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Berufung

„Siegenburg ist Hoamkemma“

Die Pfarreiengemeinschaft feierte mit Pfarrer Hegele 50-jähriges Priesterjubiläum. In seiner Ansprache blickt er zurück.
Von Karin Einsle

Otto Ettengruber und Josef Sigl sind bei der Primiz von Robert Hegele (Mitte) noch einmal als Ministranten eingesprungen.  Foto: Karin Einsle
Otto Ettengruber und Josef Sigl sind bei der Primiz von Robert Hegele (Mitte) noch einmal als Ministranten eingesprungen. Foto: Karin Einsle

Siegenburg.Die Pfarreiengemeinschaft Siegenburg feierte mit Pfarrer Robert Hegele dessen 50-jähriges Priesterjubiläum. Der gebürtige Siegenburger freute sich, dass so viele Gläubige zu seinem Jubiläum kamen. Pfarrer Franz Becher meinte: „Für Dich ist unser Siegenburg ein Hoamkemma!“ Becher lobte auch Hegeles künstlerische Ader. „Wir freuen uns immer, wenn Du seelsorgerisch bei uns aushilfst!“ . Auch der Siegenburger Siegfried Lang feierte sein Priesterjubiläum – allerdings schon sein 60-jähriges. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht kommen. Die feiernde Gemeinde war mit dem in Ingolstadt wohnenden Jubilar im Gebet verbunden.

Als Predigt trug Robert Hegele die Ansprache vor, die er vor 50 Jahren bei seiner Begrüßung in Siegenburg hielt, und ergänzte sie mit Erfahrungen aus den 50 Jahren seines Dienstes. Er berichtete von der Aufbruchstimmung in seinem Weihekurs mit 18 jungen Männern. „Das Wort Hochwürden konnten wir nicht mehr hören, und die alten Liturgieformen wollten wir vor der Weihe nicht mehr einstudieren. Wir freuten uns, dass erstmals unsere Priesterweihe in einer neuen Form gefeiert wurde und schon im gleichen Jahr die Liturgiereform für die Pfarrgemeinden kam.“

Pfarrer Hegele erinnerte an die vielen, die bei einem solchen Jubiläum eigentlich mitgefeiert werden sollten. So viele, die sich einsetzen in den Pfarrgemeinden, Gremien und Gruppen. Auch an jene erinnerte er, die sich ehrenamtlich in der Kirche engagieren, oder auch Polizei-, Feuerwehr-, und Rettungsdienstmitarbeiter, „Wie oft stand ich bei einem tödlichen Verkehrsunfall auf der B 16 gemeinsam mit den Rettern, trauernd und betend!“ Auch das Thema „Frau in der Kirche“ wurde angesprochen. „Ohne Frauen könnten wir unsere Pfarrgemeinden zusperren“. Pfarrer Hegele erinnerte an all die leidigen Diskussionen, ob Mädchen ministrieren dürfen. „Ministrantinnen sind heute eine Selbstverständlichkeit!“ Hegele erwähnte auch, dass viele Priester heutzutage an Burnout leiden und ein großes Problem die Einsamkeit ist, besonders im Alter und in Krankheit.

Er dankte all denen, die mit ihm bisher auf dem Weg waren. Dankbar ist er auch für Papst Franziskus, dessen Bescheidenheit für die jetzige Kirche ein großes Vorbild sei. „Was er heute verkündet, war für uns als junge Priester nur eine Vision."

Kerstin Grim vom Pfarrgemeinderat gratulierte dem Jubilar und dankte für seine Einsätze in der Siegenburger Kirche, „dies kann auch gerne so bleiben!“ betonte sie. Nach dem Gottesdienst traf man sich auf dem Kirchenvorplatz zum Stehempfang. (dek)

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