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Fasching

Alkoholunfall überschattet Faschingszug

In Teugn war Premiere bei den Faschingszügen im Kreis. Betrunkener Mann stürzt von Wagen - jetzt liegt er im künstlichen Koma
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Gruft lässt grüßen: Sehen wir nicht entzückend aus? Die Laune beim Teugner Faschingszug war trotz der schaurigen Schönen bestens. Foto: Hueber-Lutz
Die Gruft lässt grüßen: Sehen wir nicht entzückend aus? Die Laune beim Teugner Faschingszug war trotz der schaurigen Schönen bestens. Foto: Hueber-Lutz

Teugn. Strahlend blauer Himmel, jede Menge Zuschauer, farbenprächtige Wägen und Fußgruppen – Narrenherz, was willst du mehr! Die Teugonia Teugn hatte den gesamten Hofstaat vom Präsidium über die Garden bis zum Prinzenpaar und dem Dreigestirn am Start. Liebevoll, witzig, schaurig und grandios ausgestattete Fußgruppen ließen sich bejubeln. Auf den Wägen wurde getanzt und gelacht, es regnete Süßigkeiten.

Die Teugner Garde war in bester Tanzlaune. Foto: Hueber-Lutz
Die Teugner Garde war in bester Tanzlaune. Foto: Hueber-Lutz

Die Leute am Straßenrand hielten ihre mitgebrachten Beutel auf, die am Ende gut gefüllt waren. Allerdings überschattet ein schwerer Unfall den Faschingszug. „Saufen wie die Sau“, „Am Wochenende werden wir zum Schlumpf – blau und immer lustig oder „Zirkus Promilli“ – neben Wagen, die die große Politik oder örtliche Vorkommnisse thematisierten, hatten sich einige Gruppen nur das Saufen zum Motto gegebe. Vielfach waren auch Alkoholika gebunkert. Gegen 16.30 Uhr stürzte ein stark alkoholisierter Zugteilnehmer von einem Wagen, teilte die Einsatzzentrale der Polizei mit.

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Alkohol war auch hier das Motto  Foto: Hueber-Lutz
Alkohol war auch hier das Motto Foto: Hueber-Lutz

Der 18-Jährige aus Mainburg zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er in der Klinik in ein künstliches Koma versetzt werden musste. „Der Mann ist noch nicht ansprechbar“, teilte die Einsatzzentrale auf unsere Anfrage am Sonntagnachmittag mit. Der Mann war, als das Gespann wegen eines Staus zum Stillstand kam, auf das Geländer des Anhängers geklettert und fiel wenig später kopfüber aus etwa vier Metern Höhe auf die Fahrbahn.

Das Dreigestirn verteilte Süßigkeiten und Blumen. Foto: Hueber-Lutz
Das Dreigestirn verteilte Süßigkeiten und Blumen. Foto: Hueber-Lutz

Bleibt zu hoffen, dass die Tradition der witzigen Wägen mit Bezug zum Zeitgeschehen im Dorf und in der Welt nicht verloren geht. Denn da gab es durchaus einige zu sehen. Vom (echten) Kindergarten bis hin zu (nachgemachten) Senioren waren alle Generationen dabei. Die Teugner Feuerwehr suchte nach einem Sponsor für ein Wasserrettungsboot, falls der Bach übergeht.

Das Teugner Prinzenpaar Corinna II. und Patrick I. hielt Hof. Foto: Hueber-Lutz
Das Teugner Prinzenpaar Corinna II. und Patrick I. hielt Hof. Foto: Hueber-Lutz

Die Auswüchse der neuen Datenschutzgrundverordnung prangten auf einem Wagen, und Berlin wurde neu definiert: „Berlin ist, wenn die Airline pleite ist, bevor der Flughafen fertig ist.“ Und was passiert, wenn dem Dorf die Bank geklaut wird? Dann wird auf Panzerknacker umgeschult.

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