vorwürfe an Lösch

Von „zwanghafter Selbstdarstellung“ war die Rede, unter der der gesamte Stadtrat leide, dem Schwarzmeier selbst knapp zwölf Jahre angehört. Vertreten ist Schwarzmeier auch im Ausschuss für Generationen, Sport und Soziales und im Ausschuss für Bauangelegenheiten, Verkehr und Umwelt. In seinem Politikverständnis bestärkt sieht er sich sogar durch die Christliche Wählergemeinschaft (CWG). Lösch habe sich 2014 mit der Mehrheit von CSU und CWG durch eine Änderung der Geschäftsordnung mit einer „nie da gewesenen Machtfülle“ ausstatten lassen. Spätestens seit dem „rechtswidrigen Vorgehen“ bei der Ortssprecherwahl in Prunn (MZ berichtete), sei der Zusammenhalt der „ewigen Mehrheitspartei CWG/CSU“ nachhaltig zerrüttet.

Diese Kandidaten für die Bürgermeister-Wahlen stehen darüber hinaus im Kreis Kelheim bereits fest:

Der langjährige Koalitionspartner der Christsozialen habe sich daher bereits im Sommer entschlossen, mit Thomas Zehetbauer, erstmals in der Geschichte der CWG einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. Wer nun aber gedacht habe, Lösch habe nach dem Teilabgang der CWG einen politischen Offenbarungseid leisten müssen, der habe sich getäuscht: „Die CSU hat sich ganz schnell eine neue Mehrheit zusammengewürfelt, oder soll man sagen: zusammengekauft?“, spielte er an auf den Wechsel der BGR-Stadträte Sandra Schmid und Josef Fuchs zur CSU an.

Würde er zum Bürgermeister gewählt, werde er kostenträchtige Ausschussposten, deren Mehrwert für die Gemeinde nicht erwiesen sei, streichen. Und er würde auch für eine zweite Amtszeit kandidieren, stellte der 60-jährige Schwarzmeier fest.

Hier lesen Sie alles rund um die Kommunalwahlen im Kreis Kelheim.

Erfolgreiche Kandidatensuche

Martin Schwarzmeier ist promovierter Ingenieur und Geschäftsführer bei einem Maschinenbauunternehmen. Er lebt mit Frau und zwei Kindern in Altmühlmünster. Er dankte den Wahlberechtigten für ihr Vertrauen: „100 Prozent! Das ist ja wie in der DDR! Besser geht’s ja gar nicht. Anerkennung zollte er allen BGR-Mitgliedern, die sich als Kandidaten zur Verfügung stellen. „Das ist eine starke Liste“, befand er zuversichtlich. Während die anderen Parteien Mühe hätten, die Listen zu füllen, bedauere die BGR fast, dass sie auf 20 Personen begrenzt sei.

Die BGR-Kandidaten

  • Die Liste:

    1.Dr. Martin Schwarzmeier, 2. Manfred Meyer, 3. Alexander Heinrich, 4. Kurt Schiefer, 5. Sebastian Fischer, 6. Wolfgang Hubert, 7. Wolfgang Tratner, 8. Jan Krause, 9. Carsten Eichenberg, 10. Sabine Scholz-Veits, 11. Josef Frauenknecht, 12. Eric Streit, 13. Ilona Lutz, 14. Michael Ferstl, 15. Katherina Drago, 16. Jasmin Kroiß, 17. Reinhold Vasall, 18. Wilfried Michel, 19. Heinz-Dieter Berthold, 20. Ingrid Meyer.

  • Ersatzkandidat:

    Andreas Kettner

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