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Zuschüsse

„A runde Sach‘“ wird Teugns Zukunft

Das Amt für Ländliche Entwicklung gibt Geld für die „Kleine Dorferneuerung“. Auch andere Fördertöpfe sollen angezapft werden.
Von Evi Schmidl

Teugn. Bei diesem Termin strahlte Bürgermeister Manfred Jackermeier übers ganze Gesicht. Roland Spiller, Leiter des Amtes für „Ländliche Entwicklung“ (ALE) und Projektbegleiter Stefan Weinberger gaben den Startschuss für den Arbeitsbeginn zur Dorferneuerung. Na gut, die Arbeiten hatten, genau betrachtet, schon im September vergangenen Jahres begonnen. Damals wurden erste Gespräche zwischen Gemeinde und Dorfgemeinschaft mit dem Thema positive Veränderungen, geführt. Rund vier Wochen Später nahmen 24 Personen an einem Seminar zur Gedankenfindung teil. Mit dabei war Verwaltungsgemeinschaft-Geschäftsstellenleiter Tobias Zeitler. Arbeitskreise fanden sich zusammen, Themen wie „Wasser“, Waldspielplatz oder Umbau der Mehrzweckhalle wurden und werden erarbeitet.

Matthias Blüml und Manfred Jackermeier freut der Startschuss zur „Kleinen Dorferneuerung“, die Urkunde wurde überreicht von Roland Spiller und Stefan Weinberger im Beisein von Tobias Zeitler (v.li.).
Matthias Blüml und Manfred Jackermeier freut der Startschuss zur „Kleinen Dorferneuerung“, die Urkunde wurde überreicht von Roland Spiller und Stefan Weinberger im Beisein von Tobias Zeitler (v.li.). Foto: Schmidl

Begeisterte erzählte Jackermeier den Herren von der ALE was sich in „seinem“ Dorf alles bewegt. „Beim Seminar haben wir Vorschläge und gemeinsamen Interessen an einer positiven Ortsveränderung gebündelt“. Drei große Themen hätten sich schnell heraus kristallisiert. Die Umgestaltung der Mehrzweckhalle müsse in Angriff genommen werden. Technische Einrichtungen wie Bandschutz, entsprächen längst nicht mehr den Standards. Die Tragfähigkeit des Daches müsse geprüft, sanitäre Einrichtungen gelte es zu erneuern. Möglichst viele Vereine sollen nach dem Umbau die Halle auf vielfältige Weise nutzen.

Schäden durch Starkregen

Ein großer Themenbereich sei „Wasser“. Dies beginne bei Starkregenereignissen die 2013 im Dorf enormen Schaden angerichtet haben. Ginge weiter über den, doch recht baufälligen Löschweiher der zum Dorfweiher mit netten Umfeld ausgebaut werden soll. Die Planungen würden den Mühl- und den Roithbauernbach sowie die Schwefelquelle mit einschließen. „Bei diesen Vorarbeiten werden wir vom VöF in Person Klaus Blümlhuber und Klaus Amann unterstützt“, fügte Jackermeier ein. Dann sei da noch der Waldspielplatz. Diesem soll, nach Bürgerwunsch ein neues „Leben“ eingehaucht werden. Dorfbrunnen und gewachsenem Ortskern gelte ebenso die Aufmerksamkeit und der Wunsch, dort einiges positiv zu verändern. Die örtlichen Vereine seien äußert aktiv und sorgten so für ein angenehmes Miteinander im Dorf.

„Brauchen jegliche Unterstützung“

An den Leader-Ausschreibungen wolle sich die Gemeinde mit mindestens einem Projekt beteiligen. „Wir brauchen jegliche Unterstützung, denn das kleine Teugn könnte die Aufgaben nie alleine bewältigen“, wusste Jackermeier. Gute Vorbereitung und rege Bürgerbeteiligung seien für die ALE ein Grund gewesen Gelder, bis zu 69 Prozent und auf 300 000 Euro gedeckelt, zu gewähren, so Spiller. Die Initiatoren hätte das gesamte Dorf nebst Umfeld in konstruktiver Zusammenarbeit im Blick.

Kleine Dorferneuerung

  • Programm:

    Teugns „kleine Dorferneuerung“ besteht aus mehreren Arbeitskreisen – „Wasser“, „Bodenständig“ und „Mehrzweckhalle“.

  • „Wasser“:

    Dieser Arbeitskreis umfasst Dorfweiher, Schwefelquelle, Waldspielplatz, Wallfahrtsweg nach Frauenbründl, Sprecher ist Matthias Blüml.

  • „Bodenständig“:

    Dazu gehört die gesamte Problematik des Oberflächenhochwassers, Sprecher ist Oswald Kaufmann.

  • „Mehrzweckhalle“:

    Dieser Arbeitskreis umfasst die Neustrukturierung und die Umbaumaßnahmen im Sportgebiet. Sprecher ist Manfred Jackermeier.

  • Fördersumme:

    Bis zu 69 Prozent der Ausgaben, gedeckelt insgesamt auf 300 000 Euro im Zeitraum von drei Jahren, werden vom ALE übernommen.

  • Erweiterung:

    Weitere Förderungen sind möglich aus dem Europäischen Programm Leader. Anträge sollen ausgearbeitet und eingereicht werden.

Es sei an alle Generationen gedacht worden. „Sogar eine Art Tagesbetreuung für Senioren habt ihr in die Planungen mit einbezogen“, lobte Spiller. „Da unterstützen wir von der ALE doch gerne.“ Auch Privatleute, die im historischen Teugner Ortskern lebten, könnten Fördergelder für Fassadenerneuerung und ähnliches beantragen. Insgesamt umfasst das Programm eine Laufzeit von drei Jahren. Feierlich überreichten Spiller und Weinberger die Förderurkunden an Jackermeier, dessen Stellvertreter Matthias Blüml, Zeitler und zur Weitergabe an die jeweiligen Arbeitskreise. Mit dem Wunsch „viel Mut zu originellen Iden und Erfolg bei der Verwirklichung“ von Spiller und Weinberger schloss die kleine Feierstunde.

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