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Bodenständig

So könnte Hochwasserschutz gelingen

Der Markt Siegenburg will in das Programm „Bodenständig“. Zuschüsse von bis zu 70 Prozent sind in Aussicht
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Flurbereinigung soll in Niederumelsdorf jetzt weiterhelfen. Foto: Abeltshauser
Die Flurbereinigung soll in Niederumelsdorf jetzt weiterhelfen. Foto: Abeltshauser

Siegenburg.Jetzt soll es die Flurbereinigung richten. Die Kommune will ins Förderprogramm „Bodenständig“ vom Amt für ländliche Entwicklung. Dort winkt finanzielle Unterstützung für Hochwasserschutzmaßnahmen für die Ortsteile Niederumelsdorf und Tollbach. Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier (UW) will in diese Richtung marschieren. Die Räte widersprachen Donnerstagabend nicht.

„Wenn Fördergelder in dieser Höhe in Aussicht stehen, müssen wir diesen Weg einfach gehen“, stellte das Gemeindeoberhaupt fest. Bei Rückhaltebecken werden demnach rund 70 Prozent der Kosten vom Amt übernommen. Auch für andere Maßnahmen gibt es Geld.

Auftakt im März

Bergermeier berichtete von einer Unterredung mit Michael Kreiner, der beim Amt für den Landkreis Kelheim zuständig ist. Der könne sich eine Aufnahme Siegenburgs in das Programm gut vorstellen. Am Beginn soll jetzt eine Aufklärungsversammlung stehen, die im März stattfinden soll. Kommen werden Vertreter der Behörde und der Gemeinde, eingeladen werden die Bürger, um deren Grundstücke es geht, und Vertreter des Bauernverbandes.

Schon bei diesem Termin sollen die Landwirte für eine emmissionsschonende Anbauweise gewonnen werden. Das sei aber nie verpflichtend. Es gehe nur über freiwillige Vereinbarungen. Allerdings wusste der Bürgermeister von Fällen in Bayern zu berichten, bei denen Landwirten bestimmte Anbauweisen gerichtlich schon verboten wurden. Bergermeier sieht die Sache aber positiv: Er gehe davon aus, dass die Landwirte mitmachen.

Konkretes für Niederumelsdorf schon besprochen

Kreiner habe sich auch schon konkret zu Niederumelsdorf geäußert. So könne er sich vorstellen, dass die Straße westlich des Schlemmeranwesens angehoben werde. Zum Thema neues Baugebiet habe er auch eine klare Meinung vertreten: Erst einmal solle der Bestand geschützt werden, bevor neue Flächen ausgewiesen werden.

Ein Flurbereinigungsverfahren kann laut Bürgermeister nur dann eröffnet werden, wenn die Mehrheit der beteiligten Grundstückseigentümer mitziehen. Geschieht das, könne es rasch weitergehen. Detailplanungen seien im Frühjahr zu erwarten. Außerdem könne man einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragen. Dann könnten auch konkrete Arbeiten schon starten, bevor es eine offizielle Förderzusage gibt. Vonseiten der Gemeinderäte gab es keine Wortmeldung, die sich gegen dieses Vorgehen aussprach. Auf Vorschlag von Katharina Prücklmayer (CSU) soll es auch noch einen Ortstermin der Siegenburger Politiker in Niederumelsdorf und Tollbach geben.

Weitere Schritte, bei der Morgenrothmühle ein Regenrückhaltebecken zu errichten, sind getan. Der Gemeinderat stimmte dafür, mit dem Ingenieurbüro Wöhrmann einen Vertrag abzuschließen. Dieses soll Voruntersuchungen für die Maßnahme durchführen.

Eine positive Bilanz in Sachen schnelles Internet in der Kommune zog Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern. Er gab einen Zustandsbericht ab. Und blickte dabei erst einmal auf das Jahr 2010.

Geschwindigkeit in Siegenburg deutlich höher

Damals hatten nach seinen Worten rund elf Prozent der Bürger Übertragungsraten von mindestens 30 Mbit. In den Ortsteilen gab es aber oftmals nur deren ein bis drei. Ab 2014 wurde ein erstes Förderprogramm in Siegenburg umgesetzt. Es war laut Huber erfolgreich. Denn 2018 hatten schon 86 Prozent der Haushalte mehr als 30 Mbit. Was auch daran liege, dass Unternehmen eigenständig aufgerüstet haben.

Arbeiten am Eisenbauernhaus kosten Geld

  • Beginn:

    Die Sanierung des Eisenbauernhauses steht unmittelbar bevor. Die Räte vergaben zahlreiche Gewerke – noch nicht allerdings die Elektroarbeiten. Entstehen sollen in dem Bau Sozialwohnungen.

  • Summe:

    Es handelt sich dabei um eine Auftragssumme von bisher rund 450 000 Euro. Es gibt Fördergelder in Höhe von 80 Prozent. Zum Zuge kamen in erster Linie Firmen aus dem Landkreis. (wo)

Trotzdem gibt es laut Bürgermeister weiterhin weiße Flecken im Gemeindegebiet. Er und Huber zählten die auf: das Areal beim Bombodrom, Holzleiten, Langheid, Grafenmühle. Dort soll jetzt ein weiteres Förderprogramm helfen, das in den kommenden zwölf Monaten umgesetzt werden soll. Den Auftrag habe die Telekom.

In Niederumelsdorf soll bei der Autobahn eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichtet werden. Die Gemeinderäte legen da keine Steine in den Weg.

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