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Jubel

Der Aufgalopp zum Schützenfest

Vom 28. bis 30. Juni feiern die Teugner Schützen Geburtstag. Die Festschrift und der Schmuck für die Zäune sind fertig.
Von Gabi Hueber-Lutz

Festleiterin Heike Hausmann (links), Schützenmeister Dietmar Hausmann und Festmutter Sabine Brodmeier stellen die Festschrift vor. Foto: Hueber-Lutz
Festleiterin Heike Hausmann (links), Schützenmeister Dietmar Hausmann und Festmutter Sabine Brodmeier stellen die Festschrift vor. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Sie trägt ihr Alter im Namen, und der verrät, dass sie heuer einhundert Jahre alt wird: die Schützengesellschaft 1919 Teugn. Noch gut zwei Wochen, dann ist es so weit. Im Hause Hausmann laufen die Fäden zusammen, aber von Hektik keine Spur.

„Es ist alles organisiert“, sagt Heike Hausmann. Sie ist die Festleiterin. „Meine Frau ist die Chefin“, versichert ihr Mann, Schützenmeister Dietmar Hausmann. Die Planungen im Vorfeld haben bereits sehr früh begonnen. Das Wichtigste war es, ein Datum zu finden. Ferien sollten keine sein und im Ort selber sollte keine andere Veranstaltung sein. Die Wahl fiel auf das letzte Juni-Wochenende. Dann kam die Musik. Den Froschhaxn-Express haben die Schützen für die Party am Samstagabend engagiert.

Für den Auftakt am Freitagabend mit den Ehrungen ist man musikalisch im eigenen Dorf geblieben. Die Deigner Musi spielt dabei auf. Am Sonntagabend kommen D’Sandler. Höhepunkt am Sonntag ist der Festumzug, der um 14.30 Uhr beginnt. Er startet an der Stockhalle und endet hier auch wieder. Die Schützendamen haben dafür Bänder in Grün und Weiß, den Farben des Vereins, gebastelt. Ab dem kommenden Sonntag werden die Festmädchen der Schützen die Bänder an die Haushalte entlang der Strecke des Festzugs verteilen.

Halle wird hergerichtet

Für den Samstagabend konnten die Organisatoren den Froschhaxn-Express gewinnen. Foto: lbi
Für den Samstagabend konnten die Organisatoren den Froschhaxn-Express gewinnen. Foto: lbi

Noch in dieser Woche beginnt der Aufbau. In der neuen Stockschützenhalle wird gefeiert, und dafür muss der Boden in der Halle verlegt werden. Die Stockschützen helfen dazu. Zirka 600 Leute passen in die Halle. In diesem Rahmen bewegt sich auch die Gästezahl. Insgesamt 23 Vereine haben die Teugner Schützen eingeladen. Die Dorfvereine, die Sektionsvereine und ein paar befreundete Vereine sind mit dabei. „Das ist der Rahmen, der für das Dorf und die Sektion passt“, sagt der Schützenmeister. Und seine Frau freut sich, dass alle Vereine sehr schnell zugesagt haben, denn dann kann man gut planen.

Für die Festschrift zeichnet im wesentlichen Festmutter Sabine Brodmeier verantwortlich. Entstanden ist ein informatives Werk von gut 70 Seiten, das sicher auch die Teugner interessiert, die nicht im Verein sind. Es umfasst die Vereinschronik und enthält viele Fotos, auf denen alle noch ein paar Jahre jünger waren. Schon 1928 durften die Schützen ein erstes großes Fest feiern, ihre Fahnenweihe. 1969 stand das 50-jährige Gründungsfest an.

Der Weg des Festzugs

  • Beginn:

    Sonntag, 30. Juni, 14.30 Uhr, in der Stockhalle

  • Umzug:

    Kreutweg, Saalhaupter Straße, Postplatz, Kirchplatz bis Saaler Straße 26 und den gleichen Weg zurück

  • Schmuck:

    Ab kommendem Sonntag werden die Festmädchen bei den Häusern an der Strecke des Zugs Schmuckschleifen für die Zäune verteilen. (lhl)

Zehn Jahre später feierten sie wieder. Die Weihe einer neuen Fahne diesmal. Und 1994 folgte das Fest zum 75-Jährigen. Zahlreiche Veranstaltungen belegen die Verankerung des Vereins im Dorfleben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch die gesellschaftlichen Ereignisse sind in Bildern dokumentiert. Die ältesten stammen aus dem Jahr 1970, die aktuellsten vom Faschingszug dieses Jahres. Die sportliche Chronik darf in der Festschrift natürlich nicht fehlen. Der Jugend ist Raum gewidmet in der Chronik, und auch die Ergebnisse der Königsschießen seit 1953 sind genauestens aufgelistet. Reich bebildert ist der Rückblick auf das Festmutterbitten, das Schirmherrnbitten und das Patenbitten in Bad Abbach. Damit beim Wetter nichts schief geht, waren die Schützen beim Schönwetterbitten in Frauenbründl.

Am letzten Sonntag machten sie sich außerdem auf den Weg zur traditionellen Wallfahrt nach Bettbrunn. Die Bitte um passendes Wetter hatten alle mit dabei.

Die Kleidung ist noch geheim

Aktuell hat der Verein 95 aktive Schützinnen und Schützen und 130 Fördermitglieder. 16 Jugendliche tragen die Tradition weiter. Auch um die Kleidung zum Fest kümmerte sich Festmutter Sabine Brodmeier. 22 Festdamen und Festmädchen werden sie beim Zug begleiten. Ehrensache, dass die Festmutter noch kein Sterbenswörtchen verrät, in welche Farben sich die Damen kleiden werden.

Nur so viel: Sie wird natürlich wunderschön zur neuen Vereinskleidung passen, die sich die Schützen für ihr Fest angeschafft haben. Selbst Schützenmeister Dietmar Hausmann hat noch keine Ahnung, wie die Damen gewandet sein werden.

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