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Auftritt

Schul-Musical gefiel den Zuhörern

Mit dem Musical „Der kleine Tag“ begeisterten Schulchor und Solisten in Siegenburg. Das Stück regte auch zum Nachdenken an.
von Roswitha Priller

Das Musical „Der kleine Tag“ regte zum Nachdenken an. Foto: Roswitha Priller
Das Musical „Der kleine Tag“ regte zum Nachdenken an. Foto: Roswitha Priller

Siegenburg.Mit großer Begeisterung führten die jungen Darsteller der Herzog-Albrecht-Grundschule vergangene Woche das Musical „Der kleine Tag“ auf. Monatelang hatten die Erst- bis Viertklässler auf ihren großen Auftritt hingearbeitet. Wie sehr sich das viele Üben gelohnt hatte, zeigte sich am großen Applaus ihrer zahlreichen Besucher. Bei zwei Auftritten war die gesamte Schulfamilie mit Mitschülern, Eltern und Lehrern zusammengekommen.

„,Der kleine Tag‘ ist ursprünglich eine Geschichte von Wolfram Eicke. Zusammen mit Rolf Zuckowski und Hans Niehaus entstand daraus ein Kindermusical“, erklärte der kommissarische Schulleiter Franz Hottner bei seiner Begrüßung.

Doch das Musical ist nicht nur für Kinder. Um die aktuellen Themen zu unterstreichen, die auch im Siegenburger Schulalltag eine Rolle spielen, hat Hedlen Zirngibl das Stück etwas umgeschrieben. „Ich wollte damit ganz bewusst zum Nachdenken anregen“, meinte die Leiterin der Schulspielgruppe. In der Geschichte vom „Kleinen Tag“ geht es um die Tage, die als helle Lichtwesen im Himmel darauf warten, endlich auf die Erde zu kommen. Jeder Tag darf das nur einmal. Wenn er ein besonderer Tag war, darf er später in der ersten Reihe sitzen. Dort sind vor allem Tage mit besonderen Erfindungen, Kriegen oder Katastrophen versammelt. Der kleine Tag – bezaubernd gespielt von Ayu Pohl – will endlich auf die Erde kommen und natürlich auch ein besonderer Tag werden.

„Hier und jetzt ist meine Zeit, ich bin nur heute“, unterstrich der Schulchor unter Leitung von Ruth Hagner gleich mit seinem ersten Song die einmalige Chance der Tage bei ihrem Erdenauftritt. Mit spritzigen Dialogen diskutierten die verschiedenen Tage im Verlauf des Stücks ihre Besonderheiten.

Ob der eigens von Zirngibl eingefügte „Handy-Tag“ (Hannah Obermeier) nun gut ist oder nicht, kann der Zuschauer selbst beurteilen. „Die Leute sind auf der ganzen Welt miteinander verbunden, aber die Kinder gehen nicht mehr raus zum Spielen“, erklärte der Handy-Tag dem kleinen Tag seine Auswirkungen.

Letztendlich geschehen am Schauplatz Siegenburg am kleinen Tag viele schöne Dinge, alte Freunde treffen sich wieder, es wird ein Geburtstag gefeiert, die Kinder dürfen in der neuen Wohnung musizieren – aber nichts wirklich Bedeutendes.

„Du hast den Menschen Freude gebracht“, lobt der Handy-Tag. Diese Freude verbreiteten auch die engagierten kleinen Schauspieler und Sänger, die ausnahmslos eine tolle Leistung ablieferten „Von den Liedern habe ich eine richtige Gänsehaut bekommen“, schwärmte eine Mutter. Und natürlich durfte der kleine Tag am Ende auch in der ersten Reihe Platz nehmen – weil er so friedlich war.

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