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Schiessplatz

Bombodrom-Rückgabe: Jetzt ist es soweit!

Der Siegenburger Luft-Boden-Schießplatz gehört wieder der Bundesrepublik. Das Betreten ist dennoch streng verboten!
Von Beate Weigert

Der Siegenburger Luft-Boden-Schießplatz ist ab Mittwoch wieder im Besitz der Bundesrepublik.
Der Siegenburger Luft-Boden-Schießplatz ist ab Mittwoch wieder im Besitz der Bundesrepublik. Foto: Archiv/Dr. Satzl

Siegenburg.Am Mittwoch wechselt das Siegenburger Bombodrom endlich seinen Besitzer. Was lange angekündigt war, wird nun Wirklichkeit. Die US-Streitkräfte übereignen das Areal mit dem Stichtag, 10. Dezember, an die Bundesrepublik zurück. Konkret an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Die Neuigkeit verpackte das Landratsamt Kelheim in einem Amtsblatt, das es am Dienstagnachmittag per E-Mail verschickte.

Ab sofort gilt nämlich ein neues Betretungs- und Befahrensverbot nach dem Landesstrafrecht, ist darin zu lesen. Den Wortlaut haben nach Auskunft von Behördensprecher Heinz Müller die Juristen des Landratsamts mit der Gemeinde Siegenburg erarbeitet. Es soll eine Handhabe bei Missachtung ermöglichen. Wegen der Jahrzehnte langen militärischen Nutzung sei von einer hohen Kampfmittelbelastung auszugehen. Auch Munitionsreste könnten nicht vollständig ausgeschlossen werden, heißt es in der Verordnung. Die Außengrenze des Bombodroms wird mit neuen Warnschildern versehen. „Achtung! Gefahren durch Kampfmittel. Lebensgefahr! Betreten und befahren verboten!“ ist darauf zu lesen. Wer sich dem Verbot widersetzt, muss laut Müller mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen. Die Ringstraße, die um das Bombodrom führe, liege im Verbotsbereich.

Der Besitzerwechsel bedeutet auch, dass nun die Schubladenpläne für die künftige Nutzung anlaufen können. So kann die Regierung von Niederbayern nun erste Schritte für das angedachte Naturschutzgebiet „ins Laufen bringen“.

Laut Auskunft der Pressestelle der Amerikaner am Stützpunkt Spangdahlem, die für Siegenburg zuständig ist, war in Sachen Mitarbeiter zu erfahren, dass diese bis Ende September 2015 weiter ihr Gehalt erhielten. Darüber hinaus sei ihnen angeboten worden, Jobs auf anderen US-Militärstützpunkten zu übernehmen. Doch ein Umzug dürfte wohl für die wenigsten infrage kommen.

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